18. November 2013

Francesco Petrarca: »Süßes Übel, süßes Leid und süße Lust« - eine Auswahl aus den »Canzoniere«

Tristan und Isolde, Siegfried und Krimhild, Abaelard und Héloise sind die großen Paare der mittelalterlichen Dichtung, deren Liebe und Leid uns auch heute noch rühren. Und da gibt es noch Petrarca und Laura.

Der Tristan-Stoff und das Nibelungenlied sind literarische Fiktion, während die schicksalhafte Beziehung zwischen dem Theologen Abaelard und seiner Geliebten Héloise ein reales Verhältnis widerspiegelt, das allerdings Schriftsteller seit je her für ein eigenes Werk angeregt hat.

Bei dem italienischen Dichter und Denker Francesco Petrarca ist es besonders knifflig. Sein Werk steht zwischen Mittelalter, Humanismus und Renaissance. Und bei seiner Gedicht- oder Liedersammlung "Canzoniere" ist bis heute nicht entschieden, ob es die hier besungene Dame "Laura" in Wirklichkeit gegeben hat oder ob nicht alles eine gut inszenierte Fiktion des Autors ist.

Petrarca will nach eigenen Angaben Laura am 6. April 1327 während eines Kirchgangs in Avignon gesehen und sich sogleich in sie unsterblich verliebt haben. Der Name "Laura" lädt zu einigen Assoziationen ein: die "Aura" des Weiblichen; "auratus", also alles, was mit Gold zu tun hat; "Aurora", die Göttin der Morgenröte; schließlich der "poeta laureatus", der lorbeergekrönte Dichter, den Petrarca in ausgezeichneter Weise selbst darstellt.

Gepriesen sei der Tag, der Mond, das Jahr,
die Jahr- und Tageszeit, der Augenblick,
das schöne Land, der Ort, da mein Geschick
sich unterwarf ein schönes Augenpaar.


Diese Danksagung im "Canzoniere", die von Liebe und von Unterwerfung eines "schönen Augenpaars" spricht, ist aber nur der eine Teil der Geschichte. Der andre Teil erzählt ausführlich von höllischer Liebespein, der der Dichter Zeit seines Lebens ausgesetzt war.

Hier sah ich freundlich sie, voll Hochmut hier,
bald schroff, bald weich, erbarmungslos und mild,
der Züchtigkeit und bald der Anmut Bild,
hier sanft, hier stolz, hier grausam wie ein Tier.


Die Liebe, von der Petrarca singt, ist tatsächlich ein grausam-süßes Spiel, bei dem die Geliebte Zeichen der Zuneigung und der Verweigerung, der Hingabe und der Ablehnung, des Einverständnisses und der Unnachgiebigkeit aussendet.

Mit der Ikonographie mittelalterlicher Kunst gesprochen, pendelt die Gestalt von Petrarcas "Laura" zwischen dem "locus amoenus", dem lieblichen Ort, wo die Natur im Kleid des Frühlings und Sommers zum lustvollen Verweilen einlädt, und dem "hortus conclusus", dem verschlossenen Garten, in dem man zu keiner Zeit hineingelangen mag.

Das zweite Bild gehört in den Bereich der Mariendarstellung und somit überhöht Petrarca seine "Laura" ins Himmlische. Falls aber diese "Laura" tatsächlich einer realen Person entspricht, dann könnte sie Laura de Noves gewesen sein, die als verehelichte de Sade zu den Vorfahren des berüchtigten Marquis de Sade zählt. Wie auch immer, als Ehefrau sollte nach irdischem und christlichem Recht ihr schöner Körper - und Laura de Noves war eine schöne Frau! - ein "verschlossener Garten" für alle Männer bleiben, außer eben für ihren Gatten.

Petrarca und Laura
Als heutiger Leser sollte man eines nicht vergessen: Petrarca hat bis knapp vor seinem Tod 1374 an der Form seines "Canzoniere", so wie sie auf uns gekommen ist, gearbeitet. Als "poeta laureatus" und als gebildeter Humanist war sein Sprachideal das Lateinische gewesen. Doch zugleich wusste er genau, dass das durch Bürgerkriege zerrissene und von ausländischen Mächten beherrschte Italien einer Volkssprache bedurfte, die wieder Identität stiften mochte. Deswegen schrieb er wie Dante selbst- und nationalbewusst auf Italienisch. Und die zweisprachige Ausgabe des "Canzoniere" gibt einen schönen Eindruck der lautmalerischen Kraft der Originaltexte wieder, auch wenn wir des Italienischen des 14. Jahrhunderts kaum mächtig sein werden.

Nie lebte so wie ich ein Mensch in Freuden,
nie trauriger bei Tag, in langen Nächten,
so wie mein Schmerz, vermehrt sich meine Weise,
vom Herzen löst sich tränenvoll mein Reim,
wie einst von Hoffnung, leb ich jetzt von Klagen.
Vom Tod errettet einzig mich - der Tod.


Petrarcas Gedichtsammlung "Canzoniere" ist in zwei Teile geteilt: Der erste, umfangreichere behandelt des Dichters Liebe zu Laura, im Wechselspiel der Gefühle. Der zweite spielt nach Lauras Tod. Und wenn der Dichter schreibt "Vom Tod errettet einzig mich - der Tod", so meint er damit, dass durch den Tod der Geliebten er seine Klage erhebt. Und indem er dichterisch klagt, ist nicht nur der trauernde Sänger am Leben, sondern er selbst holt im Gesang seine tote Laura ins Leben zurück.

Ihr Leben, ihren Tod sing ich allein,
mein Dichten schenkte ihr Unsterblichkeit.
Es soll die Welt sie lieben und erkennen.


Ihr Leben und ihr Tod – das ist des Dichters Brot, eine Hostie der Liebe, die er seinen Lesern weiterreicht. Diese Vorstellung findet sich schon in Gottfried von Straßburgs Versepos "Tristan und Isolde". Einerseits bleibt durch die Worte des Dichters die Erinnerung an die Geliebte erinnerlich, soll ewig erinnerlich sein. Andererseits findet so eine Überhöhung der Liebe ins Himmlische statt.

Nicht ohne Grund ruft Petrarca am Ende seines "Canzoniere" die himmlische Liebesmutter - die mater gloriosa - mater dolorosa - an und bittet um "gratia", Gnade. Gnade für eine Liebe, die allerdings so ganz und gar nicht in das Schema christlicher Häuslichkeit passt. Doch irgendwie muss wohl des Dichters Ruf erhört worden sein, denn die Laura-Gedichte haben Petrarca und seine Geliebte unsterblich gemacht.

Quelle: Andreas Puff-Trojan: Canzoniere - Petrarcas Meisterwerk neu übersetzt. ORF, OE1, Sendung vom 25.12.2011

Track 34: Ein Wunder-Engel stieg auf flinken Flügeln


TRACKLIST

Francesco Petrarca

Süßes Übel, süßes Leid und süße Lust

Die schönsten Liebesgedichte
Eine Auswahl aus dem "Canzoniere"

Inhalt 

 1   Ansage                                         
 2   Ihr, die ihr in verstreuten Versen hört        
 3   Es war der Tag, als bleich die Sonne stand     
 4   Am Tag, als rings sich barg der Glanz der Sonnen                                         
 5   Derart verirrt hat sich mein wild Begehren     
 6   Seit Freßgier, Schlaf und Federn, müßig-träge                                          
 7   Nie sah ich Euch bei Sonne oder Schatten       
 8   Bei jedem Schritte wend' ich mich zurücke      
 9   Es zieht dahin der Alt' in Silberhaaren        
10   Es regnen mir die bittern Tränen sachte       
11   Es gibt Geschöpfe auf der Welt                
12   Mich schämend, Herrin                         
13   So viel der Wesen wohnen auf der Erde         
14   Es weinte Amor                                
15   Ein Fräulein sah ich unter grünem Lorbeer     
16   Je näher kommend jenem letzten Tage           
17   Schon schimmerte der Liebesstern              
18   So schwächlich ist der Faden                  
19   Wenn Feuer niemals Feuer überwand             
20   So sehr ich vor der Lüge dich gehütet          
21   Dem Buhlen nicht gefiel Diana besser          
22   Ihren Verliebten höher nicht entzückte        
23   Da Amors Zeichen stand in ihren Mienen        
24   Gepriesen sei der Tag, der Mond, das Jahr     
25   Zwar wußt ich wohl                            
26   Ich zage schon, darüber nachzudenken          
27   Die schönen Augen                             
28   Eh mir nicht beide Schläfen ganz ergrauen   
29   Stets liebt' ich ihn und lieb' und werd' ihn lieben   
30   Ich werde immer jenes Fenster hassen   
31   Zerstreut im Wind die goldnen Locken waren   
32   Schon mehrmals sagte Amor zu mir: Schreibe   
33   Ein seltnes Englein stieg von Himmels Höhen   
34   Ein Wunder-Engel stieg auf flinken Flügeln   
35   Nun, Amor, sieh   
36   Ihr klaren, frischen Wogen   
37   Wenn Liebe nicht, was ist's, das in mir wühlt?   
38   Zum Ziel von Pfeilen macht mich mein Verlangen   
39   Ich sah auf Erden Engelsitte schalten   
40   Die heitre Luft, die einen Weg gefunden   
41   Süß Zorn und Unmut, süß ein friedlich Neigen   
42   Nie war auf seinem Dach so abgeschieden   
43   Die Säule brach, des Lorbeers grüner Bogen   
44   Wann Vöglein klagen, und in grünen Zweigen   
45   Amor ließ ein und zwanzig Jahr' mich zagen   

Gesamtlaufzeit: 51:16

Sprecher: Walter Schmidinger, Angela Winkler

Aus dem Italienischen von Karl Förster, Ernst-Jürgen Dreyer, 
Geraldine Gabor und Karlheinz Stierle.
Auswahl, Einrichtung und Regie: Brigitte Landes
Aufnahme: Bergler Audio, Berlin.
Mischung und Schnitt: Felix Huber
(c) + (p) 2006

Track 37: Wenn Liebe nicht, was ist's, das in mir wühlt?


Raffaels "Madonna Esterházy"



Beobachtungen zu Komposition und Datierung

Raffael, Madonna Esterházy, 1505/06, Tempera und Öl auf Pappelholz, 28,5 x 21,5 cm,
 Museum der bildenden Künste, Budapest.
Raffaels kleine Holztafel einer knieenden Madonna mit Christus- und Johannesknaben gehört zu den Schätzen des Budapester Museums der Bildenden Künste. Mit Ausnahme der umfassenden sammlungsgeschichtlichen Studie von Klára Garas ist das Bild in der jüngeren Vergangenheit meist nur zu Vergleichszwecken herangezogen worden - sei es, um anhand der Ruinen oben links Raffaels Kenntnis antiker Architektur zu diskutieren, sei es, um maltechnische Fragen zu erörtern, die sich aus der Tatsache ergeben, daß das Bild von Raffael nicht ganz vollendet wurde.

Das Bild ist seit seiner ersten Erwähnung im 18. Jahrhundert mit dem Namen Raffaels verbunden: Nach Ausweis eines 1839 noch vorhandenen und von Johann David Passavant zitierten Klebezettels war es ein Geschenk von Papst Clemens XI. (1700-21) an die mit Karl VI. verheiratete Kaiserin Elisabeth Christine (1697-1750). Leider ist über die Umstände dieses wahrhaft fürstlichen Geschenkes nichts bekannt, ebensowenig wie das Gemälde seinen Weg aus kaiserlichem Besitz über die Familie Kaunitz in die Sammlung Esterházy genommen hat. Dort ist es zuerst im Sammlungskatalog 1812 (damals in Laxenburg) nachweisbar; die ganze Sammlung wurde 1814 nach Wien und 1865 nach Budapest gebracht, wo sie fünf Jahre später vom ungarischen Staat gekauft wurde.

Im Jahre 1983 wurde die Madonna Esterházy mit sechs weiteren Bildern aus dem Museum gestohlen und kam beschädigt zurück: abgesehen von einem Ausbruch im nicht bemalten Teil der rechten unteren Kante war die Tafel ungefähr in der Mitte senkrecht auseinandergebrochen, wobei dieser Bruch durch schon vorhandene Wurmgänge noch erleichtert worden war. Abgesehen von diesen beiden schweren Beschädigungen hat die Restaurierung aber auch bestätigt, daß die Madonna Esterházy ein überaus gut erhaltenes Bild ist; die emailleartige harte Oberfläche zeigt nur im Himmel ein ganz feines Craquelée. Vielleicht ist der gute Zustand auch damit zu erklären, daß die Tafel über einen längeren Zeitraum in dem von der Kaiserin genannten Futteral aufbewahrt worden ist.

Raffael, Madonna Esterházy, Zustand nach der Beschädigung
 während des Diebstahls 1983 und vor der Restaurierung.
Die heute einhellig akzeptierte Datierung der Madonna Esterházy in das Jahr 1508 beruht auf der Kombination zweier Beobachtungen: zum einen, daß das Bild nicht ganz vollended wurde und zum anderen, daß das Architekturensemble mit antiken, römischen Ruinen im Hintergrund auf der Vorzeichnung noch fehlt. Daraus ist geschlossen worden, daß Raffael das Gemälde gegen Ende seiner Florentiner Zeit begonnen habe, die antikisierenden Ruinen aber erst nach seiner Übersiedelung nach Rom 1508 gesetzt wurden.

Beim Umzug nach Rom nicht vollendete Bilder Raffaels gibt es in der Tat: der Heiligen Familie Canigiani (München, Alte Pinakothek) fehlen die letzten Lasuren im Inkarnat und bestimmte Himmelspartien, und von der Madonna del Baldacchino (Florenz, Palazzo Pitti) berichtete schon Vasari, daß das weitgehend unvollendete Bild von Ridolfo Ghirlandaio zu Ende gemalt worden sei. Aber abgesehen von Klára Garas' knapper und berechtigter Frage, warum die Madonna Esterházy trotz einer Mitnahme nach Rom immer noch unvollendet sei, kann man das spätere Einfügen der Ruinen durch einige Beobachtungen zu Komposition, Format und Maltechnik ausschließen und das Bild auf 1505 und damit in die erste Hälfte der Florentiner Jahre datieren.

Das kleine Format des Bildes weist zunächst generell in die frühe Zeit, es handelt sich teilweise sogar noch um Aufträge aus Urbino: Die zusammengehörenden Tafeln mit dem Traum des Ritters (London, Nationalgalerie) und den drei Grazien (Chantilly, Musée Condé) messen 17 x 17 cm und werden um 1501 entstanden sein; das Dyptichon aus Hl. Georg und Hl. Michael (Paris, Louvre) wohl im Jahr darauf, die beiden Bilder messen 29,5 x 25,5 cm. Das 1505 entstandene Bild des Hl. Georg in Washington ist gleich groß wie die Madonna Esterházy, und eine weitere der kleinen Tafeln ist die in mehreren Fassungen bekannte Heilige Familie mit dem Lamm, von der hier das 1507 datierte Exemplar des Prado in Madrid abgebildet ist (29 x 21 cm). Die Bilderfindung ist jedoch älter, denn die Erstfassung scheint das ehemals in der Sammlung Viscount Lee of Fareham befindliche Exemplar zu sein, das 1504 datiert ist (32 x 22 cm).

Raffael, Madonna Esterházy, Zustand vor der
Restaurierung [Detail].
Diese Bilder haben aber nicht nur das nach 1506 kaum mehr vorkommende kleine Format gemeinsam, sondern zeigen untereinander weitere Verwandtschaften: so hat der Washingtoner Hl. Georg im Hintergrund den gleichen Turm wie er neben den Ruinen hinter der Madonna Esterházy auftaucht. Die Madonna der Madrider Heiligen Familie ist in ihrem Wesen und bis in die Kleidung eine Schwester der Madonna Esterházy, was das frühe Datum 1504 für die erstere völlig plausibel erscheinen läßt. Auch zeigen beide Bilder, wie Raffael am Anfang der Florentiner Jahre die Bilderfindungen der anderen grossen Meister studierte und sich aneignete: im Falle der Heiligen Familie Leonardo und im Falle der Madonna Esterházy Michelangelo.

In dem Budapester Bild behandelte Raffael das Madonnenthema nicht als "perugineskes" Andachtsbild, sondern erfand eine Handlung, die Mutter, Kind und Johannes den Täufer verbindet: Der am Boden kauernde Johannes liest in der Schriftrolle, das auf einem Erdhügel sitzende Jesuskind wird von der ihm zugewandt knieenden Mutter gehalten und weist deren Aufmerksamkeit auf Johannes, ihr Blick folgt dem Zeigegestus des Sohnes. Dies ist ein geistreiches Spiel mit den Bibelworten "Ecce Agnus Dei" (Johannes I, 19), denn so ist es Jesus, der auf Johannes weist und nicht umgekehrt. Die Kinder betonen durch ihr helles Inkarnat die Ränder der Komposition und werden durch die Haltung der Madonna verbunden, die sich im Sinne einer knieenden "figura serpentinata" beiden zuwendet. Dies geschieht ganz ungekünstelt und als "Erlebnis des Organischen", in dem die abstrakte Geometrie des Mittelalters mit dem neuen Streben nach Natur zusammenfallen."

Bewirkt wird diese Verlebendigung durch die Einführung des kleinen Johannes, der innerhalb der Komposition Gruppenbildungen ermöglicht: Einerseits die Kinder gegen die Frau, andererseits der von der Mutter gehaltene Jesus gegen den einzelnen Johannes, aber durch die Parallelität der Körperhaltungen auch Johannes und Madonna gegen das Jesuskind. Dabei zeigt das Jesuskind die größte gerichtete und aktive Energie, der Johannes eine passive, in sich gekehrte Konzentration und die Madonna schließlich ist zuwendend und fürsorglich gegeben - jede Person zeigt in Haltung und Gestik ihre Individualität.

Raffael, Hl. Familie mit dem Lamm, 1507, Öl auf Holz,
29,1 x 21 cm, Museo del Prado, Madrid.
In der Madonna Esterhazy verband Raffael zwei Themen, die ihn während seiner gesamten Florentiner Zeit beschäftigt haben: zum einen die knieende Figur, besonders der Madonna (und damit der Idee der Madonna dell'Umiltà), und zum anderen der Typus der Madonna in der Landschaft. Natürlich gab es bereits eine reiche Tradition zu beiden Themen; hier soll der Blick nur auf den Lehrer Raffaels gelenkt werden. Wie sich Pietro Perugino diese Themen dachte, zeigt seine Madonna mit Kind in London: in der großformatigeren Mitteltafel seines Altares für die Certosa in Pavia aus der Zeit um 1500 betonte Perugino das Strenge und Hoheitsvolle. Die Figuren befinden sich isoliert nebeneinander in vorderster Ebene, mehr vor als in der Landschaft. Im feierlichen Aufragen der Madonna wird das Knieen als Motiv der Anbetung betont und nicht als Ausdruck von Bewegungsfähigkeit dargestellt. Wie sich dieser Typus verlebendigen ließ, hat Raffael mehrfach in Zeichnungen erprobt, aber auch in der Madonna Esterházy. Die Anordnung der Figuren in vorderer Ebene weist noch auf Pietro Perugino zurück; ebenso wie der Erdhügel, auf dem Jesus sitzt, noch an das sackartige Gebilde bei Perugino erinnert, bis hin zu dem untergelegten Teil des mütterlichen Mantels, der das direkte Sitzen auf dem Boden oder auf einem profanen Gegenstand verhindert.

Daß Raffael bei dieser Verlebendigung Maß hielt und durchaus mit einer gewissen Befangenheit vorging, zeigt ein Blick auf den 1504/5 entstandenen Tondo Doni des Michelangelo, in dem die Bewegungsmotive unvergleichlich kühner und plastischer durchgearbeitet sind. Es ist gelegentlich darauf hingewiesen worden, daß Raffael dieses Bild offenbar intensiv studiert und gleich mehrfach für sich nutzbar gemacht hat: So ist die knieende Haltung des Johannesknaben der Madonna Esterházy eine beruhigtere Variante des Jesusknaben im Tondo Doni. 1504/05 ist damit sicher ein terminus post quem für die Datierung der Budapester Tafel. Die recht wörtliche Übernahme spricht für den frischen Eindruck, den der Tondo hinterlassen haben muß (und deshalb ebenfalls für eine frühe Datierung des Raffael-Bildes), denn später hat Raffael Zitate dieser Art kaum ohne Veränderungen eingesetzt: So ist etwa die Madonna des Tondo Doni Vorbild gewesen für die knieende Frau unten rechts auf der Borghese-Grablegung aus dem Jahre 1506/07 (Rom, Galleria Borghese), die Maria stützt - aber um etwa 90º gedreht.

Pietro Perugino, Madonna mit Kind, 1496-1500, Öl auf Holz,
113 x 64 cm, National Gallery, London.
Das Motiv der knieenden Madonna hat Raffael danach noch in der Heiligen Familie aus dem Hause Canigiani (München, Alte Pinakothek, ca. 1506/07) und der späteren Fassung der Heiligen Familie mit dem Lamm verwendet. In beiden Fällen ist die Drehung des Körpers in den mehrfigurigen Kompositionen aufgegeben worden. Für seine Darstellung der Madonna nur mit den Jesus- und Johannes-Knaben hingegen entwickelte Raffael bereits 1505/06 einen neuen Typus: Die Madonna im Grünen als sitzende Figur. In drei großen Bildern von ähnlichem Format, die alle eine Provenienz bis auf den Erstbesitzer haben, hat Raffael diesen Typus in Variationen durchgespielt: die Madonna dei Cardellino (Florenz, Uffizien, 107 x 77 cm, wohl 1506), die Belle Jardinière (Paris, Louvre, 122 x 80 cm, signiert und datiert auf 1507) und die Madonna im Grünen (Wien, Kunsthistorisches Museum). Diese drei Bilder entwickeln und klären in der Madonna Esterházy angelegte Motive und Ideen in einer Weise, die es kaum vorstellbar erscheinen läßt, daß das Budapester Bild nach den drei Madonnen entstanden sei.

Stellvertretend sei hier die Wiener Madonna im Grünen betrachtet: Sie ist ein Werk von größtmöglicher Ausgewogenheit und abgeklärter Ruhe. Die Madonna sitzt wirklich in und nicht vor der weiten Landschaft, dominiert diese jedoch durch ihren Maßstab und indem Schulterpartie und Kopf über die Horizontlinie geführt sind. In spielerischer Ernsthaftigkeit kniet Johannes vor dem stehenden und von der Mutter nur lose gestützten Jesus, der den ihm dargereichten Kreuzesstab ergreift. Im strikt dreieckigen Aufbau der Figurengruppe nimmt der Kopf des Jesusknaben die Mitte ein, den Spitzen des Dreiecks wird durch die helleren Inkarnatpartien jegliche Schwere genommen. Dementsprechend wichtig ist der rechte Fuß der als "figura serpentinata" sitzenden Madonna: die kompositionelle Notwendigkeit dieses Fußes ist so groß, daß der Betrachter geneigt ist, zu übersehen, daß das zugehörige Bein zu lang geraten ist.

Michelangelo, Hl. Familie mit dem Johannesknaben (Tondo Doni), 1504,
Tempera auf Holz, Dm: 120 cm, Uffizien, Florenz.
Blickt man von der Wiener Madonna im Grünen zurück auf die Madonna Esterházy, so fällt auf, daß wesentliche Kompositionselemente jener in dieser bereits angelegt sind. Es fällt aber auch auf, wo sie noch nicht geklärt sind, wie etwa in der Enge der Figurengruppe zwischen den Felsblöcken; in der anstrengenden Haltung der Madonna, die gleichzeitig kniet und das Kind mit ausgestreckten Armen halten muß; in der Architekturgruppe links, die im Verhältnis zur Distanz, in der sie angenommen werden muß, zu groß und monumental wirkt. Trotz - oder vielleicht gerade - wegen des knappen zeitlichen Abstandes um 1505 zwischen beiden Bildern, verhalten sich die Madonna Esterházy und die Madonna im Grünen zueinander wie ein Versprechen zu seiner Erfüllung. Dieses Verhältnis ist kaum umkehrbar.

Raffaels Vorzeichnung für die Madonna Esterházy hat sich in den Uffizien erhalten. Das fast gleich große Format und das Quadratnetz weisen auf ihre Funktion als Karton hin, auch wenn die Konturen der Darstellung nicht durchstochen wurden wie am Washingtoner St. Georg. Die Figurengruppe wurde aus der Zeichnung fast unverändert übernommen; lediglich der Zeigegestus des Jesus ist deutlicher geworden und die Kinder sind durch eine etwas andere Führung der Mantelfalten der Madonna am Kopf des Jesus und hinter Johannes stärker in den Umriß der Madonna einbezogen. Ganz neu geordnet wurde hingegen der Landschaftshintergrund, und zwar weniger im Charakter als in der Kombination der Elemente. Die neu hinzugekommenen antikisierenden Ruinen links sind jedoch nicht einfach nur eingefügt worden, sondern es kam ihretwegen zu zwei wesentlichen Änderungen. Zum einen wurde die Horizontlinie gesenkt: In der Zeichnung war das Verhältnis von Himmel zu Landschaft noch ungefähr eins zu drei gewesen, in der Ausführung ist es etwa eins zu zweieinhalb, wodurch der Kopf der Madonna über dem Horizont freigestellt erscheint und auch von den Ruinen nicht überragt wird.

Zum anderen ist das Format des Bildes auf dem Weg vom Karton zur Ausführung verändert worden: der Karton ist bei gleicher Höhe 19,1 cm breit und Raffael hat die Komposition auf allen Seiten durch einen geraden Strich begrenzt. Da der Platz links vom Kopf der Madonna für die Ruinen nicht ausgereicht hätte, wurde das Format des Bildes nach links um etwa 2 cm erweitert - damit ist aber ein späteres Einfügen der Ruinen ausgeschlossen, denn die Vergrößerung des Formates muß bei Wahl der Holztafel, spätestens jedoch bei deren Grundierung, festgestanden sein. Auch auf der Holztafel selbst ist die Komposition zunächst links und rechts durch gerade Linien begrenzt worden, und an dem ausgerahmten Bild kann man an der Überzeichnung links bei den Ruinen sehen, daß der Platz an dieser Stelle trotz Vergrößerung des Formates immer noch knapp war. Interessanterweise kommt die vergrößerte Tafel dem Proportionsschema un quadro e diametro viel näher als die Vorzeichnung.

Raffael, Madonna im Grünen, 1505 od. 06, Öl auf Holz,
113 x 88 cm, Kunsthistorisches Museum, Wien.
Angesichts der Manipulationen, die nötig waren, um diese Ruinengruppe unterzubringen, stellt sich nicht nur die Frage nach deren Bedeutung, sondern auch die Frage, warum Raffael sie nicht rechts vom Kopf der Madonna malte. Dort wäre Platz gewesen und bereits die Vorzeichnung zeigt an dieser Stelle Architektur, darunter auch einen hohen Turm mit flachem Abschluß und daraus ragender "Nase", der dem dann ausgeführten Turm ganz rechts in der Ruinengruppe durchaus verwandt ist. Die Senkung des Horizontes gibt zur Beantwortung der zweiten Frage einen Hinweis: Raffael wollte offensichtlich den Kopf der Madonna "über die Welt" erhoben sein lassen, wie er dann auch in den bald darauf gemalten drei großen Madonnen im Grünen und der Hl. Katharina (London, Nationalgalerie) den Horizont sogar noch unter die Schulterpartie der Madonna bzw. der Heiligen legte. Eine rechts hinreichend tiefer gemalte Ruinengruppe aber wäre dem Christuskind zu nahe gekommen und hätte in Komposition (gedrängte Formen) und Kolorit (ähnliche Farbe von Marmor und Inkarnat) zu einem unausgewogeneren Bild geführt.

Die erste Frage nach der Bedeutung der Ruinengruppe ist schwerer zu beantworten. John Shearman hat darauf hingewiesen, daß es sich hier nicht um malerische Erfindung, sondern um eine umgruppierte und nur teilweise korrekte Wiedergabe einer Ecke des Forum Nervae mit dem Turm des Convento dei Basiliani darüber handle. Das Forum Nervae wurde 92 n. Chr. unter Domitian begonnen und stellt die Verbindung (daher auch Forum Transitorium) zwischen dem östlich davon gelegenem Templum Pacis und den Fora Augusti bzw. Julium im Westen her. Die südliche Schmalseite stößt an die Basilica Emilia und das Nordende wird vom Tempel der Minerva eingenommen - das Forum Nervae war also ein rundum eingebauter Raum, in dessen Fragmenten sich mittelalterliche Architektur eingenistet hatte. Wie ein Vergleich mit den etwa dreißig Jahre später entstandenen Zeichnungen von Marten van Heemskerk zeigt, sind die Ähnlichkeiten aber sehr vage.

Raffael, Madonna Esterházy, 1505/06, Feder über schwarzer Kreide
und Griffel auf Papier, 285 x 191 mm, Uffizien, Florenz.
Heemskerks Zeichnung mit dem Forum Nervae in der Distanz entspricht etwa der Verwendung im Hintergrund der Madonna und zeigt vor allem, wie unbedeutend die Ruinen im Verhältnis zu den mittelalterlichen Bauten in der Fernsicht werden. Das vordere antike Architekturfragment in der Madonna Esterházy mit den drei Säulen mag an die Reste des Minerva-Tempels erinnern, wie sie Heemskerk in der Nahsicht gezeichnet hat, und bei der Säulenstellung dahinter erinnern das hohe Gebälk und die hohe Attika in der Tat an das Forum Nervae. Aber gerade die bei Heemskerk gut sichtbare und charakteristische kräftige Verkröpfung über den frei vor der Wand stehenden Säulen der Platz-Längswände fehlt. Eindeutig ist der Turm rechts bestimmbar, bei dem es sich um die aus dem 13. Jahrhundert stammende Torre delle Milizie handelt. Diesen Bau hat er schon im Hintergrund des Washingtoner St. Georgs-Bildes und dem dazugehörigen Karton verwendet.

Zum Abschluß dieser Erörterung der Architekturen bleibt festzuhalten, daß die antikisierenden Ruinen nicht wirklich eindeutig zu bestimmen sind. Wenn es dafür Vorlagen gegeben hat, sind sie von Raffael solange umgearbeitet und umgruppiert worden, bis sie seinen Bildabsichten entsprachen. Die identifizierbare Torre delle Milizie hingegen zeigt, daß Raffael eine bestimmte Architektur geben konnte, wenn er wollte. Dieses kleine Architektur-Capriccio im Hintergrund der Madonna Esterházy soll antikes wie mittelalterliches Rom in Erinnerung bringen, ohne als Vedute gemeint zu sein. Der etwa zweiundzwanzigjährige Raffael führte damit zwar seine Bildung und Kenntnisse vor; es ist aber sehr viel wahrscheinlicher, daß die Entscheidung für jenes römische Capriccio gar nicht auf ihn selbst, sondern auf den leider unbekannten Florentiner Auftraggeber der Tafel zurückging. Es ist durchaus vorstellbar, daß die Vorzeichnung in Florenz nicht nur als Karton gedient hat, sondern auch im Sinne einer Visierung dem Besteller vorlag und nach dessen Wünschen einer Rom-Anspielung die Neuordnung jener Landschaft und die Vergrößerung des Bildformates veranlaßten. Für ein derartig summarisches Capriccio muß eine genauere Kenntnis über die Stadt Rom seitens des Künstlers nicht angenommen werden. […]

Marten van Heemskerk, Forum Nervae in der Distanz, 1534/35, Feder auf
 Papier, 135 x 208 mm, Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin
 - Preußischer Kulturbesitz.
Obwohl Raffael seine Madonna Esterházy nicht ganz vollendete, wirkt das kleine Bild auf den ersten Blick dennoch nicht 'unfertig', da die einzelnen Partien und Malschichten etwa gleichzeitig miteinander aufgebaut wurden. Hier zeigt Raffael eine andere Arbeitsmethode als Michelangelo, in dessen Grablegung in London (National Gallery) vollendete Partien direkt neben nicht einmal begonnenen stehen geblieben sind. In die einheitlich und in einem Zug gemalte Tafel kann auch von maltechnischer Seite das Rom-Capriccio nicht später eingefügt worden sein.

Am weitesten unvollendet sind die Inkarnate: die Fertigstellung dieser ohnehin sensiblen, nicht leicht zu korrigierenden und für die Gesamterscheinung des Bildes entscheidenden Partien hat Raffael bis zum Schluß aufgehoben. So sieht man am Kopf der Madonna die gestrichelte bräunliche Unterzeichnung für die Verschattungen und bei den Kindern liegt zartes Gelb in der Untermalung bloß, während im Gesicht der Madonna bereits zarte Rosatöne eingesetzt sind. Mantel und Gewand der Madonna sind in den Falten und Farben am weitesten ausgearbeitet. Die Landschaft ist in Braun- und Olivtönen angelegt, aber so noch ziemlich kahl, besonders im Vorder- und Mittelgrund wäre mehr Vegetation zu erwarten. Die Bergzüge des Horizontes sind hingegen fertig. Der in der Vorzeichnung von Johannes gehaltene Kreuzesstab ist im Bild noch nicht eingefügt, die Handhaltung dafür aber bereits gegeben.

Was noch fehlt, kann ein Vergleich mit der Heiligen Familie mit dem Lamm oder mit der Madonna im Grünen veranschaulichen: ein generelles Tiefer-Stimmen aller Farbtöne und die Vertiefung der Schatten, die Differenzierung der Landschaft, die Haare der Kinder und ornamentale Details wie die Goldkanten und -borten an den Kleidersäumen.

Marten van Heemskerk, Forum Nervae in der Nahsicht, 1534/35, Feder auf
 Papier, 210 x 288 mm, Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin
- Preußischer Kulturbesitz.
Es konnte gezeigt werden, daß die bisher akzeptierte Datierung der Madonna Esterházy in das Jahr 1508 auf falschen Annahmen beruhte. Damit war der Weg frei, erneut über den stilistischen Ort dieses Bildes nachzudenken, der am Anfang der Florentiner Zeit im Jahre 1505 anzusetzen ist: Nach Kenntnis von Michelangelos Hl. Familie mit dem Johannesknaben (Tondo Doni) und vor Raffaels drei Madonnen im Grünen.

Besonders merkwürdig ist unter diesen Bedingungen allerdings der unvollendete Zustand, denn Raffael sollte vor der Übersiedelung nach Rom ausreichend Zeit gehabt haben, die noch fehlenden wenigen Farbschichten aufzutragen. Hier kann vorerst nur spekuliert werden. Man könnte sich Umstände denken, in denen Raffael der unbekannte Auftraggeber abhanden kam, oder Umstände, in denen sich die Auslieferung des Bildes verzögerte. Es könnte aber auch sein, daß sich die Vollendung der Madonna Esterházy mit dem Beginn der Madonna im Grünen überschnitt und Raffael auf der Höhe einer neuen Stufe seiner "Klassischen Kunst" an einer Vorstufe dazu keinen Gefallen mehr fand.

Quelle: Jarl Kremeier: Raffaels "Madonna Esterházy". Beobachtungen zu Komposition und Datierung. In: Belvedere. Zeitschrift für bildende Kunst. Heft 2/1998, ISNN 1025-2223, Seite 36-47 (geringfügig gekürzt)

JARL KREMEIER wurde 1996 mit einer Dissertation zur Planung und Baugeschichte der Hofkirche in der Würzburger Residenz promoviert. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im europäischen Barock des 18. Jahrhunderts, dabei im speziellen in der englischen Kunst.



CD Info and Scans (Tracklist, Covers, Booklet, Music Samples, Pictures) 43 MB
Filepost --- Hotfile --- putlocker --- 1fichier --- Rapidgator --- Mediafire
Read the file "Download Links.txt" for links to the Flac+Cue+Log Files: [51:16] 3 parts 195 MB


11. November 2013

Charles Wuorinen: Time’s Encomium • Lepton • New York Notes • Epithalamium

Charles Wuorinen, »einer der führenden zeitgenössischen Komponisten der USA« (Wikipedia), präsentiert auf dieser CD eine drei Dekaden umfassende Auswahl aus seinem Schaffen: Die elektronische Komposition Time’s Encomium, realisiert mit dem RCA Mark II Synthesizer, wurde 1970 mit dem Pulitzer-Preis gekrönt. New York Notes aus dem Jahre 1982 kombiniert auf brilliante Weise Tonbandaufnahmen mit akustischen Instrumenten (quasi ein »Septett mit Bandbegleitung«). Dazu kommen noch zwei »Miniaturen« aus der Zeit kurz vor dem Millenium, wovon Lepton Wuorinens geliebte Katze porträtiert, während Epithalamium für die Hochzeitsfeier der Tochter der Auftraggeber, dem Ehepaar Libby, komponiert wurde.


MUSIC AND NATURE

by CHARLES WUORINEN

The felt connection between music and nature is very old. To the ancient Chinese and Greeks, for instance, we owe two (albeit very different) cosmologies in which basic relations governing not only the harmony of the universe, but that of mankind as well, were seen as derived from and embodied in the relationships found in music. Then later, after two thousand years of musico-numerical mysticism in the West, the confident rationality of. the post-Middle Ages found in the acoustic materials of music (the overtone series, etc.) the basis for the always intuitively felt link.

Nowadays we are not so sure we know everything about what we hear in music. But still there persists the faith in art, and especially music, as a mirror of nature; and music admires the spontaneity that nature seems imbued with, while she still maintains the absolute identity and individuality of each object and process. Today, it begins to appear that the real connection between music and the natural world lies in the statistical similarity of the two phenomena, and this seems true whether one is speaking literally of the intensity fluctuations of the acoustic signal whereby we receive music, or more metaphorically and more interestingly, of the structure of music itself.

My work with computers addresses itself to these areas. While not at all unconcerned with using the computer to produce sound (in fact the computer generated track of New York Notes implements a recent method of timbral modeling, based on a numerical analogy with the physical system represented by a plucked string), my main use of the computer simulates certain natural processes, which are employed to drive programs that actually create musical structures. The tape part for New York Notes is made this way. You might say, then, that my use of the machine falls in the domain of artificial intelligence, as it creates situations in which - most emphatically according to my rules, taste, and judgement- a "music of nature" emerges from the mingling of traditional compositional values and approaches with numerical models of certain processes in the natural world.

Credit must be given: The initial stimulus came from my contact with the work of the French-American mathematician Benoit Mandelbrot, whose remarkable work has had such universal influence.

Charles Wuorinen und Lepton

Track 3: Lepton (for celesta, harp and piano)


TRACKLIST

Charles Wuorinen (* 1938)

LEPTON 

   TIME'S ENCOMIUM (1968-9)                          31:43 
for synthesized and processed synthesized sound 
commissioned by Teresa Sterne for Nonesuch Records 
1. Part I                                       14:54
2. Part II                                      16:46 
Realized at the Columbia Princeton Electronic Music Center, NYC,
utilizing the RCA Mark II Synthesizer

3. LEPTON (1998)                                      9:05 
SVEN THOMAS KIEBLER celesta 
VIRGINIE TARRETE harp 
JAMES AVERY piano 
commissioned by and dedicated to the Ensemble SurPlus in Freiburg, Germany 
Recorded April 18, 1999 at the Hochschule für Musik, Freiburg, Germany

   NEW YORK NOTES (1982)                             25:04 
DAVID FEDELE flute TODD PALMER clarinet ROLF SCHULTE violin 
FRED SHERRY cello DANIEL KENNEDY timpani, glockenspiel 
JEFFREY MILARSKY vibraphone, marimba JAMES WINN piano 
CHARLES WUORINEN conductor 
commissioned by New York New Music Ensemble 
4. Part I                                        8:35 
5. Part II                                       8:02 
6. Part III                                      8:26 
Recorded July 8, 1991 at the American Academy of Arts and Letters, NY

7. EPITHALAMIUM (1997)                                5:49 
PAUL CHRISTOPHER GEKKER, MARK GOULD trumpets 
commissioned by Mr. and Mrs. John Libby 
Recorded January 17, 2001 at the American Academy of Arts and Letters, NY

                                         Total Time: 72:01

Produced by HOWARD STOKAR and CHARLES WUORINEN
Executive producer JOHN ZORN  associate producer KAZUNORI SUGIYAMA
Mastered by SCOTT HILL
Cover photo of Charles Wuorinen's cat LEPTON by HEUNG-HEUNG CHIN

(c) + (p) 2002

François Aubert: Das Hemd Kaiser Maximilians (1867)


François Aubert: Das Hemd Kaiser Maximilians (1867)
Entscheidung in Querétaro

Als Hoffotograf begleitete François Aubert den glücklosen Kaiser Maximilian von Mexiko. Vor allem seine Aufnahmen aus der Endphase des Imperio befriedigten die Neugier vieler Zeitgenossen und sollen nicht zuletzt Édouard Manet bei der Schaffung seines berühmten Historiengemäldes als Bildquelle gedient haben.

Die Nachricht platzte wie eine Bombe in den sorglos-heiteren Pariser Frühsommer des jahres 1867: Kaiser Maximilian von Mexiko war zusammen mit seinen Generalen Mejía und Miramón in Querétaro hingerichtet worden. Und dies ungeachtet zahlloser Depeschen aus dem Ausland, darunter Gnadengesuche etwa von Garibaldi und Victor Hugo. Nun gehörten Exekutionen durchaus zum Rechtsverständnis des 19. Jahrhunderts, und der gewaltsame Tod eines Monarchen seit der Französischen Revolution zu den immerhin denkbaren Möglichkeiten im historischen Prozess. Was die europäischen Großmächte, allen voran die Österreicher und Franzosen, in ihrem Selbstverständnis erschütterte, war der Umstand, dass hier ein »Emporkömmling« indianischer Abstammung, Benito Juárez García, der Alten Welt die Stirn geboten und zumindest die französischen Hegemonialbestrebungen in Mittelamerika definitiv zum Scheitern gebracht hatte. Napoleon III., heißt es, sei spontan in Tränen ausgebrochen, als ihn am 30. Juni die Kunde erreichte. Er war es schließlich, der Maximilian nach Mexiko gebracht, ihn dort aber schon bald - militärisch wie politisch - im Stich gelassen hatte. Demonstrativ verließ Fürst Metternich eine Feier im Rahmen der Pariser Weltausstellung. Der Graf von Flandern war erst gar nicht erschienen. Mit gemischten Gefühlen dürfte Kaiser Franz Joseph die Botschaft aufgenommen haben. Er hatte den politischen Instinkten seines jüngeren Bruders von jeher misstraut, ihn dadurch aber wohl auch erst empfänglich gemacht für ein in vielerlei Hinsicht abenteuerliches Unternehmen.

Maximilians glücklose mexikanische Mission lässt sich auf der Ebene diplomatischer Planspiele um Macht und Einfluss in der Politik verstehen, aber auch als sehr persönliches Debakel eines schwärmerischen Menschen, der zwischen den Interessen ungleich gewitzterer Taktierer regelrecht aufgerieben worden war. Und weil individuelle Schicksale sehr viel stärker die Gedanken und Gefühle der Zeitgenossen bewegen als abstrakte politische Konstellationen, konnte aus Maximilian eine der großen tragischen Figuren des 19. Jahrhunderts werden, deren Ende, zumindest die Europäer, nachhaltig beschäftigte. Nicht zufällig hat Édouard Manet gleich nach Bekanntwerden der Vollstreckung des Todesurteils mit der Ausführung eines großformatigen Gemäldes begonnen, das heute als eines seiner bedeutendsten Werke und zugleich als Apotheose der Historienmalerei angesehen wird.

François Aubert: Maximilians einbalsamierter Leichnam im
 Sarg, Albuminabzug, 1867. Der in Querétaro ansässige Arzt
 Dr. Vicente Licea hatte die Prozedur übernommen, bei der
 dem Toten blaue Glasaugen eingesetzt wurden.
Dass sich der Maler und führende Impressionist bei seiner Arbeit im Wesentlichen von Fotografien inspirieren ließ, ist heute unumstritten, wenngleich festgehalten werden muss, dass es Manet vorrangig nicht um die präzise Wiedergabe eines historischen Ereignisses ging. Wenn wir gleichwohl, was schon der Titel Die Erschießung Kaiser Maximilians nahe legt, das Bild als Dokument lesen und verstehen, dann wohl vor allem deshalb, weil uns die Fotografie den entscheidenden Augenblick verweigert hat. François Aubert hatte keine Genehmigung erhalten, die Exekution fotografisch zu dokumentieren. Des ungeachtet war er am frühen Morgen des 19. Juni 1867 auf den Cerro de las Campanas, den so genannten Glockenhügel vor den Toren der Kleinstadt Querétaro, geeilt, um - gelernter Maler, der er war - die Szene wenigstens mit dem Zeichenstift festzuhalten. Seine kleinformatige Bleistiftskizze, heute im Besitz des Musée Royal de l'Armée in Brüssel, ist das authentischste visuelle Zeugnis vom Augenblick der Hinrichtung.

François Aubert, 1829 in Lyon geboren, Absolvent der dortigen Kunstakademie, Schüler von Hippolyte Flandrin und nachweislich ab 1864 in Mittelamerika als Fotograf tätig, war gleichsam Hoffotograf Kaiser Maximilians, wenngleich er kaum die ansonsten in Europa üblichen Gepflogenheiten bei der Ernennung eines Hoffotografen durchlaufen haben dürfte. Immerhin begann Aubert schon bald nach der Ankunft des designierten Monarchen, Maximilian, dessen Hofstaat und die Generalität zu porträtieren. Vorstellen können wir uns François Aubert als kräftige Gestalt mit breitem Gesicht, vollem Haar und Bart, mehr Reisefotograf und Abenteurer denn soignierter Höfling, dazu ein gewitzter »Reporter« und instinktsicherer Geschäftsmann, der vor dem Hintergrund eines wachsenden Bildinteresses die Möglichkeiten des Mediums Fotografie kommerziell zu nutzen wusste.

Wenn er schon die eigentliche Exekution nicht fotografieren durfte, so versäumte Aubert zumindest nicht, den »Tatort« zu dokumentieren. Holzkreuze sowie ein schmiedeeisernes M mit Krone markieren den Schauplatz der Hinrichtung. Ebenfalls auf diesem Foto deutlich zu erkennen sind Teile jener für die Exekution eilig aus Lehmziegeln errichteten Mauer, wie sie auch Manet in zwei der insgesamt vier Fassungen seines Bildes wiedergegeben hat. Im Übrigen porträtierte Aubert das Exekutionskommando. Er fotografierte den einbalsamierten, neu eingekleideten Leichnam Maximilians im Sarg und scheute sich auch nicht, dessen zerschossene und blutbefleckte Kleidungsstücke für ein interessiertes Publikum festzuhalten. Der schwarze Gehrock, die Weste, das blutbefleckte Hemd wurden einzeln vor möglichst neutralem Hintergrund aufgenommen, die Bilder später von der Firma A. Pereire international vertrieben, nachdem letztere, wie vermutet werden darf, dem Fotografen Platten und Bildrechte abgekauft hatte.

François Aubert: Der Exekutionsort bei Querétaro / Mexiko,
Albuminabzug; 1867. An dieser Stelle waren Maximilian und seine
Generäle hingerichtet worden.
Ein Komposition für eine Reliquie

In der Tradition christlicher Reliquienverehrung hat Aubert das Hemd Kaiser Maximilians in den Mittelpunkt gerückt und zum bildbestimmenden Element seiner Komposition gemacht. Der dunkle Türstock im Hintergrund, die Scheibe und der Vorhang dahinter vermögen schwerlich die Aufmerksamkeit des Betrachters vom zentralen Gegenstand abzulenken. Mit zwei Nägeln hat der Fotograf das Kleidungsstück so an die Tür geheftet, dass sich das plissierte Vorderteil gut sichtbar darbietet, während die Ärmel schon weniger Sorgfalt bei der Präsentation erfahren haben und sichtlich nachlässig drapiert sind. Gut zu erkennen sind sechs kreisrunde Einschüsse in Brusthöhe. Sämtliche Kugeln, so Maximilians Leibarzt Dr. Basch, hätten den Körper durchschlagen und dabei Herz, Lunge und die großen Gefäße verletzt. »Der Natur dieser drei Wunden nach konnte der Todeskampf des Kaisers nur der allerkürzeste sein.« Auberts Aufnahmen bestätigen die Aussagen des Arztes und verweisen Behauptungen, Maximilian habe erst durch einen Gnadenschuss sein Ende gefunden, ins Reich der Legende, wenngleich betont werden muss, dass der Fotograf seine Arbeit kaum als kriminaltechnische gesehen hat. Ihm ging es um kommerziell verwertbare Ikonen, um Bilder, die die visuelle Neugier eines internationalen Publikums befriedigten und es zugleich teilhaben ließen am Schicksal eines früh Gescheiterten.

Ein Kosmopolit mit liberalen Zügen

Ein glänzender Parlierer, ein galanter Unterhalter, ein Kunstsammler und Schöngeist, der sich in Gedichten übte, ein Kosmopolit mit liberalen Zügen, der in vier Sprachen Konversation zu pflegen verstand - so wird der 1832 als zweiter Sohn von Erzherzog Franz Carl und seiner Wittelsbacher Gattin Sophie in Schönbrunn geborene Maximilian beschrieben. Mit großem Engagement widmet er sich dem Aufbau einer modernen österreichischen Flotte nach englischem Vorbild und unter Berücksichtigung neuester Technologien wie Dampfkraft oder Eisenpanzerung. Er gründet ein Marinemuseum und ein hydrographisches Institut und treibt den Bau einer neuen Werft in Pola voran. 22-jährig wird er Konteradmiral und Oberkommandierender der Kriegsmarine. Etwas später Generalgouverneur des Lombardo-Venetischen Königreichs. Dass ihn der nüchtern denkende Bruder angesichts eines 1859 heraufziehenden Krieges mit Frankreich prompt seines Amtes enthebt, offenbart Erzherzog Ferdinand Max allerdings auch die Schwäche seiner Position und lässt ihn empfänglich werden für eine aus heutiger Sicht absurde Offerte aus Paris, wo Napoleon III. bereits seit längerem nach einem Kandidaten für einen zu schaffenden mexikanischen Kaiserthron Ausschau hält.

François Aubert: Das Exekutionspeloton, nach der Hinrichtung
 Kaiser Maximilians, 1867
Hintergrund ist der Versuch, den europäischen Einfluss in Mittel- und Lateinamerika wiederzubeleben und gleichzeitig »der republikanischen und protestantischen Großmacht Nordamerika das Gegengewicht eines katholischen und lateinischen Kaisertums entgegenzusetzen« (Konrad Ratz). Ein von Präsident Benito Juárez García einseitig verfügtes Moratorium für aufgelaufene mexikanische Staatsschulden bietet Frankreich, Spanien und England den willkommenen Vorwand, in Mexiko militärisch zu intervenieren und mittelfristig Maximilians Imperio vorzubereiten. Letzterer hatte seine Zustimmung abhängig gemacht vom positiven Ausgang eines Plebiszits, das ihm Napoleon und seine Vasallen vor Ort unverzüglich liefern. Damit sieht sich Maximilian als »vom Volk gewählt«. Am 10. April 1864 nimmt er auf Schloss Miramar die Kaiserkrone an. Vier Tage später verlässt sein Lieblingsschiff Novara den Hafen von Triest mit Ziel Vera Cruz.

Maximilians letztlich nur kurze Regentschaft in Mittelamerika spiegelt die inneren Widersprüche eines Monarchen wider, der seltsam schwankte zwischen höfischer Etikette und liberaler Gesinnung, Reformeifer und höchst autoritären Entscheidungen. Indem er es allen - Monarchisten, Republikanern, Liberalen und der katholischen Kirche - recht machen wollte, setzte er sich politisch zwischen sämtliche Stühle. Hinzu kam eine für ihn militärisch zunehmend hoffnungslose Lage. Der Ausgang des nordamerikanischen Sezessionskrieges hatte dem keineswegs geschlagenen Benito Juárez García in Gestalt der USA einen unerwarteten Bundesgenossen beschert. Umgekehrt verlor Napoleon, innenpolitisch unter Druck geraten, sein Interesse am mexikanischen Abenteuer und zog seine Truppen aus Mexiko zurück. 20000 zum Teil zwangsrekrutierten kaiserlichen standen mittlerweile über 50000 republikanische Soldaten gegenüber. Ein von Maximilian unterbreitetes Verhandlungsangebot blieb unbeantwortet. Folglich lief alles auf eine baldige militärische Entscheidung hinaus.

Es ist der 14. Mai 1867. Seit Mitte Februar halten sich Maximilian und die ihm verbliebenen Verbände in der kleinen Stadt Querétaro, 200 Kilometer nordwestlich von Mexiko Stadt, verschanzt. Die vor allem von dem Indio-General Tomás Mejía vertretene Strategie war gewesen, fernab der Hauptstadt und unter Zusammenziehung aller Kräfte die endgültige Niederlage der Republikaner herbeizuführen. Tatsächlich aber hatte man sich in eine Falle manövriert, aus der ein für den Morgen des 15. Mai geplanter Ausbruch Befreiung bringen sollte. Dass Oberst Miguel Lopez aus verletzter Ehre heraus den Plan verriet und Juárez' Truppen noch in der Nacht in die Stadt schleuste, ist mittlerweile unumstritten. Binnen weniger Stunden waren Straßen und Gassen Querétaros in republikanischer Hand und Maximilian und seine Offiziere gefangen gesetzt.

Édouard Manet: Die Erschießung Kaiser Maximilians, 1868,
 Öl auf Leinwand, Mannheim, Städtische Kunsthalle
Es folgte ein mehrtägiger Prozess, in dessen Verlauf der Kaiser auf der Grundlage eines 1862 von Juárez erlassenen »Gesetzes zur Bestrafung von Verbrechen gegen den Staat« zum Tode verurteilt wurde. Am Morgen des 19• Juni 1867 standen Maximilian und seine Generäle Miguel Miramón und Tomás Mejía einem achtköpfigen Exekutionspeloton, kommandiert von dem 19-jährigen Hauptmann Simón Montemayor, gegenüber. »Ich verzeihe allen und bitte alle, mir zu verzeihen; möge das von uns vergossene Blut dem Lande zum Wohl gereichen. Es lebe Mexiko, es lebe die Unabhängigkeit!« sollen seine letzten Worte gewesen sein.

In Details widersprechen sich die Berichte der wenigen kaisertreuen Augenzeugen der Exekution. Festzustehen scheint: Maximilian ging aufrechten Ganges und mit staunenswerter Gelassenheit seinem Ende entgegen. So widersprüchlich, wankelmütig, naiv und unentschlossen er in seinem kurzen Leben häufig gewesen war, so tapfer und stolz sah er nun dem Tod entgegen. Seinem General Miramón hatte er den Ehrenplatz in der Mitte zugewiesen. Maximilian stand also - entgegen Manets Interpretation - ganz rechts. Der Abstand zum Peloton soll fünf Schritte Distanz betragen haben. Jedem der Soldaten überreichte er eine Unze Gold mit der Bitte, nicht auf den Kopf zu schießen. Es ist 6.40 Uhr Ortszeit. Maximilians letzte Geste wird von der Aussage seines Adjutanten, Fürst Felix zu Salm-Salm, bestätigt, der Kaiser habe sich am Ende mit Jesus Christus verglichen, der ja ebenfalls durch Verrat in die Hände seiner Häscher gefallen war. Mit seiner Aufnahme des blutbefleckten Hemdes hat uns François Aubert hierzu die passende Ikone hinterlassen.

Quelle: Hans-Michael Koetzle: Photo Icons. Die Geschichte hinter den Bildern. (Band I:) 1827-1926. Taschen, Köln, (Jubiläumsausgabe) 2008, ISBN-978-3-8365-0801-8. Zitiert wurden Seite 80-87.


François Aubert

1829 in Lyon geboren. Studium an der École des Beaux Arts, u. a. bei Hippolyte Flandrin.
1851 Teilnahme am Salon. Übersiedlung nach Zentralamerika.
1864 Eröffnung eines Studios in Mexiko Stadt.
1864-69 Porträts französischer, belgischer, österreichischer Armeeangehöriger. Inoffizieller Bildchronist am Hof Kaiser Maximilians.
1867 als Fotograf präsent bei der Gefangennahme und Exekution des Kaisers.
1890 Rückkehr nach Algerien. Dort Aufnahmen der Kriegsflotte.
1906 in Condrieu, Departement Rhône, verstorben


Francisco de Goya: Die Erschießung der Aufständischen, 1814,
Öl auf Leinwand, 266 x 345 cm, Prado, Madrid

Édouard Manet: Die Erschießung Kaiser Maximilians


Die naseweise Kritik - naseweis, weil sie nicht weiter als ihre Nase reicht - hat unsrem Bilde besonders einen Fehler aufgemutzt: daß die Soldaten an dem Kaiser vorbeischießen. Allerdings würden die Kugeln ihre unglücklichen Opfer kaum getroffen haben, weil die Soldaten falsch visieren, wenigstens vom militärtechnischen Standpunkt aus betrachtet. Aber in der Kunst gibt es doch höchstens den richtigen Schein, und ihm opferte Manet ganz bewußt die Richtigkeit, geradeso wie auf dem Bilde »Die Bar des Folies Bergères«, wo er zwei verschiedene Standpunkte einnahm, um die Verkäuferin auch im Spiegel zeigen zu können (wodurch er den Hintergrund des Bildes reicher machte). Die für seine Komposition notwendigen Horizontalen der Gewehrläufe wären abgeschwächt, wenn die Soldaten militärisch korrekt auf den Kaiser visierten, denn die Gewehrläufe hätten sich nur stark in der Verkürzung zeigen können. Oder aber er hätte den Kaiser mit seinen zwei Generalen viel weiter von den Soldaten abrücken müssen, und es wäre ein Loch im Bilde entstanden, das es ganz auseinandergerissen hätte. Die Korrektheit hätte das Bild zerstört.

Der krasse Naturalist, für den Manet immer noch gilt, war der feinste Komponist. Allerdings komponiert er nicht mit den billigen Versatzstücken des Theaters, mit Vorder-, Mittel- und Hintergrund: Er macht kein sogenanntes Historienbild, wo jedes Detail richtig ist, aber das Ganze ein »lebendes Bild« statt eines lebendigen Bildes. Sondern er komponiert mit den Ausdrucksmitteln seiner Kunst, mit dem Raum ebenso wie mit der Linie und Farbe. Was scheinbar zufällig, ist künstlerisches Taktgefühl, ist Geschmack. […]

Malenkönnen genügt noch lange nicht, um ein Kunstwerk zu schaffen. Zum Können muß sich als viel Wichtigeres gesellen: das Vermögen, die Natur künstlerisch aufzufassen. Beides zusammen macht erst aus einem gut gemalten Bilde ein gutes Bild. Und nun sehe man sich die Soldaten an, nicht nur auf die Qualität der Farbe, die sich in dieser Schönheit nur bei Velázquez wiederfindet, sondern darauf hin, wie sie aufgefaßt sind. Man sieht sie nur von hinten, die Köpfe im ganz überschnittenen Profil: Nicht der Mensch soll dargestellt werden, sondern das willenlose Werkzeug der militärischen Disziplin. Die sechs Soldaten bilden eine Masse, in der der einzelne verschwindet. Und um das noch stärker zum Ausdruck zu bringen: abgesondert von der Mannschaft ein Korporal, der die Büchse spannt, und er, im Gegensatz zu dem Trupp Soldaten, ganz von vorn. […]

Auch Goyas Bild »Die Erschießung der Spanier«, das Manet im Prado gesehn hatte, hat zur Entstehung von Manets Bild beigetragen. Aber gerade die Ähnlichkeit im Stoff der Bilder beweist meine Behauptung, daß die Erfindung nur in der Ausführung beruht, denn bei gleichartigem Stoffe sind die Bilder so ungleich wie möglich. Bei Goya alles leidenschaftliche Bewegung in den armen Opfern, in den Erschießenden, in den Zuschauern, während bei Manet keine Spur von Pathos oder theatralischer Gebärde ist. Bis in den Hintergrund kann man den Unterschied in den beiden malerischen Genies verfolgen: Während bei Goya eine ganze Stadt sichtbar wird, ich möchte fast sagen: in bengalischer Beleuchtung, ist bei Manet eine einfache, fast nüchterne Mauer mit einigen Köpfen von Neugierigen, die drübergucken. Goya wirkt mit allen Mitteln der Dekoration, der Beleuchtung; Manet malt einfach und sachgemäß, fast - wenn ich mich so ausdrücken darf -, als wäre er unbeteiligt an dem Vorgange, den er darstellte. Manet empfängt sein Gesetz nur vom Objekt. Nicht vom sogenannten Malerischen; sein Bestreben ist, die Wirklichkeit so restlos wie möglich in malerische Werte umzusetzen. Er will nicht nebenbei noch Dichter oder Musiker sein. Er hat das Genie für das Handwerkszeug seiner Kunst: Er erfindet nicht aus dem Handgelenk, wie's im Atelierjargon heißt - wobei das Handgelenk oft genug mit dem Maler durchgeht -, sondern für das Handgelenk.

Quelle: »Ein Beitrag zur Arbeitsweise Manets«. In: Max Liebermann: Die Phantasie in der Malerei. Schriften und Reden. Der Morgen, Berlin, 1983, Seite 105ff (in Auszügen zitiert). (Ursprünglich veröffentlicht 1910 in der Zeitschrift Kunst und Künstler)

Dem Infoset liegt ein PDF-Faksimilie des originalen Artikels Liebermann aus »Kunst und Künstler«, 1910, Heft 10, Seite 483-488 bei. [Quelle]


CD bestellen bei JPC.de

CD Info and Scans (Tracklist, Covers, Booklet, Music Samples, Pictures) 46 MB
embedupload ---- MEGA ---- Depositfile --- bigfile


Unpack x195.rar and read the file "Download Links.txt" for links to the Flac+Cue+Log Files [72:01] 4 parts 339 MB

Reposted on February 9th, 2017

4. November 2013

Krzysztof Penderecki: Sextett (2000) & Klarinettenquartett (1993)

Im Laufe seiner kompositorischen Karriere hat sich Krzysztof Penderecki, wenngleich nur am Rande, auch der Kammermusik gewidmet. Er spielte ausgezeichnet Geige (eine Sonate für Violine und Klavier aus seiner Studienzeit wurde schließlich vier Jahrzehnte später veröffentlicht) und schrieb vor seinem Ersten Streichquartett (1960) eine Reihe von Stücken für kleine Instrumentalbesetzungen. Danach, mit Ausnahme seines Zweiten Streichquartetts aus dem Jahr 1969, begann er sich fast ausschließlich mit der Oper sowie Chor und Orchesterwerken zu beschäftigen und beschränkte seine Beiträge zur Kammermusik auf kurze, Hommage-ähnliche Stücke für Freunde und Musikerkollegen. Erst 1990 wandte er sich wieder ernsthaft dieser Gattung zu. Abgesehen von dem virtuosen Streichtrio enthält diese Einspielung seine beiden bedeutendsten Kammermusikwerke aus jenem Jahrzehnt sowie einige kürzere Stücke vom Beginn seiner Karriere und aus jüngerer Zeit.

Geschrieben für Klarinette, Horn, Violine, Viola, Violoncello und Klavier, stellt das Sextett (2000) Pendereckis bislang substanziellstes Kammermusikwerk dar. Der erste Satz beginnt über schreitender Klavierbegleitung mit einer Reihe von charakteristischen, in ihrer leichten Ironie an Schostakowitsch erinnernden Motiven in den anderen Instrumenten. Danach gewinnt die Musik rhythmische Energie - zweimal von Violoncello und Horn mit expressiveren Ideen unterbrochen, wobei beim zweiten Mal die schreitende Bewegung des Beginns zurückkehrt. Die Instrumente werden sodann in einen gewaltigen, wirbelnden Sog hineingezogen, der das bisher intensivste Zusammenspiel ankündigt und den Satz zu einem kraftvollen, entschiedenen Schluss führt.

Der zweite Satz beginnt mit klangvoller, elegischer Musik für die Streicher über einer Klavierphrase. Die Klarinette tritt mit einer sich entfaltenden Melodielinie hinzu, wonach die Musik in nachdenkliche Melancholie versinkt, deren Melodik hauptsächlich von Klarinette und Horn vorgetragen wird. Die dramatische Intensität äußert sich in chromatischen, für den Komponisten typischen stufenähnlichen Anstiegen, während einige kurze, zerklüftete Höhepunkte die nachdenkliche Stimmung untergraben. Nach und nach wird der Ausdruck belebter, was den leidenschaftlichen Klagegesang des Violoncellos, der erst von der Viola, dann von der Klarinette übernommen wird, umso inniger erscheinen lässt. Danach breitet sich die Musik in düsterer, geradezu trauerkonduktartiger Intensität aus, um in den letzten Takten einen stets mehr nach innen gerichteten Charakter anzunehmen.

Krzysztof Penderecki
Das Klarinettenquartett, im August 1993 in Lübeck uraufgeführt, ist sowohl konziser als auch ausdrucksmäßig prägnanter. Im vorspielartigen Notturno: Adagio stellt die Klarinette in den Eröffnungstakten das melodische Hauptmaterial vor, wobei Violoncello, Viola und Violine den atmosphärischen Hintergrund liefern. Nach einer Pause hebt das Scherzo: Vivacissimo mit aggressiven wiederholten Mustern in den Streichern an, eine grelle Antwort der Klarinette provozierend. Dieser Prozess wiederholt sich, bevor er direkt in die kurze Serenade: Tempo di valse mit ihrem leicht ironischen Rhythmus überleitet. Nachdem die Bewegung zum Stillstand gekommen ist, beginnt das Finale, überschrieben Abschied: Larghetto - der längste Satz des Werks und ein weiteres Beispiel für die ausgedehnten, das spätere Schaffen Pendereckis kennzeichnenden Elegien. Die Streicher öffnen einen weiten harmonischen Raum, in dem die Klarinette ihre Melodielinie entfaltet. Nur ein einziges Cello-Pizzicato stört die Ruhe des verklingenden Satzes.

Die Drei Miniaturen für Klarinette und Klavier, entstanden während Pendereckis Studienjahren an der Krakauer Universität, lassen kaum ahnen, welch radikalen Weg der Komponist in seiner späteren Musik beschreiten sollte. Das Allegro beginnt mit lebhaftem Klavierspiel, mit dem sich die Klarinette auf einen engagierten Dialog einlässt. Es folgt ein ernsthaftes Andante cantabile, das sich auf eine Pause zubewegt, die wie eine Frage im Raum steht. Ein kraftvolles, resolutes Allegro ma non troppo bildet den Schluss der Dreierfolge.

Geschrieben für Mstislaw Rostropowitsch, dem das Stück auch gewidmet ist, stellt das Divertimento für Solovioloncello (1994) Pendereckis Anerkennung für zwei Jahrzehnte künstlerischer Zusammenarbeit - u.a. der bemerkenswerten Uraufführung des Zweiten Violoncellokonzerts (1982) - mit dem berühmten Cellisten dar. Nach einer würdevollen Sarabande gibt sich die Serenade mit häufigem Pizzicato- und Col legno-Spiel eher kapriziös. Es folgt ein energisches Scherzo, in dem Pendereckis unverwechselbare Chromatik mit lebhafter Virtuosität einhergeht. Ein introspektives, intensives Notturno beschließt dieses facettenreiche Porträt eines großen Künstlers.

Das Prélude für Klarinette solo, 1987 zum 40. Geburtstag des britischen Komponisten Paul Patterson entstanden, ist ein charakteristisches Beispiel für Pendereckis melodische Expressivität. Das Stück führt die B-Klarinette auf eine nachdenkliche, der Tempobezeichnung »Lento sostenuto« treu bleibende musikalische Reise.

Quelle: Richard Whitehouse [Deutsche Fassung: Bernd Delfs], im Booklet

Track 6: Klarinettenquartett (1993), IV. Abschied: Larghetto


TRACKLIST

Krzysztof PENDERECKI (b.1933) 

Sextet for Clarinet, Horn, Violin, Viola, Cello and Piano (2000) 31:39
01 Allegro moderato                            10:09        
02 Larghetto                                   21:30

Clarinet Quartet (1993)                                          15:55
03 Notturno: Adagio                             3:27 
04 Scherzo: Vivacissimo                         2:31 
05 Serenade: Tempo di Valse                     1:29 
06 Abschied: Larghetto                          8:28

Three Miniatures for Clarinet and Piano (1956)                    3:56 
07 Allegro                                      0:56 
08 Andante cantabile                            1:45 
09 Allegro ma non troppo                        1:15 

Divertimento for Solo Cello (1994)                               12:19
10 Sarabande                                    3:05
11 Serenade                                     2:00
12 Scherzo                                      3:28
13 Notturno                                     3:46

14 Prelude for Solo Clarinet (1959)                               3:59 

                                                   Playing Time: 67:48

Michel Lethiec, Clarinet
Régis Pasquier, Violin
Bruno Pasquier, Viola 
Arto Noras, Cello
Markus Maskuniitty, French Horn
Juhani Lagerspetz, Piano 

Recorded at Naantali Parish Hall, Finland, from 19th to 20th June. 2001 
Producer: Pekka Savijoki - Engineer: Matti Heinonen - Executive Producer: Naantali Festival
Cover Painting: Male nózki (Little Legs) (Pastel, 1997) by Stasys Eidrigevicius (b.1949)
(P) + (C) 2003 


Philip Arthur Larkin (1922-1985)


»Er war einer der berühmtesten Dichter Englands. Eine Handvoll schmaler Gedichtbände, 200 Seiten Gedichte in den Collected Poems (die frühen unveröffentlichten Gedichte nicht mitgezählt), und dennoch der große Ruhm. Den Posten des poet laureate hat er nach Betjemans Tod abgelehnt, den Companion of Honour Orden hat er angenommen. Er liebte Jazz und hat jahrelang Jazzkritiken für den Daily Telegraph geschrieben. Zur Feier des 25. Todestages hat es 2010 einen Viererpack CDs seiner Lieblingsjazzstücke gegeben (Larkin's Jazz, beim englischen Amazon erhältlich). Und in Hull, wo er die Universitätsbibliothek geleitet hat, fahren Busse herum, auf denen Gedichte von ihm stehen (es gibt auch einen Bus, der Philip Larkin heißt).«

»Larkins Lyrik ist keine Lyrik der großen Worte, sie vermeidet jede Sentimentalität, seine Sprache ist schlicht, der Ton unterkühlt. Kritiker haben ihm ein lack of emotional involvement vorgeworfen. Wohl zu Unrecht, allein das kleine Gedicht über den Rasenmäher und den Tod des Igels spricht dagegen.«

»Für einen modernen Dichter ist Larkin erstaunlich traditionell. Er ist noch mehr als das. Wenn man seine Briefe liest (lassen Sie es lieber!), lernt man einen misogynen rechtsradikalen Fremdenhasser kennen.
Glücklicherweise hält er das meiste davon aus seinen Gedichten heraus. Ich hatte einmal vor Jahrzehnten einen kurzen Briefwechsel mit Larkin, […] da war er sehr charmant und sehr witzig. Ich mag seine Gedichte. Wenn ich sie lese, denke ich nicht an das, was ich aus seinen Briefen und aus der hervorragenden Biographie von Sir Andrew Motion über ihn weiß. ça ira.«

Quelle: Jay, in seinen Silvae, am 2.Dezember 2010

Die Collected Poems, herausgegeben von Anthony Thwaite sind 1988 bei Faber und Faber erschienen (und wurden im gleichen Jahr viermal nachgedruckt). Auch von Anthony Thwaite herausgegeben (und auch bei Faber) sind die 791-seitigen Selected Letters (1992). Ein Jahr später erschien Andrew Motions Biographie Philip Larkin: A Writer's Life.

Auf deutsch gibt es von Philip Larkin nur eine einzige (und viel zu schmale) Auswahlausgabe:

Philip Larkin: Gedichte. Ausgewählt und übertragen von Waltraud Anna Mitgutsch. Stuttgart, Klett-Cotta, 1988, ISBN 3-608-95450-3

Ich veröffentliche aus den Sammlungen The North Ship (1966), The Whitsun Weddings (1964) und
High Windows (1974) jeweils vier Gedichte (in dieser Reihenfolge).


This was your placeHier wurdest du geboren
This was your place of birth, this daytime palace,
This miracle of glass, whose every hall
The light as music fills, and on your face
Shines petal-soft; sunbeams are prodigal
To show you pausing at a picture's edge
To puzzle out the name, or with a hand
Resting a second on a random page-

The clouds cast moving shadows on the land.

Are you prepared for what the night will bring?
The stranger who will never show his face,
But asks admittance; will you greet your doom
As final; set him loaves and wine; knowing
The game is finished when he plays his ace,
And overturn the table and go into the next room?
Hier wurdest du geboren, in dem Palast voll Tageslicht,
in diesem Wunderwerk aus Glas, wo wie Musik das Licht
durch jeden Saal strömt und auf dein Antlitz fällt
so weich wie Blütenblätter; verschwenderische Sonnenstrahlen
zeigen, wie du am Rande eines Bilds verharrst
den Namen zu enträtseln, oder deine Hand
sekundenlang auf einer Seite ruht -

Die Wolken werfen ruhelose Schatten auf das Land.

Bist du bereit für alles, was die Nacht dir bringen mag?
Den Unbekannten, der nie sein Angesicht enthüllt
und dennoch Eintritt fordert; wirst du dein End' empfangen
als unentrinnbar, ihn mit Brot und Wein bewirten, wissend,
daß das Spiel zuende ist, wenn er das Trumpf-As zückt,
den Tisch umstoßen und in das nächste Zimmer gehen?

I put my mouthIch legte meine Lippen
I put my mouth
Close to running water:
Flow north, flow south,
It will not matter,
It is not love you will find.

I told the wind:
It took away my words:
It is not love you will find,
Only the bright-tongued birds,
Only a moon with no home.

It is not love you will find:
You have no limbs
Crying for stillness, you have no mind
Trembling with seraphim,
You have no death to come.
Ich legte meine Lippen
an das strömende Wasser:
fließ nordwärts, fließ südwärts,
es wird dir nicht nützen,
denn Liebe findest du nicht.

Ich sagte es auch dem Wind:
der nahm mir das Wort aus dem Mund:
Nein, Liebe wirst du nicht finden,
nur die Vögel mit hellen Schnäbeln,
nur den unbehausten Mond.

Liebe wirst du nicht finden:
Du hast keine Glieder,
die sich nach Ruhe sehnen, du hast kein Herz,
das Engel erschüttern,
du hast keinen Tod vor dir.

NURSERY TALEKINDERGESCHICHTE
All I remember is
The horseman, the moonlit hedges,
The hoofbeats shut suddenly in the yard,
The hand finding the door unbarred:
And I recall the room where he was brought,
Hung black and candlelit; a sort
Of meal laid out in mockery; for though
His place was set, there was no more
Than one unpolished pewter dish, that bore
The battered carcase of a carrion crow.

So every journey that I make
Leads me, as in the story he was led,
To some new ambush, to some fresh mistake:
So every journey I begin foretells
A weariness of daybreak, spread
With carrion kisses, carrion farewells.
lch erinnere mich nur
an den Reiter, die mondbeschienenen Hecken,
den Hufschlag, der plötzlich im Hof verstummte,
die Hand, die die Tür offen fand.
Und ich seh noch den Raum, wohin sie ihn führten,
schwarzverhangen im Kerzenlicht; der Tisch
war nur zum Schein gedeckt, zum Hohn;
denn statt des Mahles stand da nichts
als ein Geschirr aus trübem Zinn mit dem zerschlagenen
Kadaver einer toten Krähe drin.

So führt mich jeder Weg, den ich beginne,
wie man jenen in der Geschichte führte,
in einen neuen Hinterhalt, zu einem neuen Irrtum:
Und jede Reise, die ich unternehme, prophezeit mir
die Müdigkeit des Tagesanbruchs, zugedeckt
mit toten Küssen, toten Abschiedsgrüßen.

Love, we must part nowLiebste, wir müssen scheiden
Love, we must part now; do not let it be
Calamitous and bitter. In the past
There has been too much moonlight and self-pity:
Let us have done with it: for now at last
Never has sun more boldly paced the sky,
Never were hearts more eager to be free,
To kick down worlds, lash forests; you and I
No longer hold them; we are husks, that see
The grain going forward to a different use.

There is regret. Always, there is regret.
But it is better that our lives unloose,
As two tall ships, wind-mastered, wet with light,
Break from an estuary with their courses set,
And waving part, and waving drop from sight.
Liebste, wir müssen scheiden: laß uns nicht
tragisch oder bitter sein. Denn hinter uns
liegt zuviel Mondlicht, zuviel Selbstmitleid:
Genug davon: Denn endlich füllt das Sonnenlicht
so klar und heiter wie noch nie den Himmel,
und nie zuvor sind Herzen ungeduldiger gewesen nach Freiheit,
die Welt zu ändern, Wälder kahl zu schlagen; du und ich,
wir können sie nicht halten; wir sind die Spreu, die zusieht,
wie das Saatgut neuem Zweck entgegenwächst.

Es bleibt Bedauern. Immer bleibt Bedauern.
Doch ist es besser, sich zu lösen wie
zwei schlanke Schiffe, die, vom Wind getrieben, feucht vom Licht
aus einer Bucht mit festen Kursen segeln
und winkend scheiden, winkend sich verlieren.


MR BLEANEYHERR BLEANEY
This was Mr Bleaney's room. He stayed
The whole time he was at the Bodies, till
They moved hirn.' Flowered curtains, thin and frayed,
Fall to within five inches of the sill,

Whose window shows a strip of building land,
Tussocky, littered. 'Mr Bleaney took
My bit of garden properly in hand.'
Bed, upright chair, sixty-watt bulb, no hook

Behind the door, no room for books or bags-
'I'll take it.' So it happens that I lie
Where Mr Bleaney lay, and stub my fags
On the same saucer-souvenir, and try

Stuffing my ears with cotton-wool, to drown
The jabbering set he egged her on to buy.
I know his habits-what time he came down,
His preference for sauce to gravy, why

He kept on plugging at the four aways-
Likewise their yearly frame: the Frinton folk
Who put him up for summer holidays,
And Christmas at his sister's house in Stoke.

But if he stood and watched the frigid wind
Tousling the clouds, lay on the fusty bed
Telling himself that this was home, and grinned,
And shivered, without shaking off the dread

That how we live measures our own nature.
And at his age having no more to show
Than one hired box should make him pretty sure
He warranted no better, I don't know.
Das war Herrn Bleaneys Zimmer. Er wohnte hier,
solange er beim Schiffsbau war, bis
er dann gehen mußte. Geblümte Gardinen, dünn und abgerissen,
lassen eine Handbreit Fenster frei,

das Fenster geht auf eine unbebaute Halde,
grasbüschelüberwachsen, müllbedeckt. »Herr Bleaney
hat gewissenhaft mein kleines Gartenstück bebaut.«
Ein Bett, ein Stuhl mit hoher Lehne, die Birne 60 Watt, kein Kleiderhaken

an der Tür, kein Platz für Bücher oder Taschen -
»Ich nehme es«. So kam es, daß ich jetzt da liege,
wo Herr Bleaney lag, und meine Zigarettenkippen in den selben
Aschenbecher drücke und versuche,

mit Watte in den Ohren, das Geplapper
des Radios zu ersticken, das er ihr eingeredet hat.
Ich kenne seinen Alltag - wann er hinunterkam,
daß er der Tunke scharfe Saucen vorzog und warum

er immer weiterschuftete im Dock -
Ich weiß auch, was ihn krönte jedes Jahr: die Frintons,
die ihn im Sommerurlaub unterbrachten,
und Weihnachten in Stoke bei seiner Schwester.

Doch wenn er hier stand und zusah, wie der kalte Wind
die Wolken zauste, oder auf dem klammen Bett lag
und sich sagte, daß dies zu Hause sei und grinste
und fröstelte, ohne die Angst zurückzuweisen,

daß unser Leben ist, was wir draus machen,
und wenn er in seinem Alter nicht mehr vorzuweisen hatte
als eine Bude, die ihm nicht gehörte, sollte er wissen,
daß er auch nicht mehr verdiente, oder nicht?

HOME IS SO SADDAS HAUS DER KINDHEIT IST SO TRAURIG
Home is so sad. It stays as it was left,
Shaped to the comfort of the last to go
As if to win them back. Instead, bereft
Of anyone to please, it withers so,
Having no heart to put aside the theft

And turn again to what it started as,
A joyous shot at how things ought to be,
Lang fallen wide. You can see how it was:
Look at the pictures and the cutlery.
The music in the piano stool. That vase.
Das Haus der Kindheit ist so traurig. Es bleibt, wie es verlassen wurde,
Bequemlichkeiten derer angemessen, die als letzte gingen,
wie um nochmal sie zurückzulocken.
Doch weil es niemandem mehr Freude bringen kann, verkümmert es so sehr,
und nimmt sich nicht das Herz, den Diebstahl zu vergessen,

zurückzukehren zu dem Anfang,
dem glückverheißenden Versuch, das Richtige zu beginnen,
das lang schon unerreichbar. Man kann noch sehen, wie es war:
Schau dir die Bilder an und das Besteck.
Die Noten auf dem Stuhl vor dem Klavier und jene Vase dort.

TOADS REVISITEDWIEDERSEHEN MIT DEM ÜBERDRUSS
Walking around in the park
Should feel better than work:
The lake, the sunshine,
The grass to lie on,

Blurred playground noises
Beyond black-stockinged nurses-
Not a bad place to be.
Yet it doesn't suit me,

Being one of the men
You meet of an afternoon:
Palsied old step-takers,
Hare-eyed clerks with the jitters,

Waxed-fleshed out-patients
Still vague from accidents,
And characters in long coats
Deep in the litter-baskets-

All dodging the toad work
By being stupid or weak.
Think of being them!
Hearing the hours chime,

Watching the bread delivered,
The sun by clouds covered,
The children going home;
Think of being them,

Turning over their failures
By some bed of lobelias,
Nowhere to go but indoors,
No friends but empty chairs-

No, give me my in-tray,
Mo loaf-haired secretary,
My shall-I-keep-the-call-in-Sir:
What else can I answer,

When the lights come on at four
At the end of another year?
Give me your arm, old toad;
Help me down Cemetery Road.
Es sollte angenehmer sein
im Park umherzuschlendern,
statt im Büro zu sitzen:
Der See, die Sonne,
das Gras um drauf zu liegen,

gedämpfter Spielplatzlärm,
und davor schwarzbestrumpfte Kindermädchen -
kein schlechter Ort.
Und doch, es paßt mir nicht,

zu denen zu gehören,
die man an Nachmittagen trifft:
Zittrige alte Schrittemacher,
hasenäugige Angestellte mit nervösen Ticks,

wachsgesichtige Genesende,
benommen noch nach ihrem Unfall,
und Gestalten in langen Mänteln,
die in Abfallkörben wühlen -

Sie alle fliehen die widerliche Arbeit
durch Blödheit oder Schwäche.
Sich vorzustellen, so zu leben!
Die Stunden schlagen hören,

zuzusehen, wie man Brot austrägt,
wie sich der Himmel überzieht,
wie Kinder von der Schule kommen;
sich vorzustellen, sie zu sein,

wenn sie ihr Versagen drehn und wenden
vor irgendeiner Stiefmütterchenrabatte,
und nirgends hingehn können als nach Hause,
kein Freund, nur leere Sessel-

Nein, gebt mir meinen Korb mit eingegangener Post,
die Sekretärin mit den semmelblonden Haaren,
das Soll-ich-Sie-verbinden-bitte:
Was sollte ich sonst sagen,

wenn um vier die Lichter angehn
am Ende eines weitren Jahres?
Reich mir den Arm, vertrauter Überdruß;
führ mich entlang der Friedhofsstraße.

AFTERNOONSNACHMITTAGE
Summer is fading:
The leaves fall in ones and twos
From trees bordering
The new recreation ground.
In the hollows of afternoons
Young mothers assemble
At swing and sandpit
Setting free their children.

Behind them, at intervals,
Stand husbands in skilled trades,
An estateful of washing,
And the albums, lettered
Our Wedding, lying
Near the television:
Before them, the wind
Is ruining their courting-places

That are still courting-places
(But the lovers are all in school),
And their children, so intent on
Finding more unripe acorns,
Expect to be taken home.
Their beauty has thickened.
Something is pushing them
To the side of their own lives.
Der Sommer verblüht:
Einzeln oder zu zweit fallen
die Blätter von den Bäumen am Rand
des neuen Parks.
In den Mulden der Nachmittage
versammeln sich junge Mütter
bei Sandkästen und Schaukeln
und lassen ihre Kinder laufen.

Von Zeit zu Zeit erscheinen ihnen
die Ehemänner mit den Mittelstandsberufen,
ein Haus voll ungewaschener Wäsche,
und neben dem Fernsehapparat
die Fotoalben mit der Aufschrift
Unsere Hochzeit:
Vor ihnen zerstört der Wind
die Plätze ihrer ersten Liebe,

die noch immer Plätze erster Liebe sind
(nur sind die Liebenden jetzt in der Schule),
und ihre Kinder, ganz damit beschäftigt,
unreife Ahornsamen zu entdecken,
wollen nun nach Hause gehen.
Ihre Schönheit ist plump geworden.
Etwas schiebt sie
zur Seite in ihrem eigenen Leben.


THE TREESBÄUME
The trees are coming into leaf
Like something almost being said;
The recent buds relax and spread,
Their greenness is a kind of grief.

Is it that they are born again
And we grow oId? No, they die too.
Their yearly trick of looking new
Is written down in rings of grain.

Yet still the unresting castles thresh
In fullgrown thickness every May.
Last year is dead, they seem to say.
begin afresh, afresh, afresh.
Die Bäume setzen wieder Knospen an,
wie etwas fast Gesagtes;
die jungen Triebe dehnen sich und sprießen,
ihr Grün ist eine Art von Traurigkeit.

Liegt's daran, daß sie immer wiederkehren
und wir älter werden? Nein, sie sterben auch.
Ihr Kunststück jedes Jahr ganz neu zu sein
kerbt sich in Ringen in die Rinde ein.

Und doch, die ruhelosen Burgen schlagen
mit voller Dichte aus in jedem Mai,
das letzte Jahr ist tot, so scheinen sie zu sagen,
fang wieder neu an, neu.

FRIDAY NIGHT IN THE ROYAL STATION HOTELFREITAG NACHT IM BAHNHOFSHOTEL
Light spreads darkly downwards from the high
Clusters of lights over empty chairs
That face each other, coloured differently.
Through open doors, the dining-room declares
A larger loneliness of knives and glass
And silence laid like carpet. A porter reads
An unsold evening paper. Hours pass,
And all the salesmen have gone back to Leeds,
Leaving full ashtrays in the Conference Room.

In shoeless corridors, the lights burn. How
Isolated, like a fort, it is -
The headed paper, made for writing home
(If home existed) letters of exile: Now
Night comes on. Waves fold behind villages.
Dunkel breitet sich das Licht
von hohen Lüstern über leere Sessel,
die beieinander stehen in verschiednen Farben.
Durch offne Türen zeigt der Speisesaal
noch größre Einsamkeit der Gläser und Bestecke,
und Schweigen liegt darüber wie ein Teppich. Ein Dienstmann liest
in einer alten unverkauften Abendzeitung. Die Stunden gehn vorbei,
und alle Handlungsreisenden sind schon nach Leeds zurückgefahren
und haben volle Aschenbecher im Sitzungszimmer hinterlassen.

In Korridoren ohne Schuhe brennt das Licht. Wie
abgeschieden es hier ist, wie eine Festung -
Briefpapier, für das Nachhauseschreiben
(wenn es zu Hause gäbe), Briefe aus der Verbannung: Nun
kommt die Nacht. Und hinter Dörfern türmen sich die Wellen.

THE BUILDING DAS GEBÄUDE
Higher than the handsomest hotel
The lucent comb shows up for miles, but see,
All round it close-ribbed streets rise and fall
Like a great sigh out of the last century.
The porters are scruffy; what keep drawing up
At the entrance are not taxis; and in the hall
As well as creepers hangs a frigthening smell.

There are paperbacks, and tea at so much a cup,
Like an airport lounge, but those who tamely sit
On rows of steel chairs turning the ripped mags
Haven't come far. More like a local bus,
These outdoor clothes and half-filled shopping bags
And faces restless and resigned, although
Every few minutes comes a kind of nurse

To fetch someone away: the rest refit
Cups back to saucers, cough, or glance below
Seats for dropped gloves or cards. Humans, caught
On ground curiously neutral, homes and names
Suddenly in abeyance; some are young,
Some old, but most at that vague age that claims
The end of choice, the last of hope; and all

Here to confess that something has gone wrong.
It must be error of a serious sort,
For see how many floors it needs, how tall
lt's grown by now, and how much money goes
In trying to correct it. See the time,
Half-past eleven on a working day,
And these picked out of it; see, as they climb

To their appointed levels, how their eyes
Go to each other, guessing; on the way
Someone's wheeled past, in washed-to-rags ward clothes:
They see him, too. They're quiet. To realise
This new thing held in common makes them quiet,
For past these doors are rooms, and rooms past those,
And more rooms yet, each one further off

And harder to return from; and who knows
Which he will see, and when? For the moment, wait,
Look down at the yard. Outside seems old enough:
Red brick, sagged pipes, and someone walking by it
Out to the car park, free. Then, past the gate,
Traffic; a locked church; short terraced streets
Where kids chalk games, and girls with hair-dos fetch

Their separates from the cleaners - O world,
Your loves, your chances, are beyond the stretch
Of any hand from here! And so, unreal,
A touching dream to which we all are lulled
But wake from separately. In it, conceits
And self-protecting ignorance congeal
To carry life, collapsing only when

Called to these corridors (for now once more
The nurse beckons -). Each gets up and goes
At last. Some will be out by lunch, or four;
Others, not knowing it, have come to join
The unseen congregations whose white rows
Lie set apart above - women, men;
Old, young; crude facets of the only coin

This place accepts. All know they are going to die.
Not yet, perhaps not here, but in the end,
And somewhere like this. That is what it means,
This clean-sliced cliff; a struggle to transcend
The thought of dying, for unless its powers
Outbuild cathedrals nothing contravenes
The coming dark, though crowds each evening try

With wasteful, weak, propitiatory flowers.
Größer als das imposanteste Hotel,
die leuchtende Fassade sichtbar meilenweit, und doch
erhebt sich rundum das Gewühl von engen Straßen und fällt ab
gleich einem großen Seufzer des vergangenen Jahrhunderts.
Die Portiers sind ungewaschen; was vor dem Eingang auffährt
sind keine Taxis; und im Foyer
hängt zwischen Kletterpflanzen der Geruch von Angst.

Es gibt dort Taschenbücher und Tee zum Preis pro Glas,
wie in der Abflughalle, doch die beklommen auf Reihen
von Stahlrohrsesseln sitzen und in zerrissnen Magazinen blättern,
kommen nicht von weit. Eher wie im Autobus,
in Straßenkleidern, mit halbgefüllten Einkaufstaschen,
und die Gesichter ruhelos und resigniert, obwohl
in kurzen Intervallen eine Art Krankenschwester kommt

und einen holt: Die andern stellen die Tassen
zurück auf ihre Untersätze, husten, oder schauen
rasch unter Stühle nach Karten oder Handschuhen, die sie fallen ließen.
Lauter Menschen,
an einem Ort gefangen, eigenartig und neutral, die Namen
und ihr Zuhause plötzlich außer Kraft gesetzt; einige sind jung
und andere alt, die meisten aber sind in jenem unbestimmten Alter,
das der Möglichkeiten Ende bringt und den Verlust der Hoffnung; und alle

sind sie hier um zu berichten, daß etwas schiefgegangen ist.
Es muß ein ernsthaftes Versagen sein,
denn seht, wieviele Stockwerke es braucht, wie groß
es schon geworden ist, und wieviel Geld benötigt wird,
es wieder gutzumachen. Bedenk die Zeit,
halb zwölf an einem Wochentag,
und diese hier herausgenommen; wie sie

zu ihren zugewiesenen Etagen steigen, wie ihre Augen
sich begegnen; auf ihrem Weg wird jemand
vorbeigefahren in zerschlissnen Anstaltskleidern:
Sie sehen ihn und schweigen. Und man erkennt,
es ist dies Neue, das sie teilen und vor dem sie stumm sind,
denn hinter diesen Türen da sind Zimmer, und auch dahinter wieder,
und noch mehr Zimmer, und jedes ein Stück weiter weg,

aus jedem ist es schwerer noch zurückzukommen; und wer weiß denn,
in welches er gelangt und wann? Noch heißt es warten,
und in den Hof hinuntersehen. Das Draußen scheint alt und bekannt:
Die rote Ziegelmauer und verschalte Rohre, jemand geht vorbei,
hinaus zum Parkplatz, frei. Jenseits der Tore dann
Verkehr; eine versperrte Kirche; enge Straßen, auf deren Gehsteig
Kinder tempelhüpfen, und wo Mädchen mit frischgelegten Haaren

ihre Kostüme von der Reinigung nach Hause tragen - O Welt,
deine Liebe, deine Möglichkeiten sind für die Hände
hier ganz unerreichbar. Unwirklich deshalb werden sie,
ein schöner Traum, in dem man alle wiegt,
aus dem ein jeder allein jedoch erwacht. In ihm verschmelzen
Stolz und Ahnungslosigkeit aus Selbstschutz
und tragen unser Leben, brechen erst zusammen

in diesen Korridoren (denn wieder winkt
die Krankenschwester jemandem -). Einmal steht jeder auf
und geht. Einige sind zum Mittagessen draußen oder auch um vier;
andere, die es noch nicht wissen, sind gekommen,
sich einer unsichtbaren Gemeinde anzuschließen, die in weißen Reihen,
hier Frauen, drüben Männer liegt;
Alte und Junge; krude Seiten der einzigen Münze,

die hier oben gilt. Sie wissen alle, daß sie sterben.
Vielleicht nicht hier, nicht jetzt, doch irgendwann
an einem Ort wie diesem. Denn das bedeutet sie,
die klar umrissne Klippe des Gebäudes: den Kampf,
zu übersteigen die Idee des Todes, wenn ihre Macht
nicht Kathedralen übersteigt, tritt nichts
der nahen Dunkelheit entgegen, obwohl es viele jeden Tag versuchen,

mit schwachen und verschwenderischen Opfergaben.

MONEYDAS GELD
Quarterly, is it, money reproaches me:
'Why do you let me lie here wastefully?
I am all you never had of goods and sex.
You could get them still by writing a few cheques.'

So I look at others, what they do with theirs:
They certainly don't keep it upstairs.
By now they've a second house and car and wife:
Clearly money has something to do with life

- In fact, they've a lot in common, if you enquire:
You can't put off being young until you retire,
And however you bank your screw, the money you save
Won't in the end buy you more than a shave.

I listen to money singing. It's like looking down
From long french windows at a provincial town,
The slums, the canal, the churches ornate and mad
In the evening sun. It is intensely sad.
Vierteljährlich nämlich tadelt mich mein Geld:
»Warum läßt du mich unverschwendet liegen?
Ich bin all das, was du nie hattest an Besitz und Sex.
Noch könntest du es haben, mit nur ein paar signierten Schecks.«

Ich schau mir andere an, was sie denn mit dem ihren machen:
In ihren Hinterzimmern horten sie es sicher nicht.
Sie haben schon ein zweites Haus, ein Auto, eine Ehefrau:
Denn ganz gewiß hat Geld mit Leben doch etwas zu tun.

- Tatsächlich haben beide, wenn ihr es wissen wollt, sehr viel gemeinsam:
man kann die Jugend nicht verschieben bis zur Rente,
und gleich, wie man es investiert, das Geld, das man gespart,
reicht schließlich grade noch für den Friseur.

Ich höre mir den Lockgesang des Geldes an. Es ist, als blickte man
aus einer hohen Tür auf eine Stadt in der Provinz,
die Elendsviertel, der Kanal, die Kirchen prunkvoll und verrückt
im Abendlicht. Es ist so schrecklich traurig.

CD bestellen bei JPC.de

CD Info and Scans (Tracklist, Covers, Booklet, Music Samples, Pictures) 32 MB
embedupload ---- MEGA ---- Depositfile --- bigfileUnpack x194.rar and read the file "Download Links.txt" for links to the Flac+Cue+Log Files [67:48] 3 parts 240 MB

Reposted on August 25th, 2017

Top 20 blogs of Classical Music News

50 Other Classical Music News

Klassische Musik - Nachrichten

Noticias de música clásica

Musique classique nouvelles

Notizie di musica classica

Blog-Labels

13ettina (1) A New York City Freelance Orchestra (1) A New York City Freelance Quartet (1) Abbado Claudio (2) Abel Carl Friedrich (1) Academy of St Martin in the Fields (1) Academy of St Martin in the Fields' Chamber Ensemble (1) Achron Isidor (2) Adkins Darret (1) Admonter Riesenbibel (1) Adorno Theodor W (3) Afrikanische Kunst (1) Ägyptische Kunst (1) Akkordeon (1) Alberni Quartet (1) Albert Schweitzer Quintett (1) Albus Anita (2) Alessandrini Rinaldo (1) Alewyn Richard (1) Alma Mahler Sinfonietta (1) Alt Jakob (2) Alt Rudolf von (1) Altdorfer Albrecht (2) Alte Musik (77) Altenberg Trio Wien (1) Altmeyer Theo (1) Aly Götz (1) Amadeus Quartet (3) Amati String Trio (1) Ambrosian Chorus (1) Ameling Elly (2) Amps Kym (2) Anagrammatik (1) Anders Hendrik (1) Andersen Stig (1) Angeles Victoria de las (1) Ank Matthias (1) Anthem (1) Antiphon (1) Antoni Carmen-Maja (1) Antunes Jorge (1) Aperto Piano Quartet (1) Aradia Ensemble (1) ARC Ensemble (Artists of The Royal Conservatory) (1) Archäologie (2) Arditti String Quartet (6) Arenski Anton Stepanowitsch (1) Argerich Martha (1) Arie (1) Ariès Philippe (2) Ariosto Ludovico (1) Arnold Schoenberg Chor (1) Aron Raymond (1) Aronowitz Cecil (1) Arrau Claudio (2) Ars Antiqua Austria (2) Asch David van (2) Ashkenazy Vladimir (3) Ashkenazy Vovka (1) Assenbaum Aloysia (1) Ast Balthasar van der (1) Aubert François (1) Aubigné Agrippa d' (1) Auer Quartet (1) Auerbach Erich (3) Aurora String Quartet (1) Auryn Quartett (2) Austbø Håkon (1) Austen Jane (1) Avery James (1) Babbage Charles (1) Bach C.P.E. (2) Bach J.S. (25) Bachmann Ingeborg (1) Bagatelle (2) Bailly David (1) Baldassari Maria Luisa (1) Baldwin Dalton (1) Ball Andrew (1) Ballade (1) Ballet de cour (1) Balthus (1) Bamberger Streichquartett (1) Banchini Chiara (4) Barca Calderón de la (1) Barenboim Daniel (5) Barnes Julian (1) Barolsky Paul (1) Baroncini Simone (1) Bartholomée Pierre (1) Bartok Bela (3) Bartoli Pietro Sante (1) Batoni Pompeo (1) Batz Eugen (1) Baudelaire Charles (3) Baumann Eric (1) Bauni Axel (1) Bay Emanuel (1) Bayeux Teppich von (1) Beauséjour Luc (1) Beaux Arts Trio (3) Beda Venerabilis (1) Beer Johannes (1) Beethoven Academie (1) Beethoven Ludwig van (20) Beethoven Trio Ravensburg (2) Beglau Bibiana (1) Belli Massimo (1) Bellini Giovanni (2) Bellman Carl Michael (1) Bellotto Bernardo (2) Ben Omar Maurizio (1) Benda Franz (1) Benjamin Walter (2) Bennett Charles (1) Bennett William (1) Berberian Cathy (1) Berg Alban (3) Berganza Teresa (1) Berger John (1) Bergeron Sylvain (1) Berio Luciano (2) Berkeley Lennox (1) Berkeley Michael (1) Berkes Kálmán (1) Berliner Oktett (1) Berliner Philharmoniker (2) Berliner Philharmonisches Oktett (1) Berliner Symphoniker (1) Berner Streichquartett (2) Bernhardt Sarah (1) Bernstein Walter Heinz (1) Bertali Antonio (2) Berwald Franz (3) Best Martin (1) Besucherflagge (1) Bethge Hans (1) Bettelheim Dolf (1) Beyer Achim (1) Biber Heinrich Ignaz Franz (4) BibliOdyssey (5) Bibliophilie (5) Bierce Ambrose (1) Binkley Thomas (1) Biografie (1) Bioy-Casares Adolfo (1) Blacher Boris (3) Blacher Kolja (2) Blair String Quartet (1) Blake William (2) Bläser (3) Bläserquintett (7) Blasmusik (1) Blau Christopher (1) Bleckmann Theo (1) Bloch Ernst (1) Blochwitz Hans Peter (1) Blom Philipp (1) Blumenberg Hans (1) Blumenthal Daniel (1) Blutmond (1) Boccherini Luigi (4) Boccioni Umberto (1) Böcklin Arnold (3) Bode Wilhelm von (1) Boeckl Herbert (1) Boehlich Walter (1) Böhm Karl (1) Böll Heinrich (1) Bonifaz VIII (1) Bonnard Pierre (1) Bonnet Jacques (1) Bonucci Rodolfo (1) Borchert Wilhelm (1) Bordoni Paolo (1) Borg Kim (1) Borges Jorge Luis (1) Borodin Alexander (1) Borodin Quartet (2) Borst Arno (2) Bortolotti Werner Amadeus (1) Bosch Hieronymus (1) Boskovsky Willi (1) Boston Symphony Orchestra (1) Bottesini Giovanni (1) Botticelli Sandro (1) Bouguereau William (1) Boulanger Lili (1) Boulez Pierre (3) Bouscarrut Katia (1) Bouts Dieric the Elder (2) Bovary Emma (1) Brahms Johannes (15) Brain Dennis (1) Brandis-Quartett (1) Brant Sebastian (1) Brassai (1) Braunfels Walter (2) Brecht Bertolt (4) Breitwieser Wolfgang (1) Brendel Alfred (1) Breton André (1) Britten Benjamin (3) Brizzi Aldo (1) Brown Donna (1) Brown Ford Madox (1) Brown Stephanie (1) Bruch Max (2) Bruckner Anton (1) Bruckner Pascal (1) Bruegel Pieter (der Ältere) (3) Brunel Isambard Kingdom (1) Brunelleschi Filippo (1) Brunnert Christian (1) Bruno Giordano (1) Bruns Martin (1) Bruns Peter (2) Brusatin Manlio (2) Bücherwurm (1) Buchmalerei (3) Budapester Streichquartett (1) Bunia Remigius (1) Bunuel Luis (1) Burashko Andrew (1) Burger Rudolf (1) Burgos Rafael Frühbeck de (1) Burkhardt Jacob (1) Burne-Jones Edward (2) Burns Thomas (1) Burnside Iain (1) Busch Adolf (2) Busch Wilhelm (2) Busch-Quartett (2) Busoni Ferruccio (3) Bussotti Sylvano (1) Byrd William (1) Byron George Gordon (1) Caccini Francesca (1) Caccini Giulio (1) Cage John (4) Calame Alexandre (1) Campagnola Giulio (1) Campin Robert (3) Campra André (2) Camus Albert (1) Canzone (1) Canzonetta (1) Capa Robert (1) Capella Fidicinia (1) Capella Lipsiensis (3) Capella Sansevero (1) Capriccio (2) Cara Marchetto (1) Caravaggio (4) Carmina Burana (2) Caron Firminus (1) Carroll Thomas (1) Cartari Vincenzo (1) Carter Elliott (1) Cartier-Bresson Henri (1) Casals Pablo (2) Casarramona Michel (1) Castaldi Bellerofonte (1) Caussé Gérard (1) Cavalcanti Guido (2) Cavallini Pietro (1) Cavina Claudio (2) Celan Paul (2) Cellokonzert (2) Cellosonate (22) Cembalo (3) Cervantes Miguel de (1) Cézanne Paul (1) Chagall Marc (1) Chamber Orchestra of Europe (1) Chanson (7) Charpentier Marc-Antoine (2) Chausson Ernest (1) Chavannes Puvis de (1) Cherubini Luigi (2) Chilingirian Quartet (1) Chirico Giorgio de (1) Choi Jennifer (1) Choir of Winchester Cathedral (1) Chopin Frédéric (6) Chor St.Hedwigs-Kathedrale Berlin (1) Choralvorspiel (1) Chormusik (2) Christ Wolfram (1) Christie William (1) Christophers Harry (1) Ciconia Johannes (2) Cimabue (1) Cittadini Pierfrancesco (1) City of London Sinfonia (1) Clancy Robert (1) Claudius Matthias (3) Clemencic Consort (1) Clemencic René (1) Cluytens André (1) Coburg Hermann (1) Cölestin V (1) Collard Jean-Philippe (1) Collegium Aureum (1) Collegium Vocale Köln (1) Concentus musicus Wien (1) Concerto (2) Concerto grosso (2) Concerto Italiano (1) Concerto Vocale (1) Concilium musicum (1) Consortium Classicum (3) Constable John (2) Continuum (3) Cornelius Peter von (1) Corot Jean-Baptiste Camille (1) Correggio (1) Cortot Alfred (2) Courbet Gustave (2) Couture Thomas (1) Cowell Henry (1) Cozzolino Luigi (1) Crawford Seeger Ruth (1) Creed Marcus (1) Crees Eric (1) Cruz Juan de la (1) Curtius Ernst Robert (2) Cusack Cyril (1) Cusanus Nicolaus (1) Cziffra Georges (1) Cziffra György Jr (1) d'India Sigismondo (1) Dalberto Michel (1) Dalí Salvador (1) Damore Robin (1) Dante Alighieri (1) Danzi-Bläserquintett Berlin (1) Dart Thurston (1) Daumier Honoré (1) David Jacques-Louis (4) Debussy Claude (4) Degas Edgar (1) Dehmel Richard (2) Delacroix Eugène (1) Demus Jörg (3) Der Spiegel (1) Derrida Jacques (1) Desmarest Henry (1) Desprez Josquin (2) Detmolder Bläser (1) Diabolus in Musica (1) Diana und Aktäon (1) Dickinson Emily (1) Die 12 Cellisten (1) Die Kunst der Fuge (5) Diem Peter (2) Dietrich Albert (1) Dietrich Marlene (1) Diophant (1) Dixit Dominus (1) Dobrowen Issay (1) Dohnányi Christoph von (1) Domus (1) Donizetti Gaetano (1) Donne John (1) Doppelquartett (1) Doré Gustave (1) Dossi Dosso (1) Double Edge (1) Doufexis Stella (2) Dráfi Kálmán (1) Dramatik (3) Drobinsky Mark (1) Duchable François-René (1) Duchamp Marcel (1) Dufay Guillaume (1) Duis Thomas (1) Duo (19) Duparc Henri (1) Durand Auguste (1) Dürer Albrecht (8) Dussek Jan Ladislav (1) Dvorak Antonin (5) Dyck Anthony van (2) Eberl Anton (1) Eberle-Wesser Rita (1) Eco Umberto (3) Edouard Odile (1) Eichelberger Freddy (1) Eichendorff Joseph von (1) Eickhorst Konstanze (1) Eisenlohr Ulrich (2) Eisler Hanns (3) Elektronische Musik (2) Elias Norbert (1) Eliot T. S. (3) Elsner Christian (1) Elson Steve (1) Emerson String Quartett (2) Endymion (1) Enescu George (2) Engel Karl (1) English Chamber Orchestra (1) Ensemble 415 (4) Ensemble Aurora (1) Ensemble Claude Goudimel (1) Ensemble Clematis (1) Ensemble Clément Janequin (3) Ensemble Concercant Frankfurt (1) Ensemble Dulce Melos (2) Ensemble Hypothesis (1) ensemble KONTRASTE (1) Ensemble Les Eléments (1) Ensemble Les Nations (1) Ensemble Musique Oblique (1) Ensemble Organum (1) Ensemble Unicorn (1) Ensemble Villa Musica (1) Ensemble Wien-Berlin (1) Enso Quartet (1) Enzensberger Hans Magnus (2) Epoca Barocca (1) Erben Frank-Michael (1) Erben Friedrich-Carl (1) Erhardt Heinz (1) Erler David (1) Ernst Max (2) Eschenbach Christoph (2) Evangelisti Franco (2) Exaudi (1) Eyck Jacob van (1) Eyck Jan van (3) Fantasie (4) Fantin-Latour Henri (2) Farina Carlo (1) Fauré Gabriel (5) Faust (1) Febvre Lucien (2) Fedele David (1) Fedotov Maxim (1) Feldman Morton (2) Fermat Pierre de (1) Ferneley John E + John jun. + Claude Lorraine + Sarah (1) Ferrabosco Alfonso I (1) Ferrabosco Alfonso II (1) Fessard Jean-Marc (1) Février Jacques (1) Figueras Montserrat (2) Firkusny Rudolf (1) Firtl Mátyás (1) Fischer Edwin (1) Fischer-Dieskau Dietrich (15) Fischer-Dieskau Manuel (1) Flasch Kurt (1) Flaubert Gustave (2) Flémalle Meister von (1) Flohwalzer (1) Flora Paul (1) Florenzia Ghirardellus de (1) Flötensonate (4) Flötentrio (1) Flury Dieter (1) Foley Timothy W (1) Fontana Gabriele (1) Fontana Giovanni Battista (1) Fontane Theodor (2) Forqueray Jean-Baptiste-Antoine (1) Forster Karl (1) Fortner Wolfgang (1) Foster Jenkins Florence (1) Fouquet Jean (1) Fournier Carmen (1) Fournier Pierre (2) Fournier Suzanne (1) Fragonard Jean Honore (1) Françaix Jean (2) Francesco d'Assisi (1) Franck César (2) Frankfurter Schule (3) Frantz Justus (1) Französische Kantate (1) Frescobaldi Girolamo (2) Freud Sigmund (2) Friedrich Caspar David (4) Friedrich Hugo (1) Frisch Céline (1) Froissart Jean (1) Frottola (2) Fuchs Robert (2) Fuge (3) Fuhrmann Horst (2) Funck David (1) Fux Johann Joseph (3) Gabrieli Consort (1) Gabrieli Giovanni (1) Gaede Daniel (1) Gaede David (1) Gaertner Eduard (2) Gainsborough Thomas (2) Galgenberg (1) Gallo Domenico (1) Gambensonate (1) Gambensuite (3) Ganger Theodore (1) Garben Cord (1) Garbo Greta (1) García Lorca Federico (1) Gärten (1) Gatti Enrico (3) Gazzeloni Severino (1) Geistliches Konzert (1) Gendron Maurice (1) George Stefan (1) Gérard François (1) Gernhardt Robert (1) Gershwin George (1) Gerstl Richard (1) Geschichte (21) Gesualdo Don Carlo (1) Gewandhaus-Quartett (1) Ghiberti Lorenzo (1) Ghirlandaio Domenico (1) Giacometti Alberto (2) Gibbons Orlando (1) Gide André (1) Gigliotti Anthony (1) Ginastera Alberto (1) Ginzburg Carlo (1) Giorgione (2) Giottino (1) Giotto di Bondone (3) Gitarrenquintett (1) Glaetzner Burkhard (1) Glasharmonika (2) Glikman Gabriel (1) Glinka Michail (1) Göbel Horst (2) Goebel Reinhard (2) Goethe Johann Wolfgang (3) Goldammer Karl (1) Goldbergvariationen (3) Goloubitskaja Alexandra (1) Gombrich Sir Ernst H (1) Gondko Michal (1) Góngora Luis (1) Goodman Benny (1) Goodman Roy (1) Goosens Leon (1) Gordon Judith (1) Goritzki Ingo (1) Gotik (3) Goudimel Claude (1) Gould Glenn (5) Goya Francisco de (5) Gracián Baltasar (2) Graduale (1) Grainger Percy (1) Gramatica Antiveduto (1) Grand Motet (2) Grandville J. J. (1) Grebanier Michael (1) Greco El (3) Gregg Smith Singers (1) Griechische Kunst (4) Grieg Edvard (2) Grimm Jacob und Wilhelm (1) Grimmer Walter (1) Groethuysen Andreas (1) Grosz George (1) Groves Paul (1) Grumiaux Arthur (1) Grumiaux Trio (1) Grünbein Durs (1) Gründgens Gustaf (1) Grüß Hans (1) Gryphius Andreas (1) Guardi Francesco (1) Guarini Battista (4) Guerber Antoine (1) Guggenheim Janet (1) Guibert Maurice (1) Guinizelli Guido (1) Gulda Friedrich (1) Gumbrecht Hans Ulrich (1) Gurker Dom (1) Haarkötter Hektor (1) Haas Ernst (1) Haas Werner (1) Hadzigeorgieva Ljupka (1) Haebler Ingrid (1) Haeflinger Ernst (1) Haefs Gisbert (1) Hakhnazaryan Mikayel (1) Halvorsen Johan (1) Händel Georg Friedrich (2) Harfe (1) Harmonium (1) Harnett William Michael (1) Harnoncourt Alice (1) Harnoncourt Nikolaus (5) Harrell Lynn (3) Hartmann Karl Amadeus (2) Hašek Jaroslav (1) Haskil Clara (1) Hasse Johann Adolph (1) Haßler Hans Leo (1) Hausmusik London (1) Haydn Joseph (8) Haydn Philharmonia Soloists (1) Haydn Quartet Budapest (1) Hayman Richard (1) Heemskerk Marten van (1) Heide Daniel (1) Heidegger Martin (2) Heidenreich Gert (1) Heifetz Jascha (4) Heine Heinrich (2) Heinichen Johann David (2) Heinrich IV. (1) Helffer Claude (1) Hell Josef (1) Henkis Jonathan (1) Heraldik (1) Herreweghe Philippe (2) Herzmanovsky-Orlando Fritz von (1) Herzog Samuel (1) Hespèrion XX (1) Heym Georg (1) Hill David (1) Hill Martyn (1) Hillier Paul (1) Hilz Christian (1) Hindemith Paul (5) Hinterleithner Ferdinand Ignaz (1) Hirayama Michiko (2) Hiroshige Utagawa (1) Historische Aufnahme (62) Hoddis Jakob van (1) Hodler Ferdinand (2) Hoelscher Ludwig (1) Hoffmann Bruno (1) Hoffmann E T A (1) Hoffmann Hubert (1) Hoffnung Gerard (1) Hofmann Josef (2) Hofmann Werner (1) Hofmannsthal Hugo von (3) Hogarth William (2) Hokanson Leonard (1) Holbein Hans der Jüngere (3) Hölderlin Friedrich (2) Holliger Heinz (2) Holloway John (4) Holm Richard (1) Holman Peter (1) Holmes Sherlock (1) Hölzel Adolf (1) Honegger Arthur (1) Hood Robin (1) Hoogstraten Samuel van (1) Hörbuch (17) Hornkonzert (1) Hornsonate (1) Horsley Colin (1) Howlett Robert (1) Hubeau Jean (1) Hugo Victor (1) Huizinga Johan (1) Hummel Johann Nepomuk (1) Hummel Martin (2) Humor (1) Humphreys John (1) Hunstein Stefan (1) Hünten Franz (1) Huttenbacher Philippe (1) Huvé Cyril (1) Hyla Lee (1) Ibarra Susie (1) Iberer Gerhard (1) Icarus Ensemble (1) Ideengeschichte (1) Ikonografie (4) Il Furioso (1) Il Viaggio Musicale (1) Improvisation (2) In Nomine (3) Informel (1) Ingres Jean-Auguste-Dominique (1) Insterburg Ingo (1) Interpretatio Christiana (1) Inui Madoka (3) Isaac Heinrich (1) Israel Piano Trio (1) Ives Charles (6) Jaccottet Christiane (1) Jackson Christine (1) Jacobs René (1) Jacques Emmanuel (1) Jakulow Georges (1) Jandó Jenö (3) Janequin Clément (2) Jánoska Aládár (1) Janowitz Gundula (1) Javier López Armando (1) Jazz (2) Jess Trio Wien (1) Joachim Joseph (1) Jochum Eugen (1) Johnson Graham (1) Jolles André (1) Jones Mason (1) Jordan Armin (1) Juilliard Ensemble (1) Juilliard String Quartet (3) Jünger Ernst (1) Juon Paul (2) Kaddish (1) Kaléko Mascha (1) Kammerkonzert (1) Kammermusik (207) Kanka Michal (1) Kanon (1) Kantate (1) Kantorowicz Ernst H (1) Kanzone (1) Kapell William (1) Karajan Herbert von (1) Katchen Julius (1) Katzenmalerei (1) Kavina Lydia (1) Kayaleh Laurence (1) Keesmat Amanda (1) Kemp Wolfgang (1) Kempff Wilhelm (3) Kempis Nicolaus à (1) Kermani Navid (3) Kersting Georg Friedrich (3) Kertész György (1) Kessel Jan van (1) Keuschnig Rainer (1) Keynesianismus (1) Khnopff Fernand (1) Kiebler Sven Thomas (1) Kinski Klaus (1) Kirchschlager Angelika (1) Kiss András (1) Klarinettenkonzert (2) Klarinettenquartett (1) Klarinettenquintett (7) Klarinettentrio (6) Klassik (65) Klaußner Burghart (1) Klavier (53) Klavierduo (6) Klavierkonzert (10) Klavierlied (35) Klavierquartett (14) Klavierquintett (14) Klaviersextett (1) Klaviersonate (19) Klavierstück (24) Klaviersuite (3) Klaviertranskription (1) Klaviertrio (32) Klee Paul (2) Klein Yves (2) Klemperer Otto (1) Klemperer Victor (1) Klengel Julius (1) Klepac Jaromir (1) Kliegel Maria (2) Klimt Gustav (5) Klinger Max (1) Klöcker Dieter (2) Klodt Nikolaj (1) Kloeber August von (1) Klosterneuburger Altar (2) Klucevsek Guy (1) Klust Hertha (1) Kniep Johann (1) Knothe Dietrich (3) Koch Ulrich (1) Koch Wolfgang (1) Koch Wolfram (1) Kocian Quartet (2) Kodály Quartet (2) Kodály Zoltán (2) Koehlen Benedikt (1) Koenig Gottfried Michael (1) Köhler Markus (1) Köhler Matthias (1) Kohnen Robert (1) Kokoschka Oskar (2) Kolisch Rudolf (1) Koll Heinrich (1) Komarov Vladimir (1) Komputistik (2) Koninck Servaes de (1) Konsistorum Natascha (1) Kontarsky Alfons (1) Kontrabass (1) Kontrapunkt (6) Konzertstück (2) Kooning Willem de (1) Koriolov Evgeni (1) Korowin Konstantin Alexejewitsch (1) Köster Roman (1) Kovacic Tomaz (1) Kozeluch Leopold Anton (1) Kracke Helmut (1) Krajný Boris (1) Kraus Karl (1) Krauss Werner (1) Kreisler Fritz (1) Kreisler Fritz (K) (1) Kremer Gidon (1) Krenek Ernst (4) Kreutzer Conradin (1) Krosnick Joel (1) Kühmeier Genia (1) Kuijken Wieland (1) Kulturgeschichte (1) Kulturkritik (1) Kunstgewerbe (2) Kunstszene (2) Kupka Frantiček (1) Kvapil Radoslav (1) L'Aura Soave (1) L'Ecole d'Orphée (1) La Bruyère Jean de (1) La Capella Ducale (1) La Chapelle Royale (1) La Morra (1) La Rochefoucauld Antoine de (1) La Rue Pierre de (1) La Stagione (1) La Venexiana (4) Lachner Franz (1) Laci Albana (1) Lada Josef (1) Lai (1) Lakatos Alexander (1) Lallinger Dieter (1) Lalo Edouard (1) Lamartine Alphonse de (1) Lamentation (2) Lampedusa Giuseppe Tomasi di (1) Lancie John de (1) Landauer Bernhard (1) Landini Francesco (1) Landowska Wanda (1) Laokoon (2) Laredo Jaime (1) Larkin Philip (1) Lartigue Jacques-Henri (1) LaSalle Quartet (2) Laske Oskar (1) Lassus Orlandus (1) Laute (1) Lautner Karl Heinz (1) Le Concert Spirituel (1) Le Sidaner Henri (1) Leclair Jean-Marie (1) Ledoux Claude-Nicolas (1) Legrand Michel (1) Legrenzi Giovanni (1) Lehrer Tom (1) Leibl Wilhelm (1) Leibniz Gottfried Wilhelm (1) Lelkes Anna (1) Lem Stanisław (2) Lempicka Tamara (1) Leonardo (1) Leonhardt Gustav (1) Leopardi Giacomo (1) Les Amis de Philippe (1) Les Arts Florissants (1) Les Menestrels (1) Leslie George Dunlop (1) Lessing Gotthold Ephraim (1) Lethiec Michel (1) Letzbor Gunar (2) Levine James (1) Levitan Isaac (1) Lewon Marc (2) Leyden Aertgen Claesz. van (1) Lichtenberg Georg Christoph (3) Liebermann Max (3) Lied (8) Liederhandschrift (4) Ligeti György (1) Limburg Brüder von (1) Lincoln Christopher (1) Linden Jaap ter (1) Linos-Ensemble (2) Lipatti Dinu (1) Lippi Filippo (1) Lippold Richard (1) Liszt Franz (5) Literaturgeschichte (11) Literaturnobelpreis (2) Literaturwissenschaft (8) Litwin Stefan (1) Liu Xiao Ming (1) Lloyd Frank (1) Loewenguth Quartet (1) Logau Friedrich von (1) Loh Ferdinand (1) London Baroque (4) London Sinfonietta (1) London Symphony Orchestra Brass (1) Longhi Pietro (1) Loreggian Roberto (1) Lorenzetti Ambrogio (1) Loriod Yvonne (3) Lotto Lorenzo (1) Lucier Alvin (1) Lukas Ralf (1) Lukian (1) Lundin Bengt-Åke (1) Lutyens Elisabeth (1) Lutzenberger Sabine (1) Luzzaschi Luzzasco (1) Lydian String Quartet (1) Lyon Opera Orchestra (1) Lyrik (55) Maar Dora (1) Maar Michael (1) Mach Ernst (1) Machaut Guillaume de (2) MacLiammoir Micheál (1) Madrigal (11) Magnificat (3) Magritte Rene (1) Mahler Gustav (3) Mahler-Werfel Alma (1) Maillol Aristide (1) Malewitsch Kasimir (1) Mallarmé Stéphane (2) Mallon Kevin (1) Mamlok Ursula (1) Manet Edouard (4) Manfredini Francesco (1) Mannheimer Streichquartett (1) Mantovano Rossino (1) Marais Marin (2) Marc Aurel (1) Märchen (1) Marder Marc (1) Marenzio Luca (1) Margarete von Österreich (1) Marian Vasile (1) Marini Biagio (2) Marquard Odo (1) Marriner Neville (2) Marsden Stewart (1) Marti Corina (1) Martin Elias (1) Martin Peter (1) Martin Thomas (1) Martinon Jean (1) Martinu Bohuslav (2) Marx Joseph (2) Marx Wolfgang (1) Masaccio (2) Massys Quentin (1) Masters Robert (1) Mathematik (3) Matisse Henri (3) Mayer Steven (1) McCreesh Paul (1) McKenna Siobhan (1) McSweeney Mark (1) Medlam Charles (1) Mehta Zubin (1) Meister der Notnamen (1) Meister der weiblichen Halbfiguren (1) Mellon Agnès (1) Melos Quartett (3) Mendelssohn Bartholdy Felix (9) Mendelssohn Fanny (1) Menuhin Hephzibah (1) Menuhin Yehudi (4) Menzel Adolph (4) Mercer Shannon (1) Mermoud Philippe (1) Merula Tarquinio (1) Messe (16) Messerschmidt Franz Xaver (1) Messiaen Olivier (3) Metz Volker (1) Mey Guy de (1) Meyer Paul (1) Meyer Wolfgang (2) Meyrink Gustav (1) Michelangelo (3) Milhaud Darius (1) Millais John Everett (2) Minimax (1) Minnesang (1) Miró Joan (2) Modigliani Amedeo (1) Modrian Joszef (1) Moiseiwitsch Benno (1) Molenaer Jan Miense (1) Molique Bernhard (1) Monnier-Koenig Marianne (1) Monodie (1) Monroe Marilyn (1) Monteverdi Claudio (1) Moore Gerald (7) Moras Walter (1) Morel Christine (1) Morelli Giovanni (1) Mori Ikue (1) Mörike Eduard (1) Moroney Davitt (1) Morricone Ennio (1) Mortensen Lars Ulrik (2) Motette (6) Mozart W.A. (17) Mucha Stanislav (1) Muffat Georg (1) Mühe Ulrich (1) Müller Wilhelm (1) Musica Antiqua Köln (2) Musica Fiata (1) Musica Secreta (1) Muti Riccardo (1) Nadar (1) Nagano Kent (1) Nakamura Isao (1) Nancarrow Conlon (2) Napoleon (1) Nash Ensemble (1) Nattier Jean-Marc (1) Naturgeschichte (1) Nehring Karl-Heinz (1) Nerval Gerard de (1) Nestroy Johann (1) Neue Musik (106) New Haydn Quartet Budapest (2) New London Chamber Choir (1) New Philharmonia Orchestra (1) New York 1940s (1) Newman Barnett (1) Newman Marion (1) Nicolosi Francesco (1) Nielsen Quintet (1) Nikolaus von Verdun (2) Ninfa Fiorentina (1) Niquet Hervé (1) Nocturno (1) Noferini Andrea (1) Nofretete (1) Noras Arto (1) Norman Jessye (1) Nuova Consonanza (1) O'Connell Charles (1) O'Keeffe Georgia (1) Ochs Siegfried (1) Ockeghem Johannes (2) Ode (1) Odinius Lothar (1) Ohrenstein Dora (1) Oja Iris (1) Ökologie (1) Oktett (8) Olivier Johann Heinrich Ferdinand (1) Onczay Csaba (1) Onslow Georges (3) Oper (2) Oppenheimer Max (3) Oratorium (2) Orchesterlied (3) Orchestermusik (29) Orchesterstück (5) Orchestre de Paris (1) Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo (1) Orff Carl (1) Organosova Luba (1) Orgel (1) Orgelmesse (1) Ortega y Gasset José (1) Os Jan van (1) Osias Bert der Ältere (1) Ottensamer Ernst (1) Ouvertüre (1) Overbeck Friedrich (1) Ovid (1) Oxford Camerata (2) Pachelbel Johann (1) Pacher Michael (1) Pächt Otto (4) Pädagogik (1) Palmer Todd (1) Pank Siegfried (1) Pannonisches Blasorchester (1) Panofsky Erwin (1) Pape René (1) Parmigianino (1) Parnassi musici (2) Partita (4) Pasquier Bruno (1) Pasquier Régis (1) Patinir Joachim (2) Patzak Julius (1) Paul Jean (1) Paz Octavio (1) Pecha Peter (1) Pélassy Frédéric (1) Pellegrini-Quartett (1) Penderecki Krzysztof (1) Pennac Daniel (1) Pérès Marcel (1) Perlman Itzhak (3) Perugino Pietro (1) Peter Richard sen. (1) Petersen Quartett (1) Petrarca Francesco (4) Petronius Titus (1) Petrova Galina (1) Peyer Gervase de (1) Philharmonia Orchestra (3) Philharmonisches Oktett Berlin (1) Phillipps Thomas (1) Phillips Peter (1) Philosophie (21) Picasso Pablo (3) Pierce Joshua (1) Piero della Francesca (2) Pillney Karl Hermann (1) Pinterest (1) Piranesi (2) Pisano Andrea (1) Pitzinger Gertrude (1) Platen August von (1) Platschek Hans (1) Pleyel Ignaz (1) Pollack Jackson (1) Pollini Maurizio (1) Polyphonie (11) Pomian Krzysztof (1) Pöntinen Roland (1) Poppen Christoph (1) Posch Michael (1) Poulenc Francis (1) Pousseur Henri (1) Poussin Nicolas (1) Prague Piano Duo (1) Präludium (4) Prazak Quartet (1) Pré Jacqueline du (1) Prechtl Michael Mathias (1) Prendergast Maurice (1) Preucil William (1) Prey Hermann (1) Price Margaret (2) Pro Cantione Antiqua (1) Prokofjew Sergei (4) Prosa (30) Proust Marcel (1) Prunyi Ilona (1) Psalm (2) Psychologie (1) Purcell Henry (4) Quarrington Joel (1) Quartett (2) Quartetto Stauffer (1) Quator Calvet (2) Quator Pro Arte (3) Quevedo Francisco de (1) Quintana Juan Manuel (1) Quintett (1) Quintetto Arnold (1) Quintetto Fauré di Roma (1) Rachmaninow Sergei (2) Radio Baiern (1) Radio Beromünster (1) Raff Joachim (1) Raffael (1) Rameau Jean-Philippe (1) Ramm Andrea von (1) Rannou Blandine (1) Ravel Maurice (1) Ray Man (2) Recital (1) Reclams Universal-Bibliothek (1) Reger Max (5) Reicha Anton (1) Reichholf Josef Helmut (1) Reichow Jan Marc (1) Reimann Aribert (5) Reinecke Carl (2) Reiner Fritz (1) Reinhardt Ad (1) Reiser Hans (1) Reizenstein Franz (1) Reklame (2) Rembrandt (4) Remmert Birgit (2) Rémy Ludger (1) Renaissance (1) Repin Ilja Jefimowitsch (2) Requiem (5) Reyes Eliane (1) Rhodes Samuel (1) RIAS-Kammerchor (1) Ricardo David (1) Ricercar (1) Richter Karl (1) Richter Ludwig (1) Richter Swjatoslaw (2) Rider Rhonda (1) Rieger Christian (1) Riegl Alois (1) Riehn Rainer (1) Ries Ferdinand (2) Rihm Wolfgang (1) Rilke R M (2) Rimbaud Arthur (1) Ring Around Quartet & Consort (1) Rinuccini Ottavio (1) Rizzoli Achilles (1) Robert Hubert (1) Rodin Auguste (2) Rohbock Ludwig (1) Roloff Helmut (1) Romantik (148) Romanze (2) Romero Pepe (1) Rondeau (1) Rondo (2) Ronsard Pierre de (1) Rops Felicien (1) Rorty Richard (1) Rosbaud Hans (1) Rose Consort of Viols (1) Rösel Peter (1) Rossetti Dante Gabriel (1) Rossi Salomone (1) Rossini Gioachino (1) Rostropowitsch Mstislaw (3) Rothko Mark (2) Rousseau Henri (1) Rousseau Jean-Jacques (2) Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam (1) Rubens Peter Paul (1) Rubenstein Matthew (1) Rubinstein Anton (2) Rubinstein Artur (2) Rubio Quartet (1) Rudolf von Rheinfelden (1) Rundfunkchor Leipzig (1) Russ Leander (1) Russian Philharmonic Orchestra (1) Rychner Max (2) Rzewski Frederick (3) Sachs Joel (3) Saint-Exupéry Antoine de (1) Saint-Saëns Camille (1) Sainte-Beuve (1) Salve Regina (1) Sandburg Carl (1) Sander August (1) Sanderling Kurt (1) Santiago Enrique (1) Saraceni Carlo (2) Saranceva Ekaterina (1) Sarasate Pablo de (2) Sartre Jean-Paul (1) Satie Erik (1) Savall Jordi (2) Savery Roelant (1) Sawallisch Wolfgang (1) Scarlatti Domenico (2) Scelsi Giacinto (3) Sceve Maurice (1) Schadow Friedrich Wilhelm (1) Schadow Johann Gottfried (1) Schalansky Judith (1) Schall Johanna (1) Scharinger Anton (1) Schedel'sche Weltchronik (1) Scheidt Samuel (1) Scherbakow Konstantin (1) Scherchen Hermann (1) Schiff András (1) Schiller Alan (1) Schiller Friedrich (3) Schillinger Joseph (1) Schindler Xenia (1) Schlichtig Hariolf (2) Schlüter Wolfgang (3) Schmelzer Johann Heinrich (1) Schmidt Franz (3) Schmidt Heinrich (1) Schmitt-Leonardy Wolfram (1) Schmitz Rainer (1) Schnabel Artur (6) Schnabel Artur (K) (3) Schnädelbach Herbert (1) Schneider Alexander (1) Schneider Gottfried (1) Schneider Manfred (1) Schnurre Wolfdietrich (1) Schobert Johann (1) Schoenbach Sol (1) Schola Cantorum Stuttgart (1) Schola Hungarica (1) Schönberg Arnold (9) Schop Johann (1) Schopenhauer Arthur (2) Schostakowitsch Dmitri (4) Schreckenbach Gabriele (1) Schröder Felix (1) Schröder Wolfgang (1) Schubert Franz (22) Schubert Peter (1) Schulkowsky Robyn (1) Schulz Robert (1) Schumann Clara (3) Schumann Robert (15) Schütz Heinrich (2) Schwannberger Sven (1) Schwartz Felix (1) Schwarzkopf Elisabeth (4) Schweitzer Albert (1) Seefried Irmgard (1) Segantini Giovanni (2) Seltzer Cheryl (3) Semiotik (1) Semperconsort (1) Senallié le Fils Jean-Baptiste (1) Septett (7) Serkin Rudolf (2) Sermisy Claudin de (1) Serow Valentin Alexandrowitsch (1) Seurat Georges (1) Seuse Heinrich (1) Sextett (4) Sgrizzi Luciano (1) Shakespeare William (3) Shelton Lucy (1) Sherman Cindy (1) Shulman Nora (1) Sibelius Jean (1) Sicinski Adam (1) Silvestri Constantin (1) Simpson David (1) Simpson Derek (1) Sinopoli Giuseppe (1) Sitkovetsky Dmitri (1) Sitwell Dame Edith (1) Skordatur (1) Skrjabin Alexander (2) Skrowaczewski Stanislaw (1) Slávik Ján (1) Smith Fenwick (1) Smith Hopkinson (2) Smith Logan Pearsall (1) Smith Tim (1) Smullyan Raymond (1) Sobeck Johann (1) Soentgen Jens (1) Solo (4) Solomon (1) Sommer Andreas Urs (2) Sonar String Quartet (1) Sonare-Quartett (1) Sonate (9) Song (5) Sönstevold Knut (1) Souzay Gérard (1) Soziologie (2) Spengler Oswald (1) Spiri Anthony (1) Spitzer Leo (1) Spitzweg Carl (1) Spohr Louis (5) Staatskapelle Dresden (3) Stabat Mater (1) Stallmeister Britta (1) Stamitz Quartet (2) Stampa Gaspara (1) Stamper Richard (1) Starke Gerhard (1) Starker Janos (1) Stasny Leopold (1) Steck Anton (1) Stein Leonard (1) Stern Bert (1) Sternberg Josef von (1) Stewart Paul (1) Still Clyfford (1) Stöhr Adolf (1) Stosskopff Sébastien (1) Strauss Johann jr (1) Strauss Richard (2) Strawinsky Igor (1) Streichquartett (50) Streichquintett (11) Streichsextett (8) Streichtrio (12) Stuck Franz von (1) Studio der Frühen Musik (1) Suite (4) Suitner Otmar (1) Suk Josef (1) Sullivan Arthur (1) Summerly Jeremy (2) Sunkist (1) Suske Conrad (1) Sweelinck Jan Pieterszoon (1) SWF Symphony Orchestra (1) Swift Jonathan (1) Symphonie (2) Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (1) Szedlak Bela (1) Szell George (1) Szeryng Henryk (2) Szigeti Joseph (1) Szymanowski Karol (1) Taborn Craig (1) Tacchino Gabriel (1) Tachezi Herbert (1) Takahashi Yuji (1) Tal Yaara (1) Tallis Thomas (1) Tanguy Yves (1) Tanz (1) Tapisserie (1) Tarrete Virginie (1) Tasso Torquato (1) Taverner John (1) Te Deum (1) Technikgeschichte (3) Telemann G P (1) Teniers David d.J. (2) Terekiev Victoria (1) The Academy of St Martin-in-the-Fields Chamber Ensemble (1) The Ames Piano Quartet (2) The Danish Quartet (1) The Dartington Piano Trio (1) The Hilliard Ensemble (1) The Parley of Instruments (1) The President's Own United States Marine Band (1) The Scholars Baroque Ensemble (2) The Sixteen (1) The Solomon Trio (1) The Sound and the Fury (1) The Tallis Scholars (1) The William Byrd Choir (1) Theaterwissenschaft (1) Theodizee (1) Theologie (2) Theremin (1) Thibaud Jacques (1) Thoma Hans (1) Thomas Dylan (1) Thomas von Aquin (1) Thompson Curt (1) Tieck Ludwig (1) Tiedemann Rolf (1) Tietze Heinrich (1) Timm Jürnjakob (1) Tinguely Jean (1) Tintoretto (1) Tizian (3) Tobey Mark (1) Toccata (2) Tölzer Knabenchor (1) Tomböck Johannes (1) Tomböck Wolfgang (1) Torberg Friedrich (1) Toulouse-Lautrec Henri de (2) Tour George de la (3) Tragicomedia (1) Trakl Georg (1) Triendl Oliver (2) Trio (6) Trio 1790 (2) Trio Bell'Arte (1) Trio Cascades (1) Trio Opus 8 (1) Trio Recherche (1) Triosonate (14) Triple Helix (1) Tromboncino Bartolomeo (2) Tschaikowski Pjotr Iljitsch (6) Tudor David (1) Turina Joaquín (1) Turina-Trio (1) Turing Alan (1) Turner Bruno (1) Turner Gavin (1) Turner William (3) Uccello Paolo (1) Uemura Kaori (1) Uhde Fritz von (1) Uhland Ludwig (1) Ullmann Viktor (1) Umweltpolitik (1) Uppsala Chamber Soloists (1) Ut Musica Poesis (1) Valadon Suzanne (1) Valéry Paul (2) Van Swieten Trio (1) Variation (11) Vasari Giorgio (1) Vega Lope de (1) Veit Philipp (1) Velázquez Diego (3) Verdi Giuseppe (2) Vergilius Vaticanus (1) Vermeer Jan (3) Vermillion Iris (1) Verse Anthem (1) Vico Giambattista (1) Victor Symphony Orchestra (1) Video (1) Vignoles Roger (2) Villancico (1) Violakonzert (1) Violasonate (2) Violenconsort (1) Violinkonzert (3) Violinsonate (32) Visse Dominique (3) Vitali Giovanni Battista (1) VivaVoce (1) Vokal (109) Volkmann Robert (1) Volkswirtschaft (2) Voltaire (1) Voorhees Donald (1) Vossler Karl (2) Vouet Simon (1) Vuataz Roger (1) Wabo Keisuke (1) Wächter Peter (1) Wagner Jan (1) Wagner Otto (1) Waldmüller Ferdinand Georg (1) Wallenstein Alfred (1) Wallfisch Ernst (1) Wallin Ulf (1) Wallisch Leonhard (1) Walter Bruno (Komponist) (1) Walzer (3) Warburg Aby (1) Waters Rodney (1) Weber Andreas Paul (1) Weber Carl Maria von (1) Webern Anton (9) Weeks James (1) Weibel Peter (1) Weigle Sebastian (1) Weill Kurt (3) Weissenberg Alexis (1) Weißenborn Günther (1) Welser-Möst Franz (1) Wengoborski-Sohni Eva (1) Werner Oskar (1) Wert Giaches de (1) Westphal Gert (2) Westphal-Quartett (1) Weyden Goswin van der (1) Weyden Rogier van der (3) Whicher Monica (1) Whistler James McNeill (1) Whitman Quartet (1) Widmung: Anchusa (1) Widmung: Dmitry (1) Widmung: Edmond (1) Widmung: Horacio (1) Widmung: Mastranto (1) Widmung: Sankanab (1) Wieman Mathias (1) Wiener Horn (1) Wiener Oktett (1) Wiener Philharmoniker (1) Wiener Streichtrio (1) Wilckens Friedrich (1) Wilhelm Gerhard (1) Wilhelm von Ockham (1) Wille Friedrich (1) Wille Oliver (1) Williams Jenny (1) Williams Roderick (1) Wilson Edmund (1) Wilson Roland (1) Winckelmann Johann Joachim (1) Winter Susanne (1) Winterhalter Franz Xaver (1) Wittgenstein Ludwig (2) Witz Konrad (1) Wohltemperiertes Klavier (2) Wolf Hugo (3) Wölfel Martin (1) Wolff Christian (1) Wolkenstein Oswald von (1) Wood James (1) Wood Jasper (1) Wordsworth William (1) Worringer Wilhelm (1) Wrubel Michail (1) Wuorinen Charles (1) Xenakis Iannis (1) Yablonsky Dmitry (1) Yeats William Butler (2) Yim Jay Alan (1) Young La Monte (1) Zelenka Jan Dismas (1) Zemlinsky Alexander (1) Zemlinsky Quintett Wien (1) Zender Hans (1) Ziesak Ruth (2) Zilcher Hermann (1) Zimansky Robert (1) Zimmermann Tabea (1) Zischler Hanns (2) Zlotnikov Kyril (1) Znaider Nikolaj (1) Zoologie (1) Zukerman Pinchas (1) Zukofsky Paul (2) Zutphen Wim van (1)