Posts mit dem Label Harnoncourt Nikolaus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Harnoncourt Nikolaus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

29. Mai 2017

Schubert: Messe in As-Dur, D 678 - Messe in Es-Dur, D 950 (Harnoncourt, 1995)

Für Nikolaus Harnoncourt stehen die beiden späten Schubert-Messen - diejenige in As-Dur, D 678, und die in Es-Dur, D 950 - gleichberechtigt neben Beethovens Missa solemnis als die "herausragendsten, wichtigsten und künstlerisch bedeutendsten Auseinandersetzungen mit der christlichen Liturgie. Meiner Ansicht nach bedeuten die gesellschaftliche Situation und der geistige Horizont des Publikums sowie die Art, wie Religion und Leben in Mitteleuropa miteinander verwoben sind, dass diese Werke für die Zuhörer wie für die Musiker eine Ausdrucksgewalt besitzen, die uns buchstäblich bis in die tiefsten Seelentiefen aufwühlen kann. Diese Musik ist kein Akt frommer Andacht, sondern Schuberts leidenschaftliches Bemühen, den Tod zu bewältigen." Zur Erhärtung dieser These führt Harnoncourt nicht nur die Werke selbst an, sondern auch die Tatsache, dass Schubert ohne jeden äußeren Impuls praktisch drei Jahre seines Lebens, von November 1819 bis September 1822, an der Messe in As-Dur arbeitete.

Selbst die Entscheidung für As-Dur als Haupttonart muss in diesem Zusammenhang als vielsagend gelten. As-Dur wird nur selten für die Vertonung von Messen verwendet, doch bringt die Tonart in den Worten des deutschen Dichters und Musikschriftstellers Christian Friedrich Daniel Schubart (1739-1791) die Gedanken von "Tod, Grab, Verwesung, Gericht, Ewigkeit" zum Ausdruck, eine Botschaft, die im Rahmen der sechs Sätze des Werks allmählich entschlüsselt wird. Mit Ausnahme des Sanctus stehen sie jeweils in einer Terz-verwandten Beziehung zueinander: As - E (= Fes) - C - F - As - As. Somit bilden sie ein abgeschlossenes Ganzes, decken den gesamten Harmoniezyklus ab, in dessen Mittelpunkt der Gedanke der Menschwerdung und die Kreuzigung Christi stehen, für die Schubert im Credo nach As-Dur moduliert. Diese Struktur verdeutlicht den überlegten, aber individuellen Umgang des Komponisten mit der Symbolik der Tonarten, wie sie im 19. Jahrhundert galt. Eine der erstaunlichsten Folgen dieses Vorgehens ist der Übergang vom Kyrie zum Gloria, das in E-Dur notiert ist - laut Schubart die Tonart, die "lautes Aufjauchzen, lachende Freude" versinnbildlicht -, der Zuhörer aber als die enharmonisch umgedeutete Tonart Fes-Dur wahrnimmt. Die daraus entstehende Ambivalenz zwischen der tatsächlichen Notierung der Musik und der Art, wie sie gehört wird, ist so typisch für viele Passagen dieser Messe, dass man sich fragt, ob Schubert aus der Musik vielleicht eine Antwort auf seine Fragen hervorlocken wollte - eine Antwort, die die Musik in all ihrer Komplexität nicht unzweideutig zu geben bereit ist.

Das Kyrie endet mit einem Fragezeichen und vermittelt dadurch nicht das übliche Gefühl uneingeschränkten Vertrauens. Da es Motive aus dem Kyrie und Christe assimiliert, besteht es aus fünf Teilen, zwei mehr als die dreiteilige Form, die herkömmlich mit dem die Dreieinigkeit symbolisierenden Satz verbunden wird. Diese Art einer sinfonischen Entwicklung findet sich häufiger in dieser Messe, wo sie - wie beim "Gratias agimus" - eindeutig dem Zweck dient, Ähnlichkeiten zwischen sonst antithetischem Material aufzuzeigen. Die Bedeutung, die dem Orchester bei der Interpretation des Kyrie-Textes zukommt, tritt in späteren Sätzen noch deutlicher zu Tage, insbesondere im Credo, in dem Schubert einige Wörter der Vokallinie dem Orchester als Stimme der absoluten Musik überträgt. Damit greift er nicht nur auf die Jahrhunderte alte Tradition der Antiphonie zurück, sondern erweist sich auch als Komponist, der mit dem Konzept der Musik als etwas Absolutem seiner Zeit weit voraus war.

Nikolaus Harnoncourt
Seine sechste und letzte Vertonung der lateinischen Messe schuf Schubert 1828, dem letzten Jahr seines Lebens, und wie diejenige in As-Dur schrieb er sie nicht als Auftragsarbeit oder auf eine äußere Anregung hin. Ihre Haupttonart ist Es-Dur, laut Schubart "der Ton der Liebe, der Andacht, des traulichen Gesprächs mit Gott; durch seine drey B, die heilige Trias ausdrückend". Diese Wahl könnte darauf hindeuten, dass der Komponist einen Kontrast zum "Gräberton" vom As-Dur der vorhergehenden Messe finden und eine ruhigere, versöhnlichere Note anschlagen wollte, doch wird diese Erwartung bald zerschlagen. Schuberts letzte Messe ist relativ schlicht und formal sowie in der Harmoniesprache kompakt, was ihm ermöglicht, sich auf die Fragen zu konzentrieren, die ihn am meisten beschäftigten.

Das eher zurückhaltende und knappe Kyrie verzichtet auf das herkömmliche Wechselspiel zwischen Solisten und Chor und wird von einem Gloria abgelöst, das im Zuhörer die mannigfaltigsten Bilder heraufbeschwört, angefangen mit hoch aufsteigenden Triolen in den Streichern, die bis in den Himmel zu greifen scheinen, nur um wieder zur Erde hinabgeschleudert zu werden. Im "Domine Deus, Agnus Dei" wird nicht Mitgefühl dargestellt, sondern das Leiden des Lamm Gottes. Der Satz gipfelt in einer kraftvollen Fuge zu den Worten "Cum Sancto Spiritu", wo sich barocke Elemente ausdrucksvoll mit Schuberts eigener Botschaft paaren.

Gesangssolisten sind im Credo erstmals bei den Worten "Et incarnatus est … et homo factus est" zu hören. Noch mehr als in der As-Dur-Messe richtet Schubert sein Augenmerk damit auf die Menschwerdung Christi, die zum zentralen Thema des Stücks wird. Ebenso aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang die Art und Weise, in der die Worte zwischen Chor, Solisten und Orchester aufgeteilt werden. "Et incarnatus est" ist zuerst von einem der beiden Tenöre zu hören, wunderbar tröstlich und eine Ermutigung, unsere ganze Hoffnung in den Menschen zu setzen; damit bieten die Worte eine Alternative zu dem ausdauernden Versuch, die Unbegreiflichkeit des Göttlichen und des untergründig Mysteriösen zu verstehen. Wie bei der Messe in As-Dur überspringt Schubert einen Teil des liturgischen Textes in der Gesangsstimme.

Für den Vorwurf, der Schubert an dieser Stelle von vielen Musikhistorikern gemacht wird - er habe die Worte "Et in unam sanctam catholicam et apostolicam ecclesiam" im Credo nicht vertont und damit eine antikirchliche Haltung zum Ausdruck gebracht, was auf eine antireligiöse Einstellung hindeute -, sieht Nikolaus Harnoncourt absolut keinen Grund: "Seitdem die Worte des Gloria und des Credo vertont werden, sind Komponisten selektiv mit ihnen umgegangen. Es stimmt nicht, dass Schubert diesen oder jenen Satz nicht vertonte, weil er nicht an dessen Inhalt glaubte - das wäre eine billige, falsche Interpretation. Selbst Bach und Haydn, deren Religiosität über jeden Zweifel erhaben ist, ließen einzelne Zeilen aus. Ich möchte die Zuhörer davor warnen, zu viel in diese Werke hineinzudeuten ausgehend davon, was andere über Schubert schrieben, die glauben, er habe dieses oder jenes Stück nur komponiert, weil er diese oder jene Sichtweise vertrat. Ich glaube, es ist Schuberts ureigenste Stimme, die wir in diesen Messen hören. Wir sollten uns auf die Werke selbst konzentrieren. Schubert spricht durch seine Musik, er spricht die Sprache der Musik."

Quelle: Booklet ("Beruhend auf einem Text von Ronny Dietrich")

Nikolaus Harnoncourt
TRACKLIST


Franz Schubert 
1797-1828 


CD 1                         50'02

Mass in A f1at major, D678 "Missa solemnis" 
la bémol majeur / As-Dur 

1 Kyrie                       7'14 
2 Gloria                     15'57 
3 Credo                      11'35 
4 Sanctus                     3'01 
5 Benedictus                  4'04 
6 Agnus Dei                   7'34 

CD 2                         52'29

Mass in E f1at major, D950 "Missa solemnis" 
mi bémol majeur / Es-Dur 

1 Kyrie                       5'26 
2 Gloria                     12'45 
3 Credo                      15'25 
4 Sanctus                     3'14 
5 Benedictus                  5'50 
6 Agnus Dei                   9'00 


Luba Organosova soprano 
Birgit Remmert contralto 
Deon van der Walt tenor 
Wolfgang Holzmair baritone (tenor II + Benedictus) (D950) 
Anton Scharinger bass 
Arnold Schoenberg Chor (chorus master: Erwin Ortner) 
Chamber Orchestra of Europe 
Nikolaus Harnoncourt conductor 


Live recordings from the Stefaniensaal, Graz, on 24 June 1995 (D950) & 25 June 1995 (D678) 
Recording producer: Helmut Mühle 
Recording engineer: Michael Brammann 
Assistant engineers: Martin Aigner, Tobias Lehmann 
Digital editing: Gudrun Maurer

(P) 1997  (C) 2004

Kampl


oder

Das Mädchen mit Millionen und die Nähterin


Posse mit Gesang von Johann Nestroy

Erster Akt

Kampels Offizin, in einer nahe vor der Linie der Stadt gelegenen Ortschaft. In der Mitte der Eingang von der Straße, rechts und links Seitentüren



Erste Szene

DAMIAN, MEHRERE EINWOHNER und EINWOHNERINNEN DES ORTES

ERSTER BAUER Laßt uns lang warten, der Herr Bader.

DAMIAN Mein Prinzipal is Doktor und nur aus genialer Kaprize verschwendet er seine Kunst an die hierortige Menschheit.

ZWEITER BAUER Die Viehheit geht auch nicht leer ab bei ihm, bei meiner Kuh hat er eine Kur g'macht - da muß man Respekt haben.

DAMIAN Und am herrschaftlichen Bereiter sein' Falben -

ZWEITER BAUER Der hat die Gelbsucht g'habt.

DAMIAN Das war eine Roßkur!

EINE BÄUERIN Meiner letzten g'schoppten Gans hat nur er die Leber gerett't.

ERSTER BAUER Is möglich - ich weiß nur, daß er meine Jungfer Mahm sehr falsch behandelt hat.

DAMIAN Os da heraußt vor der Linie habt noch gar kein' solchen Doktor g'habt.

ALLE Es is schon wahr, aber -

DAMIAN Still - mir scheint, er kommt - er is's -!

ALLE Der Herr Doktor!


Zweite Szene

KAMPL; DIE VORIGEN

KAMPL (aus der Seitentüre rechts eintretend) Oho, da wimmelt's ja von Gegenständen meiner medizinischen Praxis! Also da steht er, der Doktor, mitten in seiner ambulanten Klinik! - Wo sind eure Schmerzen? Her mit ihnen, sie sind verloren, wenn ich komm'!

DAMIAN Viere haben zahlt, die andern bleiben noch in der Behandlung.

Johann Nestroy in einer seiner Rollen.
MEHRERE PATIENTEN Wir täten bitten, daß uns der Herr Doktor was verschreibet.

KAMPL Hab' ich euch nicht eh schon g'nug verschrieben? Glaubts ös, 's Papier kost' nix? Alles wird repetiert.

DIE BÄUERIN Aber mein Mann hat seitdem ganz a neue Krankheit kriegt.

KAMPL Aber ich hab' noch mein altes System, das werd' ich nicht ändern weg'n einem individuellen Fall - die Wissenschaft is das Höchste.

ERSTER BAUER Ich spür' halt noch allweil ka rechte Wirkung.

KAMPL Kann ich für Seine hartnäckige Natur? Citius aut ocius morimur omnes!

ERSTER BAUER Wie haßt denn dös auf Deutsch?

KAMPL Das heißt: nur brav eing'nommen, 's wird sich schon machen.

DIE FRÜHEREN PATIENTEN Pfirt Gott, Herr Doktor! (Alle gehen zur Mitte ab.)


Dritte Szene

DAMIAN, KAMPL, dann WIRT, GREISLERIN

KAMPL Oho, der Herr Hirschenwirt, die Frau Greislerin

WIRT Ich war dreißig Jahr' nit krank -

KAMPL Und wie fühlen Sie sich jetzt?

WIRT Ganz anders als vor dreißig Jahren. Ich weiß nit, was das is.

KAMPL Und die Frau Greislerin?

GREISLERIN O, i bin g'sund, aber mein Mann -

KAMPL Sie scheinen mir aber auch etwas alteriert. Ich bitte allerseits um den Puls.

GREISLERIN Woll'n S' nur zuerst beim Herrn Wirt -

KAMPL O, das geht zugleich, wär' nicht übel, wenn ich nicht zwei Patienten auf einmal behandeln könnt'. (Fühlt beiden zugleich den Puls.)

WIRT I bin doch erst im neunundsiebzigsten Jahr, und auf einmal so a Schwäch'! -

Johann Nestroy als Knieriem in seinem
Stück "Lumpazivagabundus".
KAMPL Das ist nichts Chronisches, die Schwäche wird nicht lang dauern. (Zur Greislerin.) Na, und was fehlt denn dem Herrn Gatten?

GREISLERIN O Gott, der Mann is gar nit, wie er sein soll.

KAMPL Das is eine grassierende Krankheit bei d' Männer, daß so viele nicht so sein, wie s' sein soll'n.

WIRT Und dann verlaßt mich 's Augenlicht auch so stark.

KAMPL Das gibt sich auf einmal - (beiseite) da leucht't dann 's ewige Licht.

GREISLERIN Und einen Hamur hat Ihnen der Mann, einen abscheulichen Hamur!

KAMPL Hat er das vielleicht nur in der Zimmerluft und gibt sich's, wenn er ins Freie kommt?

GREISLERIN Ja, jetzt, da bin i halt nicht dabei.

KAMPL Na ja, eins muß immer beim G'schäft sein.

WIRT Und allerhand Zuständ' melden sich halt jetzt.

KAMPL Kinderei, die Zuständ' werd'n Sie bald alle überstanden hab'n.

GREISLERIN Und eine Kälte hat Ihnen der Mann, eine immerwährende Kälte!

KAMPL Hm, Fieber kann das keins sein, denn sonst müßt' er auch abwechselnd Hitzen hab'n.

GREISLERIN Ah, keine Spur!

KAMPL Das is so eine Ehstandskrankheit, da sind auflösende Mittel nicht schlecht.

WIRT Und was werd'n S' denn mir alles verschreiben?

KAMPL Ihnen, Herr Wirt, gar nix. Wär' nit übel! - Wie Sie a Mann sind, da richt't 's die Natur allein, Sie brauchen nit erst ein' Doktor.

WIRT Na, das is g'scheit - da heirat' i noch. (Gibt ihm Geld.) Für Ihre Bemühung -

KAMPL O, ich bitt', die Behandlung war ja leicht.

GREISLERIN Also schaun S' halt nach bei uns!

KAMPL Ich komm' heute noch hin.

WIRT und GREISLERIN Leb'n S' wohl!

KAMPL Habe die Ehre allerseits -

(Wirt und Greislerin gehen ab.)

Johann Nestroy als Knitsch in seinem
Stück "Der gebildete Hausknecht".

Vierte Szene

KAMPL, DAMIAN, dazu FRAU WILKNER

KAMPL (zu Frau Wilkner, welche schon etwas früher eingetreten ist) Was is das, Frau Wilkner? Hab'n S' Ihnen nit abissel z' fruh herausg'macht?

FRAU WILKNER Mein Gott, unsereins muß wieder zu der Arbeit trachten.

KAMPL So wär' d' Frau dabei blieben! Wenn d' Frau g'sund is, was hat s' nacher beim Doktor z' suchen?

FRAU WILKNER Bester Herr Kampl - ich hab' jetzt eine andere Krankheit, ich soll Ihnen vierundzwanzig Visiten zahlen.

KAMPL Ja, so - und ich bin ein preziöser Kerl, unter fünf Gulden mach' ich keine.

FRAU WILKNER O mein Gott! Wie soll ich - ich weiß nicht, wie ich dem Apotheker seine sechs Gulden zahl'!

KAMPL Vierundzwanzig Visiten macht netto hundert zwanzig Gulden, da lass' ich keinen Kreuzer nach, und wie die Frau die nächsten dreitausend Gulden überflüssig in Kasten liegen hat, zahlt sie mir die hundertzwanzig - nein, es macht hundertsechsundzwanzig Gulden, denn ich streck' der Frau derweil da die sechs Gulden für 'n Apotheker vor. (Ist mittlerweile zum Tisch gegangen und hat von den früher von den Anwesenden hingelegten Visitengeldern etwas genommen.)

FRAU WILKNER (in höchster Freude) Herr Doktor, Sie sind ein Mann, wie's kein' gibt -!


Fünfte Szene

MALZER; DIE VORIGEN

KAMPL (zu Malzer, welcher eben zur Mitte eintritt) Ah, der junge Herr von Malzer! - (Zu Frau Wilkner.) Pfirt d' Frau!

FRAU WILKNER Vergelt's Gott, Herr Kampl! (Geht zur Mitte ab.)

MALZER Na, Sie, jetzt sind s' doch wieder alle zwei frisch und g'sund.

KAMPL Bei so kräftige Naturen hat's der Doktor leicht.

MALZER Besonders, wenn er sich's so leicht macht wie Sie. Zum zweiten sind Sie gar nicht mehr gekommen.

KAMPL Ich hab' g'sehn, daß er auf 'n Weg der Besserung is und daß einige Tage Ruhe von den Geschäften -

Johann Nestroy als Tratschmiedl in seinem
 Stück "Der Tritschtratsch".
MALZER Es sind ausgezeichnete Tiere, unsere Ochsen, haben bei der Ausstellung Aufsehen g'macht, da gehört sich's nicht, daß man saumselig ist.

KAMPL Wenn ich halt grad viele menschliche Patienten hab', so bleibt mir keine Zeit zur animalischen Praxis.

MALZER Leere Ausred' -

KAMPL Erinnern Sie sich noch, wie Sie die unerklärbare Gehirnentzündung g'habt haben - da hab' ich auch 's ganze Tierreich vernegligiert und meine ganze Kunst Ihnen gewidmet.

MALZER Was Kunst! Meine gute Natur hat gesiegt.

KAMPL Ah ja, Sie haben auch recht a starke Natur, überhaupt in Ihrem Hause haben s' alle viel physische Kraft.

MALZER Mit Komplimenten richten Sie nichts aus bei mir. Es bleibt bei dem, was der Vater gesagt hat. Sie kriegen für die Kur an dem Weißen gar nix, weil Sie sich um den G'schecketen nicht mehr umg'schaut haben.

KAMPL Macht nix, Ihr Vater is ein unparteiischer Mann, ihm sind alle gleich liebe Kinder.

MALZER (zu Damian) Sie, Mußje Damian, werden honoriert. (Nimmt die Brieftasche heraus.)

DAMIAN O, ich bitte -

KAMPL (nimmt seinen Hut) Ich muß jetzt zu ein' gefährlichen Patienten. Damian, wenn wer fragt um mich, in einer Viertelstund' bin ich wieder da. (Zu Malzer.) Ich habe die Ehre -

MALZER Sie wissen für die Zukunft, was Sie zu tun hab'n.

KAMPL Sagen Sie Ihrem Herrn Papa, ich seh' jetzt ein, wie gefehlt das is, wenn man bei ein' Ochsen zu wenig Visiten macht; ich habe mein Schicksal verdient. (Geht zur Mitte ab.)


Sechste Szene

DAMIAN, MALZER

DAMIAN G'schickt is mein Herr, aber -

MALZER Nachlässig und eigensinnig, einen Kopf hat er -

DAMIAN Ja, das is sein Unglück, wenn der kein' Kopf hätt', das wär' einer der ersten Doktoren in der Stadt.

MALZER (gibt ihm Geld) Und mein Papa, wissen Sie, der leid't keinen Kopf.

Johann Nestroy als Sansquartier in seinem
 Stück "Zwölf Mädchen in Uniform".
Siebente Szene

FELSBACH, MUSCHL (treten zur Mitte ein); DIE VORIGEN (Doktor Muschl ist schwarz, etwas altmodisch gekleidet, geht etwas gebückt, hat graue Haare und ein Zäpfchen.)

FELSBACH Sein Name ist auf der Tafel zu lesen, wir gehn nicht fehl! (Zu Damian.) Ist Ihr Prinzipal zu Hause?

DAMIAN Grad is er aus'gangen, Sie müssen ihn völlig begegnet haben.

FELSBACH und MUSCHL Fatal!

MALZER (zu Damian) Die hab'n's pressant, was kann denen wohl fehlen, Mussi Damian?

DAMIAN Mir scheint Leberleiden oder schwache Brust, möglich, daß auch der Magen ruiniert is, hineinsteigen kann man nicht in die Menschen, die Krankheit spricht sich meistens erst aus, wenn s' a Weil' eing'nommen haben.

FELSBACH (zu Damian) Könnten Sie ihn vielleicht holen?

DAMIAN O ja, warum nicht -? (Bringt wie zufällig die Hand in Felsbachs Nähe.)

FELSBACH (ihm Geld gebend) Eilen Sie, ich bitte -

DAMIAN Zu Befehl -

MALZER Ich geh' mit Ihnen. (Malzer und Damian zur Mitte ab.)


Achte Szene

FELSBACH, MUSCHL

MUSCHL Hier also hoffen Sie Ihre zweite Tochter zu finden?

FELSBACH Gewiß, hier muß sie sein.

MUSCHL Und in der ganzen Reihe von Jahren haben Sie nie eine Erkundigung -?

FELSBACH Ich war abwesend, weit - und wollte ja nichts von ihr hören.

MUSCHL Unglaublich - einem Phantom Gemahlin und Tochter zu opfern.

FELSBACH Letztere ist nicht geopfert, ich habe sie verläßlichen Händen anvertraut und werde sie nun reich und glücklich machen.

MUSCHL Ihre Gemahlin starb in der vollen Überzeugung, daß sie nur mehr eine Tochter habe, somit betraf meine Mission die ältere und nicht die, welche Sie hier finden sollen. Da nun aber meine Botschaft vom Sterbelager Sie zur Erkenntnis und Reue gebracht und die Erfüllung der von mir etwas voreilig übernommenen Verpflichtung nunmehr Ihnen zusteht, so gebe ich alle hierauf bezüglichen Papiere hier in Ihre Hände. (Papiere hervorziehend.) Es ist das wichtige Dokument dabei, welches mir bei bevorstehender Gattenwahl Ihrer Tochter die entscheidende Stimme gibt. Das ist nun alles Ihre Sache. (Gibt ihm die Papiere.)

Johann Nestroy als Frau Maxl in
 Alexander Bergens Posse
"Eine Vorlesung bei der Hausmeisterin".
Neunte Szene

KAMPL; DIE VORIGEN

KAMPL (durch die Mitte, für sich) Alle zwei noch auf'n Füßen, es kann nix G'fährliches sein.

FELSBACH (sich umsehend und Kampl erblickend) Er ist's - alter Freund!

KAMPL Ja, ja - g'schwind die Trennungsjahre herunterg'staubt von dem G'sicht und es is das damalige, Baron - Spezi - grüß' dich Gott!

FELSBACH Nun sprich - schnell - wo ist meine Tochter?

KAMPL (befremdet) Die suchst du jetzt und bei mir -?

FELSBACH Is sie tot -?

KAMPL Es kann wohl übers g'sündeste Kind was kommen In sechzehn Jahren, aber ich wüßt' nicht -

FELSBACH Sie lebt also -? Und wo lebt sie?

KAMPL Das erste weiß ich nicht g'wiß, ich vermut' es nur aus medizinischer Kombination, und das zweite weiß ich gar nicht.

FELSBACH Entsetzlicher, was hast du getan?

KAMPL Hast denn du mich zum Vizevater aufg'stellt? Hab' ich dir nicht abgeraten? Und per »Entsetzlicher« mußt du schon gar nicht reden mit mir, ich bin kein gedungener Bandit, der mit zerstückelten Kindern den wilden Tieren des Waldes Vorwürfe macht.

FELSBACH Diese Tiere sind Lämmer gegen mich, der sein eig'nes Kind erbarmungslos hinausgestoßen! (Sinkt, mit beiden Händen das Gesicht bedeckend, auf einen Stuhl.)

KAMPL Damals hast du nichts bereut als das, daß du geheirat't hast - jetzt, scheint mir, gewinnt eine Kontra-Reue die reaktionäre Oberhand.

MUSCHL (zu Kampl) Lassen Sie den ersten Ausbruch vorübergehen und erzählen Sie mir das Ganze.

KAMPL Ihnen -? Wer sind Sie denn?

MUSCHL Ich bin der Arzt der Verstorbenen -

KAMPL (ihm die Hand reichend) Herr Kollege -

MUSCHL Der Verstorbenen gewesen, als Badearzt nämlich, in Ostende hatte ich die Ehre -

Johann Nestroy als Specht in seinem
Stück "Eulenspiegel oder
Schabernack über Schabernack".
KAMPL Badearzt - ah, Sie sind im Nassen das, was ich im Trocknen bin - Trocken und Naß vereinigt sich im Feuchten, im Grab.

MUSCHL Ich habe ein Recht darauf, den ganzen Hergang zu wissen.

KAMPL Gut, so hören Sie die Erzählung! Es war einmal ein Baron - wir wollen ihn Felsbach nennen - der wähnte als sinnreicher Argwohnist und Techniker in Eifersucht, in seiner zweiten Tochter namentlich ein Doppelzeugnis von Mutterschuld und Vaterschmach zu sehn. Da reist mit ihrer ein Jahr älteren Tochter die Baronin in die Bäder, und blitzig allsogleich durchzuckt ein Racheplan die Seelennacht des finsteren Barons. Zu einem Schulfreund, treu erprobt - wir wollen ihn Kampl nennen - bringt er die verhaßte Elf-Monat-Baroness' mit Summen und Befehl, dafür zu sorgen, daß nie der Freiherr-Vater von ihrem Dasein höre. Der Kampl geht das ein, das Kind wird der Baronin tot gemeldet und der Baron verschwand aus Stadt und Gegend. Der Kampl, auf Kinder nicht gefaßt, schickt die Kamplin mit Kind und Summe zu entlegenen Verwandten, doch sie ging nicht dahin, kam auch nicht wieder, spurlos verschwunden war Kind und Summe, und nur durch Zeitungsblätter erfuhr nach Jahren der Kampl jener Kamplin fernen Tod.

FELSBACH Wo war das -? Dort muß auch meine Tochter sein.

KAMPL Wir wollen hinschreiben, dann auch hinreisen, wie du willst.

MUSCHL Und hatte die Baronin nie Vermutungen von dieser Tat?

FELSBACH Nie, wir schickten ihr einen Totenschein -

KAMPL Und die Menschen haben schon den Unsinn, daß sie das für Wahrheit halten, worüber sie ein'n Schein in den Händen haben.

MUSCHL Scherzen Sie nicht, Helfershelfer -

KAMPL Was war das, Kollega -?!

MUSCHL Ich bin nicht der Kollega eines verdächtigen Baders.

KAMPL Glauben Sie, Sie sind mehr als ich, weil Sie verstorb'ne Haute volee kuriert haben? Das hab' ich auch getan! Der (auf Felsbach) kennt mich noch als den schönsten Medizinae Doktor in der Stadt. Aber mir sind die Damen mit die ewigen Migränen und die Herren mit die beständigen Anschoppungen z'wider word'n, nie eine feste, ordentliche Tod'skrankheit! Aber sterben tun s' doch, und dann kommt es auf 'n Doktor. Nein, hier vor der Linie heraußt is es schöner; da sagen s' doch noch, wenn einer stirbt: »Gott hat 'n zu sich genommen!« - aber in der Stadt heißt's nur: »Der Doktor hat 'n unter die Erd' gebracht!« - Boshafte Rasse! Hier aber hab' ich das Ius gladii, und niemand wagt's, an meiner Wissenschaft zu zweifeln. Ich bin Bader aus freier Wahl!

MUSCHL Wie aber konnten Sie zu so etwas die Hand bieten? Den Baron entschuldigt blinde Leidenschaft, aber sie -

Johann Nestroy als Gaugraf in seiner
Parodie "Tannhäuser" (Foto von Hermann Klee).
KAMPL Meine Leidenschaft ist die Freundschaft! Mich hat das immer verdrossen, daß man nur aus Liebe den verwegensten Unsinn begeht, ich hab' zeigen wollen, daß die Freundschaft keine geringere Leidenschaft is.

FELSBACH Jetzt ist die Zeit, jetzt mußt du sie bewähren.

KAMPL Glaubst, ich habe gewart't, bis du mir das sagst? In mir gären schon die Pläne, die Hoffnung moussiert, der Stoppel der Unternehmung kracht, eingeschenkt, vivat die wiedergefundene Marianne!

FELSBACH So großes Glück verdiene ich nicht, es ist mir auch nicht beschieden.

MUSCHL Verzagen Sie nicht! Forschen Sie, handeln Sie, und ist das vergebens, dann vergessen Sie nicht in fruchtlosem Jammer die Vatersorge, die Sie Ihrer älteren, wahrscheinlich nunmehr einzigen Tochter schuldig sind. Ich fahre nach der Stadt und trete allsogleich meine Rückreise an. Ihre möglichen Erfolge berichten Sie mir, denn niemand hat so wie ich den innigsten Anteil an der durch Sie unglücklichen Verstorbenen genommen. Leben Sie wohl! (Reicht Felsbach die Hand und geht, von diesem und Kampl bis an die Türe begleitet, durch die Mitte ab.)


Zehnte Szene

DIE VORIGEN ohne MUSCHL

KAMPL Dich behandelt er gebieterisch, mich bagatellmäßig - in seinen Augen stehn wir aber auch als a paar recht nette Individuen da. Pfui Teufel, jetzt seh' ich's erst selber ein, es is a wilde G'schicht'!

FELSBACH Einen Trost kannst du mir gewähren - aber sprich die Wahrheit! - liebte deine Frau das Kind?

KAMPL Von ihrer Mutterliebe weiß ich nix Dezidiertes, aber im allgemeinen war sie sehr liebevoll, sie hat schon geliebt, wie ich sie kenneng'lernt hab', und hat denjenigen aus Liebe zu mir plantiert, nach drei Jahren hat sie mich plantiert, wird auch nicht ohne Liebe abgelaufen sein - transeat! - Aber was hat denn dich in betreff deiner Frau zur bessern Einsicht gebracht?

FELSBACH Ein Brief, den mir der alte Doktor, als er nach langem Forschen meinen Aufenthalt erfahren, nach Florenz schickte. Ich eilte nach seinem Wunsche, hier mit ihm zusammenzutreffen, allsogleich hierher.

KAMPL Was war denn aber in dem Brief?

FELSBACH Heilige, auf dem Sterbette geschriebene Beteuerungen ihrer Unschuld. Glaubst du, daß man da einer Lüge fähig ist?

KAMPL (sucht, während er das Folgende spricht, in einem Schranke) Nein, das Lügen is eine Erfindung von und für Lebendige; im Tode muß Wahrheit sein, schon deßtwegen, weil er der Gegensatz vom Leben is. Die Meinige hat mir nichts geschrieben auf dem Sterbebette; na ja, es is keine Lokalität zum Leuteanschmieren - früher hab' ich aber einen recht aufrichtigen Brief kriegt von ihr.

Johann Nestroy als Pan in
Offenbachs "Daphnis und Chloe".
FELSBACH Sollte darin keine Andeutung -?

KAMPL Nix! (Zeigt ihm den Brief, den er aus dem Schrank geholt, und liest die folgenden Stellen daraus.) »Ich kann mich auf dem neu betretenen Lebensweg nicht mit einem Kinde befassen und hab' es daher in gute, sichere Hände gegeben.«

FELSBACH Warum sandte sie es nicht dir zurück?

KAMPL Weiß ich's -?

FELSBACH Ohne Zweifel hat die Abenteurerin das Geld vergeudet und mein Kind in Not und Armut - entsetzlich!

KAMPL No, no - nur nicht gleich das Schrecklichste denken!

FELSBACH Lies weiter -!

KAMPL Dann kommt nix mehr als eine Schmeichelei für mich. (Liest.) »Du bist in die drei Jahr' unausstehlich geworden, der Schlosser war ein lieber Mann, aber du - ha -!« (Spricht.) Dieser Schlosser war eben ihre frühere Liebe; ich habe auch anfangs geglaubt, daß sie zu ihm is, hab' aber erfahren, er hat als strenger Jungg'sell gelebt.

FELSBACH Rate, rate, was ich zunächst beginnen soll.

KAMPL überlaß das mir, Baron, binnen einer Viertelstund' arbeiten alle Telegraphen, und du befass' dich, wie der Rokoko-Seedoktor gesagt hat, mit der Vatersorge für die ältere.

FELSBACH Da bedarf's wohl keiner Sorge, auch kennt das Mädchen mich kaum dem Namen nach als ihren Vater. Als meine Frau sich damals von mir trennte, nahm sie ihren Familiennamen wieder an, und die Kleine erbte, unter der Bedingung, diesen Namen zu behalten, von einem Onkel ein ungeheures Vermögen.

KAMPL Was? Eine reiche Erbin, die als Waise vielleicht schlechten, habsüchtigen Verwandten in die Hände fällt -?

FELSBACH Man erwartet ihre Ankunft im Hause ihres gesetzlichen Vormunds, von welchem ich dir weder Gutes noch Böses zu berichten weiß.

KAMPL Und das sagst du mit solcher Seelenruhe? Siehst du nicht ein, alter Schulspezi, daß gerade diese Tochter am g'fährlichsten d'ran is? Die andere, mein Gott, lebt sie, so krieg'n wir s', und hab'n wir s', beglücken wir s', das is Kinderei, aber die als Millionwesen und Solowaise Preisgegebene -

FELSBACH Du hast so unrecht nicht -

KAMPL (nachsinnend) Deine Adresse!

FELSBACH (ihm eine Karte zeigend) Hier ist sie.

Johann Nestroy als Jupiter in "Orpheus in
 der Unterwelt" von Jacques Offenbach
 (Foto von Hermann Klee).
KAMPL Da muß gehandelt werden. Fahr nach Haus, in einer halben Stund' bin ich bei dir. (Führt ihn gegen die Türe.)

FELSBACH Du unternimmst viel, möge der Gedanke dich begeistern, daß du es für einen Freund tust, den Vaterangst und Reue foltern. (Zur Mitte ab.)


Elfte Szene

KAMPL (allein)

KAMPL Ich möcht' doch wissen, ob der Blick einer verklärten Baronin in das Halbdunkel eines unheimlichen Baderherzens dringt. Was muß sich die Dame denken im Himmel, wenn s' herabschaut auf mich unbefugten Mitarbeiter an ihrem Unglück auf Erden! Wahrscheinlich denkt sie sich gar nichts. Ich kann es überhaupt nicht glauben, daß die Jenseitigen an uns Diesseitige herüberdenken; die Guten wenigstens gewiß nicht, denn die sollen ja selig sein und wie brächten s' denn das zusammen, wenn sie uns herunt' im Vogelperspektiv betrachteten? Könnt' es einen seligen Hausherrn geben, wenn er sähet, wie seine liederlichen Buben auf sein schweiß- und fleißerbautes Haus einen Satz um den andern machen? Könnt' es einen seligen Graukopf geben, wenn er's sähet, wie seine blonde Witwe die Trauerkleider als Liebesnetze verwend't? Könnt' es einen seligen Schiller, einen seligen Goethe geben, wenn sie sehen müßten, wie in Budweis der »Don Karlos« und in Feistritz der »Faust« aufg'führt wird? - Es war keine dumme Erfindung von die Griechen und Römer, daß sie als Grenzfluß ihrer Champs Elysees den Lethe angenommen haben, aus dem man Vergessenheit trinkt. Wer die Welt nicht vergißt, für den kann's gar kein' Himmel geben - das ist altgriechische Philosophie, die in zweitausend Jahren noch nicht rokoko worden is. 's is auch ganz natürlich; was hat sich denn geändert seit der Zeit? In der Form a Menge, in der Sache blutwenig.


Quelle: Johann Nestroy: Komödien. Ausgabe in drei Bänden herausgegeben von Franz H. Mautner. Frankfurt/M, 1987, Insel. Insel Taschenbuch 526. ISBN 3-458-32226-4. Dritter Band, Seite 353-364

Alle Fotographien stammen aus dem Archiv der Österreichischen Nationalbibliothek [Online verfügbar] und sind dort mit "um 1860" datiert.


Wem dieser Post gefallen hat, dem gefielen auch folgende Beiträge:

Franz Schubert: Deutsche Messe D 872 und andere Chorwerke (Dirigent Karl Forster, 1959), visualisiert von Rudolf von bzw. Jakob Alt.

Joseph Haydn: Missa Cellensis + Paukenmesse + Schöpfungsmesse (Dirigent Gerhard Wilhelm, 1969 bzw. Neville Marriner, 1985/89), begleitet von Hans Blumenbergs "Lesbarkeit der Welt".

Ludwig van Beethoven: Missa Solemnis op. 123 (Karl Böhm, 1975) + Messe C-Dur op. 86 (Karl Richter, 1970), ergänzt durch Umberto Ecos "Nachschrift zum 'Namen der Rose'".


CD bestellen bei JPC
(nicht das selbe Label, aber inhaltlich ident mit der hier besprochenen CD)

CD Info and Scans (Tracklist, Covers, Pictures) 18 MB
embedupload --- MEGA --- Depositfile --- Bigfile


Unpack x302.rar and read the file "Download Links.txt" for links to the Flac+Cue+Log 2 CDs 211 + 222 MB

19. November 2014

Mozarts Requiem, dirigiert von Eugen Jochum, Wien, Stephansdom, 1955

Wolfgang Amadeus Mozarts letzte Komposition, sein unvollendetes «Requiem» (KV 626), steht bis heute im Ruf eines geheimnisumwitterten Werkes. Die Legendenbildung setzte bereits unmittelbar nach seinem Tod ein. Während die alten Anekdoten eher plausible Antworten auf den unerklärlichen, allzufrühen Tod suchten und den tragischen Verlust verschmerzen helfen wollten, beruhen die neueren Anekdoten mehr auf Sensationslust. Die Entstehungsgeschichte des «Requiems» war indessen im Wesentlichen bereits um 1800 bekannt und fügt sich zu einem «durchweg nüchternen Bericht», wie der Mozart-Forscher Christoph Wolff dargelegt hat.

Franz Graf von Walsegg, wohnhaft auf Schloss Stuppach am Semmering, wollte seiner im jugendlichen Alter verstorbenen Frau ein angemessenes Denkmal setzen. Zu diesem Zweck bestellte er beim Bildhauer Johann Martin Fischer für mehr als 3000 Gulden ein Grabmonument und bei Mozart für 225 Gulden die Musik für ein Requiem. Der Graf war ein leidenschaftlicher, aber dilettantischer Musiker. Er pflegte sich gerne mit fremden Federn zu schmücken, indem er bei privaten Musikaufführungen Kompositionen anderer als die seinigen ausgab. Auch Mozarts «Requiem» wollte er auf diese Weise darbieten und erteilte deshalb den Kompositionsauftrag anonym über einen Kanzlisten seines Wiener Rechtsanwalts.

Als Mozart im Sommer 1791 den Auftrag erhielt, war er noch mit der Arbeit an zwei Opern («Zauberflöte» und «La clemenza di Tito») und mit der Komposition des «Klarinettenkonzerts» beschäftigt. Er konnte die Arbeit am «Requiem» nicht vor dem 7. Oktober, an dem er die Instrumentation des «Klarinettenkonzerts» abschloss, aufnehmen – zu spät. Als er am 5. Dezember 1791 im Alter von 35 Jahren starb, lagen nur der Eingangssatz und das «Kyrie» vollständig ausgeschrieben vor. Die Stücke der Sequenz «Dies irae» (bis zur Hälfte des «Lacrimosa») sowie das «Offertorium» hatte der schwerkranke Komponist in den wesentlichen Stimmen skizziert.

Um den Auftrag zu erfüllen und den Rest des angezahlten Honorars zu erhalten, liess Constanze das Werkfragment durch Mozarts Schüler und Gehilfen Franz Xaver Süssmayr ergänzen. Süssmayr arbeitete die skizzierten Teile aus, komponierte das «Sanctus», «Benedictus» und «Agnus Dei» hinzu und wiederholte am Schluss den Anfangschor als «Communio». Der Graf führte das Werk am 14. Dezember 1793 gemäss der liturgischen Bestimmung als Totenmesse für seine verstorbene Frau auf, und zwar nach einer eigens angefertigten Partiturabschrift mit der Autorenangabe «Fr.(ançois) C.(omte) de Walsegg». Die Uraufführung des Werkes hatte allerdings schon am 2. Januar 1793 im Rahmen eines Benefizkonzertes zugunsten von Mozarts Witwe stattgefunden.

Quelle: Anonym, im Programmheft des Berner Kammerchors vom April 2014

Gedanken und Eindrücke zum "Requiem", Mozarts einziges Werk mit autobiographischem Bezug

von Nikolaus Harnoncourt

Ich möchte jetzt keine analytischen oder musikwissenschaftlichen Studien zu diesem Werk machen, sondern Eindrücke wiedergeben, die mich beim Erarbeiten von Mozarts "Requiem“ […] als Musiker unmittelbar berührten. Zunächst empfand ich - trotz der fragmentarischen Überlieferung und trotz der vielfach so hart kritisierten Ergänzung durch Mozarts Schüler Süßmayr das Zusammenhängende, den großen Wurf des Ganzen, die Architektur des Gesamtwerks bei weitem zwingender als jemals früher: Die ergänzten Teile kann ich musikalisch keineswegs als Fremdkörper sehen, sie sind im Wesen mozartisch. Es ist für mich völlig abwegig und unmöglich, zu glauben, ein inferiorer Komponist wie Süßmayr, dessen Kompositionen niemals über ein banales Mittelmaß hinausreichen, hätte aus eigenem das Lacrimosa vollenden und dieses Sanctus, Benedictus und Agnus Dei komponieren können. Selbst eine von den anderen Teilen ausstrahlende Inspiration, die Süßmayr gleichsam beflügelt hätte, kann mir die Herkunft dieser Musik nicht glaubhaft machen. Für mich sind diese Sätze eben auch von Mozart, sei es, dass Süßmayr entsprechendes Skizzenmaterial zur Verfügung hatte, sei es, dass ihm diese Kompositionen im Laufe der Zusammenarbeit von Mozart eindringlich vorgespielt worden waren. Auch die deutliche qualitative Diskrepanz zwischen der Komposition und der Süßmayrschen Instrumentation dieser Sätze bestärkt mich in meiner Überzeugung.

Wir wissen aus Mozarts Briefen, dass Gedanken an den Tod und gläubige Auseinandersetzung damit für ihn vertraut und selbstverständlich waren. So schreibt er 1787, also mit 31 Jahren, an seinen kranken Vater: "... da der Tod, genau zu nehmen, der wahre Endzweck unseres Lebens ist, so habe ich mich seit ein paar Jahren mit diesem wahren, besten Freunde des Menschen so bekannt gemacht, dass sein Bild nicht allein nichts schreckendes mehr für mich hat, sondern recht viel beruhigendes und tröstendes! und ich danke meinem Gott, dass er mir das Glück gegönnt hat mir die Gelegenheit zu verschaffen, ihn als den Schlüssel zu unserer wahren Glückseligkeit kennen zu lernen. Ich lege mich nie zu Bette ohne zu bedenken, dass ich vielleicht, so jung als ich bin, den andern Tag nicht mehr sehen werde ..."

Schon das Todesquartett aus "Idomeneo", das Mozart zehn Jahre vor dem "Requiem" geschrieben hatte, wirkt auf mich wie eine erste sehr persönliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod. Mozart, der sich ja mit Idamante identifizierte, hatte zu dieser Oper, besonders aber zu diesem Quartett, zeit seines Lebens eine ungewöhnlich starke emotionale Beziehung. Es ist überliefert, dass es ihn so sehr zu Tränen rührte, dass er nicht weitersingen konnte, als er es gelegentlich in Wien musizierte, wobei er wohl den Idamante sang.

Ähnliches wird uns über eine Art Probe des "Requiems" berichtet, bei der kurz vor seinem Tod die bereits fertigen Teile ausprobiert wurden, wobei Mozart beim Lacrimosa in Tränen ausbrach und nicht mehr weiterkonnte.

Das gesamte Werk wirkt auf mich wie ein zutiefst persönliche Auseinandersetzung; erschreckend und erschütternd bei einem Komponisten, der normalerweise sein persönliches Leben und Erleben geradezu auffallend von seiner Kunst trennte. Das instrumentale Vorspiel ist eine Totenklage (Bassetthörner und Fagotte), zu der die Streicher schluchzend weinen. Diese ruhige Trauer wird aufgerissen durch die Forteschläge der Posaunen, Trompeten und Pauken im siebten Takt: Der Tod ist nicht nur ein milder Freund, sondern der Schritt zum gefürchteten Gericht. Hier empfinde ich zum erstenmal, vielleicht wie Mozart selbst, wie der offizielle liturgische Text zu persönlichster aufwühlender Auseinandersetzung wird: Der Tod trifft jeden einmal - aber was wird mit mir! Oder wie nach "luceat eis" (das Licht soll ihnen ewig leuchten) im Takt 17 bis 20 die inständige allgemeine Bitte in ein beglückendes Trostmotiv mündet, gleichsam: Alles wird gut werden, weil es Erbarmen gibt.

Das Kyrie, die Bitte um das göttliche Erbarmen, steigert sich aus der allgemeinen Fuge in immer persönlichere, geradezu fordernde homophone Rufe: Herr, Du musst mich begnadigen! Besonders stark ist die Gegenüberstellung des Allgemeinen zum Persönlichen in der Sequenz: Das Dies irae malt erbarmungslos die Schrecken des letzten Gerichtstages, die Strenge des Richters ("cuncta stricte discussurus!"), das Tuba mirum, die Erweckung der Toten zum Gericht: nichts blieb ungerächt ("nil inultum remanebit") - rührend persönlich darauf die ängstliche Frage: "Was werde ich Armer dann wohl sagen?"

Oder die krasse Gegenüberstellung des gewaltigen Königs im Rex tremendae mit dem Ich, mit mir: "Rette mich, Quell der Gnade", die im Recordare, einem Satz, der Mozart nach dem Zeugnis Constanzes besonders wichtig war, in ein eindringliches und zutiefst vertrauendes Gebet mündet: "Du hast mich doch durch Dein Leiden erlöst, solche Mühe darf doch nicht vergeblich sein." Ich verstehe die besondere, wohl religiös-musikalische Einstellung Mozarts zu diesem Satz, weil er das Persönliche der Beziehung zu Gott so stark hervortreten lässt, die Möglichkeit der liebevollen Milde des vorher als unerbittlich streng geschilderten Richters innig darstellt, dies besonders an zwei Stellen: "Der Du Maria-Magdalena begnadigt hast, lass auch mich hoffen" (Takt 83-93) und "Lass mich zu deiner Rechten bei den Schafen sein" (Takt 116 - Ende).

Im Confutatis, das von vornherein die Gegenüberstellung: Alle - Ich beinhaltet, wird die innig persönliche Beziehung zu Gott im letzten Satz "Sei bei mir, wenn ich sterbe!" sowohl harmonisch, als auch in einer sicher vertrauensvollen musikalischen Textausdeutung hervorgehoben. Hier höre ich Mozart selbst, für sich selbst sprechen, mit aller ihm zu Gebote stehenden bewegenden Eindringlichkeit, wie ein krankes Kind, das vertrauensvoll seine Mutter ansieht, - und die Angst schwindet.

Quelle: Nikolaus Harnocourt, gefunden im Web in einem Dokument der »Education Group«, Linz

Track 6: Sequenz Nr.4 Recordare


TRACKLIST

Wolfgang Amadeus Mozart:

Requiem d-moll KV 626

01. I. Introitus · Requiem (Chor, Sopran)                               05:19
02. II. Kyrie (Chor)                                                    02:55
03. III. Sequenz · Nr.1 Dies irae (Chor)                                01:53
04. III. Sequenz · Nr.2 Tuba mirum (Sopran, Alt, Tenor, Bass)           03:42
05. III. Sequenz · Nr.3 Rex tremendae (Chor)                            02:40
06. III. Sequenz · Nr.4 Recordare (Sopran, Alt, Tenor, Bass)´           05:51
07. III. Sequenz · Nr.5 Confutatis (Chor)                               02:44
08. III. Sequenz · Nr.6 Lacrymosa (Chor)                                03:08
09. IV. Offertorium · Nr.1 Domine Jesu (Chor, Sopran, Alt, Tenor, Bass) 04:05
10. IV. Offertorium · Nr.2 Hostias (Chor)                               04:34
11. V. Sanctus (Chor)                                                   01:51
12. VI. Benedictus (Chor, Sopran, Alt, Tenor, Bass)                     05:56
13. VII. Agnus Dei                                                      02:54
14. VIII. Communio · Lux Aeterna (Chor, Sopran)                         06:03

                                                       Gesamtspielzeit: 53:14
Irmgard Seefried, Sopran
Gertrude Pitzinger, Alt
Richard Holm, Tenor
Kim Borg, Bass

Wiener Staatsopernchor
Wiener Symphoniker
Eugen Jochum

Aufnahme: 1955, Stephansdom, Wien
(P) 1956

Ein Amerikaner beginnt zu malen



Die ersten dreißig Jahre des James Abbott McNeill Whistler

James Abbott McNeill Whistler: Das Weiße Mädchen:
Symphonie in Weiß Nr. I, 1862, Öl auf Leinwand,
214,7 x 108 cm, National Gallery of Art,
Sammlung Harris Whittemore, Washington
Whistler hielt auf Stil - im Leben, in den Briefen und in der Malerei. Sein Sinn für öffentliches Wirken und seine nachdrückliche Art wiesen ihm bei der Verteidigung der modernen Malerei eine hervorragende Rolle zu. Am besten stellt man sich den Maler vor, wie er neben seinem Werk steht, bewaffnet mit dem Malerpinsel, mit angespannter Aufmerksamkeit und der ihm eigenen Begabung für ätzende Bemerkungen, aber auch poetische Redewendungen, auf deren Konto noch immer ein Teil seines Ansehens zurückgeht - seine berühmteste Streitschrift trägt den Titel »Die feine Art, wie man sich Feinde schafft«.

James Abbott McNeill Whistler ist in vielerlei Hinsicht ein Vorläufer. Sogar das Stigma des Märtyrers zu tragen, war ihm zu Lebzeiten auferlegt: Mit den Impressionisten teilte er die Zurückweisung durch den Salon und die leidenschaftlichen Angriffe der Kritiker. Späte Anerkennung erfuhr er zunächst im Ausland, Bewunderung aber zollte ihm die intellektuelle Avantgarde seiner Zeit: Zu seinen Freunden zählten Charles Baudelaire und Stephane Mallarmé, Gustave Courbet und Dante Gabriel Rossetti, der Graf Robert de Montesquiou und Oscar Wilde. Seine Nocturnes inspirierten den Musiker Debussy, und Züge seiner Persönlichkeit finden sich in dem Maler Elstir in Marcel Prousts Roman wieder. […]

Whistler wurde [1834] in eine alteingesessene amerikanische Familie schottischer und irischer Abstammung hineingeboren. Sein Vater, George Washington Whistler, war ein überaus erfolgreicher Ingenieur, Absolvent der Militärakademie von West Point, und konnte als Prototyp des kultivierten Yankee-Weltenbummlers gelten. Seine Mutter, Anna Matilda McNeill, war George Washington Whistlers zweite Frau, eine fromme Protestantin aus den Südstaaten. Ihre Bedeutung für Whistlers Leben kommt in dem Umstand zum Ausdruck, daß er ihren Mädchennamen seinem Namen hinzufügte. Durch seine Familie hatte er Anteil an einer provinziellen, militärischen und puritanischen Tradition, von der sein übersteigertes Ehrgefühl, sein ironischer und manchmal frecher Geist sowie die Uberzeugung, einer imaginierten Ritterschaft anzugehören, abzuleiten sind. Das ließ in ihm eine etwas anachronistische, idealisierte Sicht der Welt und der Menschen heranreifen, die sich in seinen Gemälden spiegeln sollte. Er war ein Starrkopf, voll rassischer Vorurteile - die allerdings im Lauf der Zeit schwächer wurden - und trotz vieler Liebschaften ein Frauenfeind. Er kultivierte eine unverschämt perverse Zweideutigkeit und jenen Exhibitionismus, der der Zeit zu eigen war. […]

Er hatte Henri Murgers »Leben der Boheme« gelesen, eine Darstellung des - aus amerikanischer Sicht besonders exotischen - Lebens von Kunststudenten und Arbeiterinnen in Paris, und er beschwor seine Familie ihn ziehen zu lassen. Am 3. November 1855 traf Whistler in Paris ein, mit ganzen 355 Dollars in der Tasche, und nie wieder sollte er den Boden der Vereinigten Staaten betreten.

James Abbott McNeill Whistler: Am Klavier, 1858. Öl auf Leinwand,
67 x 91 cm Taft Museum, Cincinnati, Ohio. Legat Louise Taft Sempie
Zwischen den Präraffaeliten und Courbet

Der Maler und Essayist Jacques-Emile Blanche - ein mittelmäßiger Maler, aber bemerkenswerter Essayist - erinnert sich im Jahre 1905:

»Unter meinen ältesten Erinnerungen höre ich noch, wie der Name Whistler genannt wird, und zwar von den Leuten, die Fantin-Latour rund um Manet und das Porträt Delacroix' versammelt hat. Ganz hinten im Atelier der Rue des Beaux-Arts war die Hommage à Delacroix zu sehen, auf der sich ein junger Geck, eingezwängt in seinen langen Gehrock, die schwarzen Haare gekräuselt, mit einer weißen Locke auf der Stirn, spöttisch lächelnd, ein Monokel ins Auge kneifend, dem Betrachter zuwendet... Dieser seltsame Mensch beschäftigte mich lange... Der junge Whistler war ein amerikanisches Original ... nach einem glänzenden Einstieg verschwand er rasch von der Bildfläche ... «

Das war ein etwas oberflächliches und voreiliges Urteil. Einige Monate bevor Fantin seine Hommage à Delacroix malte, schrieb Baudelaire in einem nicht signierten Artikel der »Revue anécdotique« vom 2. April 1862, der fünf Monate später im »Boulevard« nachgedruckt wurde:

»Vor kurzem hat ein junger amerikanischer Künstler, Monsieur Whistler, in der Galerie Martinet eine Folge feiner, frisch improvisierter und inspirierter Radierungen ausgestellt, welche die Themseufer darstellen, ein großartiges Gewirr von Tauen, Rahen, Seilen, ein Chaos von Nebel, brennenden Öfen und aufsteigenden Rauchspiralen, die tiefe, verworrene Poesie einer Hauptstadt von gewaltigen Ausmaßen ...«

Whistler trat seinen Aufenthalt in Paris 1855 an. Im Jahr danach schloß er sich dem Atelier Charles Gleyres an, eines Schweizers; der auf wuchtige allegorische und mythologische Szenen spezialisiert war. Obwohl er in der akademischen Tradition malte, war Gleyre ein gefragter Lehrer: Er vermittelte seinen Schülern eine solide Grundlage und ermutigte sie, ihren eigenen persönlichen Stil zu finden. Es wurde eigentlich kein Unterrichtsgeld eingehoben; die Schüler mußten nur für die Miete des Ateliers und die Modelle aufkommen. Auf diese Art wurde Gleyres Schule zu einem Sammelbecken junger und bedürftiger Künstler mit unabhängiger Geisteshaltung.

James Abbott McNeill Whistler: Straße in Saverne, 1858
Kupferstich, II/V, 20,8 x 15,7 cm,
Freer Gallery of Art, Smithsonian Institution Washington
Whistler fühlte sich in der Pariser Boheme, von der er auf der anderen Seite des Atlantiks geträumt hatte, sofort zu Hause. Seine ausgefallene Kleidung, sein häufiger Wohnungswechsel, seine turbulenten Affären - eine seiner Geliebten war im Quartier Latin als die »Tigerin« bekannt -, sein Charakter, der zwischen Streitsucht und Liebenswürdigkeit hin und herschwankte, ließen ihn rasch den ihm gebührenden Platz unter den Dandies von Paris einnehmen. Um etwas Geld zu verdienen, übernahm er Aufträge für Kopien aus dem Musée du Luxembourg und dem Louvre, wo er insbesondere Velásquez bewunderte, den er schon in der Eremitage für sich entdeckt hatte und um dessen Werke zu sehen er 1857 zur Kunstschau nach Manchester gefahren war. Ging Whistler das Geld aus, so begab er sich auf einige Zeit zur Familie seiner Schwester nach London, was ihm den Besuch der Nationalgalerie und der anderen englischen Museen erlaubte. In dieser Zeit war es auch, daß ihn Felix Bracquemond in die Kunst der japanischen Holzschnitte einführte. Deren großer Einfluß auf ihn sollte sich später erweisen.

Im Jahre 1858 bringt Whistler die erste Serie von Radierungen heraus, die er auf einer Reise nach Luxemburg, ins Elsaß und ins Rheinland angefertigt hat. Er widmet sie seinem Schwager Seymour Baden, bei dem er anläßlich seiner Englandaufenthalte seine Technik als Graveur vervollkommnet hatte. Er nennt die Serie Zwölf Stiche nach der Natur, sie ist aber auch unter der Bezeichnung Französische Suite bekanntgeworden. Die Stiche erlebten ihren Erstdruck in Paris in der Rue Saint-Jacques bei Auguste Delatre, dem Drucker der Maler von Barbizon, und wurden im nachfolgenden Jahr auch in London ediert. Sie zeigen Landschaftsansichten und lokale Typen; aber auch die bezaubernde Fumette, die »Tigerin« aus dem Quartier Latin (eigentlich hieß sie Héloise), tritt in ihnen auf. […]

Zur selben Zeit machte Whistler die Bekanntschaft Fantin-Latours, der im Louvre Veroneses Hochzeit zu Kana kopierte. Fantin-Latour und Whistler waren beide Bewunderer Courbets, und das brachte sie einander näher. Fantin führte Whistler in die Gruppe der Realisten im Café Moliere ein, von denen einige auf der Hommage à Delacroix zu sehen sind, und interessierte ihn für die Theorien seines Lehrers Lecocq de Boisbaudran über die Schulung des visuellen Gedächtnisses.

James Abbott McNeill Whistler: Brücke und Kirche von Chelsea,
 1870-1871, Kaltnadelradierung, VI/VI, 10,2 x 16,7 cm,
Freer Gallery of Art, Smithsonian Institution Washington
Wenn man die Gegenstände gründlich und eingehend betrachte, so dozierte der Meister in seiner enervierenden methodischen Art, könne man sie wirklichkeitsgetreu aus dem Gedächtnis abbilden. Lecocqs Lehrgang an der Ecole des Beaux-Arts war schlecht besucht, während das Atelier Gleyres wegen der dort herrschenden Freiheit sehr gefragt war. Den größten Zulauf jedoch verbuchte - trotz seiner maßlosen Eitelkeit - Thomas Couture. Seine sarkastischen Bemerkungen über Eugène Delacroix konnten selbst einen Schüler wie Manet nicht davon abhalten, dem damals schon bejahrten, aber trotz seines Ruhmes zurückgezogen lebenden Meister die Reverenz zu erweisen, und später brachte Fantin auch Whistler auf die Place Fürstemberg.

In jenem Winter entsteht Whistlers ausgezeichnete Skizze des im Bett überraschten vollständig bekleideten Fantin: der Kälte wegen eingemummt in einen Schal, auf dem Kopf den Zylinder, aber im Begriff zu zeichnen. Ein köstlicher Schnappschuß, von Whistler mit der Legende versehen: »Fantin im Bett liegend, in Verfolgung seiner Studien, unter schwierigen Bedingungen«. Whistler, so vermerkt Léonce Bénédite, bewunderte damals an dem Freund »seine Einfachheit und seine Weite« sowie »die schönen und frischen Farben, die ihm eigen sind«. […]

Im November 1858, als sich Whistler anläßlich einer seiner Londonfahrten bei den Hadens aufhält, überredet er seine Halbschwester Deborah und ihre Tochter Annie, ihm für Am Klavier Modell zu sitzen, sein bislang anspruchsvollstes und bestes Gemälde. Sooft er kam, versuchte ihn die junge Frau an London zu binden, aber er genoß das Pariser Leben viel zu sehr, als daß er darauf eingegangen wäre. Zu jener Zeit ließ sich eine künstlerische Karriere nur in Paris machen. Im Januar 1859 brachte Whistler Am Klavier nach Paris. Es ist ein gut komponiertes Werk und nicht unähnlich den intimen Interieurs Fantins aus derselben Schaffensperiode; man kann es auch mit Degas' Familie Bellelli in Verbindung bringen, die freilich in ihrem völligen Bruch mit den »gestellten« Porträts der klassischen Tradition, in der Haltung der Personen weitaus wagemutiger ist; eine viel stärkere Abbildung des wirklich »Gesehenen«.

James Abbott McNeill Whistler: Das Lokal »Adam and Eve« in Old Chelsea,
 1879, Kupferstich und Kaltnadelradierung auf japanischem Papier, II/II,
17,3 x 30,2 cm, Art Gallery of Ontario, Toronto. Schenkung Inco Limited
Im Vergleich dazu wirkt Whistlers Am Klavier zahm, aber die Harmonie aus Weiß, Grüngrau und Grauocker ist von ausgesuchtem Raffinement und kontrastiert reizvoll mit den ausgedehnten glatten Flächen von Deborahs schwarzem und Annies weißem Kleid sowie mit dem Kastanienbraun des Teppichs. Die einzige, aber einschneidende Neuerung auf dem Bild besteht darin, daß die Stiche an den Wänden in antinaturalistischer Manier zu drei Vierteln beschnitten sind, was ohne Zweifel dem Einfluß japanischer Holzschnitte zuzuschreiben ist. Ein solches Konglomerat aus Altem und Neuem war kennzeichnend für die Experimente der »Jungen Realisten«, die Akademie aber wußte es keinesfalls zu würdigen, und Am Klavier wurde die Aufnahme in den Salon von 1859 verweigert - ein Schicksal, das es mit den Beiträgen von Fantin, Legros und Ribot teilte, die gleichfalls der Komplizenschaft mit Courbet bezichtigt wurden.

Ein anderer Schüler des Meisters des Realismus, François Bonvin, schlug vor, einige der zurückgewiesenen Werke in seinem Atelier in der Rue Saint-Jacques auszustellen, und gewann Courbet zu einem Besuch der Schau. Dieser war ganz besonders vom Beitrag Whistlers angetan, und er beglückwünschte den Schöpfer des Gemäldes auf das wärmste. Die Ausstellung bei Bonvin vermochte eine Anzahl junger Maler in ihren Bann zu ziehen, denen die Abbildung der zeitgenössischen Wirklichkeit kein geringeres Anliegen war als - in ihren subtilen Abstufungen wie in ihren Kontrasten - die Vorherrschaft der Farbe über das graphische Element. Das Interesse, das Courbet an ihm zeigte, machte auf Whistler solchen Eindruck, daß er nach Ornans pilgerte, wo der große Mann aufgewachsen war und die Inspiration zu den meisten seiner Hauptwerke empfangen hatte. Uberwältigt kehrt er zurück, aber die Zurückweisung des Klavier-Gemäldes durch den Salon hatte ihn verbittert (obwohl zwei Zeichnungen angenommen und ausgestellt wurden), und er beschloß Paris zu verlassen. Im Frühjahr 1860 richtete er sich in Rotherhithe, in nächster Nähe der für sein Werk so bedeutsamen Themse, häuslich ein. […]

Als Whistler zusammen mit Fantin-Latour die Jahresausstellung der Royal Academy besuchte, um John Everett Millais' neue Arbeit zu bestaunen, sagte ihm dieser, wie sehr ihm seine Radierungen gefielen. Millais sollte ihm auch gratulieren, als in der Ausstellung des Jahres 1860 Whistlers Am Klavier Aufnahme. fand. Sollte sich London für Whistler als Erfolg entpuppen? Das in Paris abgelehnte Werk wird hier aufs wärmste willkommen geheißen, alle Welt bewundert es, und der Maler John Philip, ein Freund von Millais, kauft es für 30 Pfund. Deborah Haden schätzt sich glücklich, daß ihr Bruder ihrem Rat gefolgt ist, und der junge Amerikaner, dem in Paris die Anerkennung verweigert worden ist, wächst in England zum hochangesehenen Maler heran. […]

Wapping on Thames, begonnen 1860, jenes Gemälde, in dem uns zum ersten Mal Whistlers jüngste Eroberung, sein Modell Joana Hiffernan, eine rothaarige Schönheit aus Irland, begegnet, läßt einen Sinn für Atmosphäre und Licht erkennen, der nicht weit von den Gedankengängen Monets und Frederic Bazilles zur selben Zeit entfernt ist: den Realismus mit der Unmittelbarkeit der Plein-air-Malerei zu verbinden. Die Figuren sind in den Vordergrund hingesetzt, ein auffälliger Pfosten stützt das Balkondach ab, und der Hintergrund gibt den Blick auf den Schiffsverkehr auf der Themse frei.

James Abbott McNeill Whistler: Die Rialto-Brücke,
1880, Kupferstich und Kaltnadelradierung,
 II/II, 29,3 x 20 cm, National Gallery of Art,
Washington, Schenkung Mr. und Mrs. J. Watson Webb
Im September 1861 reist Whistler nach Frankreich, und im November zieht er mit Jo zurück nach Paris, wo er seine Zelte am Boulevard de Batignolles aufschlägt. Hier steht ihm Jo Modell für seine Symphonie in Weiß Nr. 1: Das Weiße Mädchen: eine junge Frau, die auf einem ausgebreiteten Wolfspelz steht und ein weißes Kleid trägt, vor einem ebenfalls weißen Hintergrund. Die Blume, die sie in der Hand hält, setzt das Bild in bezug zu Rossetti und zur Bewegung der Präraffaeliten, und die gezügelte Uppigkeit des Gemäldes spiegelt Whistlers Bewunderung für Velásquez und das Goldene Zeitalter der spanischen Malerei wider. David Park Curry vergleicht die Symphonie in Weiß Nr. 1 in seinem Katalog mit Antoine Watteaus Gilles:

»Die eine, überaus frappierende Parallele zwischen den beiden Gemälden in ihrer visuellen Wirkung ist die: Jeder der beiden Künstler schuf eine merkwürdig einsame Gestalt, die ein wenig eingeebnet scheint und sich vom Hintergrund unangenehm abhebt. Beide Künstler unternahmen eine Gewaltanstrengung, um die Schattierungen des Lichtes einzufangen, das auf einem ganz in Weiß gehüllten Modell spielte.«

Und doch wurde dieses Gemälde, das in der Entwicklung von Whistlers ästhetischem Denken einen Eckstein bildet, für die Ausstellung des Jahres 1862 von der Royal Academy zurückgewiesen.

Auf der Fahrt nach Spanien, wohin es die beiden Liebenden zog, wurde an der baskischen Küste im Südwesten Frankreichs haltgemacht, und Whistler malte dort einige Seestücke voll Kraft und Leidenschaft. In einem Brief an Fantin jedoch schrieb er:

»Du hast entschieden recht, die Freilichtmalerei soll man bei sich zu Hause betreiben ... Da ist ein Augenblick, und schon ist er auf immer entflogen. Man schlägt einen wahren und reinen Ton an, man fängt ihn im Fluge ein, wie man einen Vogel abschießt. Und das Publikum verlangt Vollkommenheit.«

Getrieben wie ein Nomade zog Whistler im März 1863 wieder um, in ein Haus in Chelsea, Lindsey Row 7, in der Nähe der alten Battersea Bridge. Im April fuhr er mit Legros nach Holland, um Rembrandts Radierungen zu studieren. Seine eigenen Radierungen brachten ihm bei einer Ausstellung in Den Haag eine Goldmedaille ein. In Paris unterbrach er die Reise, um seine Freunde wiederzusehen, aber er war mittlerweile zum Londoner geworden. Er verkehrte in den Kreisen der Präraffaeliten, mit Rossetti, Burne-Jones, William Morris und dem Dichter Swinburne, den er Manet vorstellte, er zeigte sich in den Klubs und Salons, hofierte die Damen und weckte den Neid der Snobs, indem er chinesisches Porzellan und japanische Holzschnitte sammelte, welche Mode er in London einführte. Auch durch seine ausgefallene Kleidung, seine spitzen Bemerkungen, seine Lausbubenstreiche und seinen eigenwilligen Geschmack begann er auf sich aufmerksam zu machen.

James Abbott McNeill Whistler: Das kleine weiße
Mädchen: Symphonie in Weiß Nr. II, 1864,
Öl auf Leinwand, 76,5 x 51,5 cm,
Tate Gallery, London.
Skandal und Ruhm

Dem Weißen Mädchen wird der Eintritt in den Salon von 1863 ebenso verwehrt wie dem Frühstück im Freien von Manet. Es ist nicht das erste Mal, daß die Jury eine solche Feindseligkeit gegenüber der modernen Malerei an den Tag legt; aber dieses Jahr ist die Anzahl der abgewiesenen Werke außergewöhnlich hoch, und die Künstler sind wütend. Die Proteste sind so heftig, daß Napoleon III., »von dem Wunsche beseelt, die Öffentlichkeit über die Berechtigung dieser Klagen selbst befinden zu lassen«, die Ausstellung der nicht zugelassenen Werke anordnet. 781 Gemälde sind in diesem »Salon des Refusés« zu sehen, darunter Werke von Fantin-Latour, Bracquemond, Henri Harpignies, Johan Barthold Jongkind, Camille Pissarro, Legros, Manet und Whistler. Unter den im Katalog nicht genannten Malern befindet sich auch ein Unbekannter namens Paul Cézanne.

Manet und Whistler sind das Gespött des Publikums, beide aus denselben Gründen: Nachlässige Ausführung, »Gemeinheit« des Gegenstandes, Mittelmäßigkeit des Entwurfs, Mißachtung der Ordnung der verschiedenen Ebenen wird beiden ebenso vorgeworfen wie ein Gebrauch der Farbe, der - anstatt die Formen zu konturieren - die Flächigkeit noch unterstreicht.

Die Weiße Dame (so die Bezeichnung im Katalog), die besonders schlecht aufgenommen wurde, war mit Absicht in die Nähe eines der Ausgänge gehängt worden, so daß sie nicht zu übersehen war. Zola erzählt in seinem Buch »L'Œuvre«, wie »die Leute einander anstießen, sich vor Lachen bogen und sich vor dem Bild beständig Gruppen bildeten, die sich das Maul zerrissen«. Zusammen mit dem Frühstück im Grünen ist Whistlers Beitrag in der Tat der große Heiterkeitserfolg, aber auch Hauptgegenstand von Ekel und Entsetzen, außer für Baudelaire, der das Bild, wie einem Brief Fantins an Whistler nach Amsterdam zu entnehmen ist, »bezaubernd, absolut exquisit« findet: »Legros, Manet, Bracquemond, De Balleroy und ich glauben, daß es ein sehr gutes Bild ist«, schreibt Fantin. »Wir finden die Weißtöne superb, und aus der Entfernung (das ist die wahre Probe aufs Exempel) sehen sie erstklassig aus. Courbet nennt Dein Bild eine Offenbarung ...«

James Abbott McNeill Whistler: Palais, Brüssel,
1887, Kupferstich und Kaltnadelradierung,
I/II, 21,7 x 13,8 cm, National Gallery
of Art, Washington, Sammlung Rosenwald
Der Kritiker Fernand Desnoyer stimmt in seinem Buch »Der Salon der Refuses - Die Malerei im Jahre 1863« mit Courbet darin überein, daß das Weiße Mädchen von »geisterhafter Gegenwart« sei und eine Spiritistin oder ein Medium abbilde; Jules-Antoine Castagnary hingegen meint, Whistler habe eine junge Frau am Morgen nach der Brautnacht dargestellt, die »sich fragend ansieht und mit Verwunderung das Schwinden der Jungfräulichkeit vom Vorabend eingesteht«. Die Ausdrücke »Offenbarung« und »Vision« kehren immer wieder, und die arme Jo findet sich von der Kritik mit dem »irren Blick der Ophelia« bedacht. Théophile Thoré-Burger findet »im Aussehen dieser Frau etwas schwer Bestimmbares von Goya, ja fast von Velásquez«.

Paul Mantz und Ernest Chesneau waren von Manets Frühstück verstört (Mantz hielt es für krankhaft), schätzten aber den Beitrag Whistlers. Chesneau rühmte an ihm etwas, das er »eine romantische Vorstellung von Traum und Poesie« nannte. Whistler hätte ihm dasselbe antworten können, was er zuvor schon einem Londoner Kritiker entgegengehalten hatte: »Mein Gemälde stellt nur eine weißgekleidete Frau dar, die vor einem weißen Vorhang steht.«

Das Weiße Mädchen wird von vielen als eine etwas konstruiert wirkende Wiederkehr der Romantik angesehen, als Übergang vom Naturalismus zum Symbolismus, vor allem aber als eine glänzende malerische Leistung, die Bewunderung verdient. Mantz hat die Zugehörigkeit des Gemäldes zu einer französischen Tradition der Erprobung von Weiß-auf-Weiß-Wirkungen konstatiert, aber Whistler verband sie mit anderen Absichten wie etwa der Einführung der präraffaelitischen Femme fatale, und er schuf ein Gemälde mit rätselhaften und zauberischen Zügen. Hier setzt eine neue, zunehmend subjektive Einstellung gegenüber der Natur ein, eine Art halluzinatorischen Ästhetizismus, der die Schriftsteller und Dichter in seinen Bann ziehen sollte. Offenkundig näherte sich Whistler der als »imaginativ« bezeichneten Position Baudelaires an (als Gegenpol zur »positivistischen«); einer traumartigen Auffassung von Gegenständen, die dem Alltag entnommen werden. Whistlers Wirklichkeit steht dem Traum näher als dem Leben.

James Abbott McNeill Whistler: Harmonie in Blau und Silber: Trouville,
1865, Öl auf Leinwand, 50 x 76 cm, Isabella Stewart Gardner Museum, Boston
Immer enger wird seine Beziehung zu Rossetti, den er im Juli 1862 kennengelernt hat. Rossetti ist einer der wenigen Freunde, mit denen er später nicht brechen wird. Es stimmt, daß ihn Rossetti und mit ihm die Mehrzahl der Künstler und Persönlichkeiten aus dem Kreis der Präraffaeliten - für einen großen Erneuerer der Malerei und einen Mann mit großer Zukunft hielt. Whistler lud Rossetti ein, sich zusammen mit Fantin-Latour und Legros an einer Gemeinschaftsausstellung zu beteiligen, und bat Fantin, Rossetti in sein ehrgeiziges Erinnerungsgemälde an den im Jahr zuvor verstorbenen Delacroix aufzunehmen. Die Hommage à Delacroix wurde im Salon des Jahres 1864 günstig aufgenommen. Zusammen mit Whistler und Legros war Fantin Mitglied der »Gesellschaft der Drei«, und Whistler freute sich über den Erfolg Fantins, obwohl es ihn schmerzte, daß Rossetti in das Gemälde nicht Eingang gefunden hatte. Zur selben Zeit ersetzte Whistler, höchstwahrscheinlich auf Veranlassung Rossettis, seine Signatur durch das berühmte Schmetterlingsmotiv, das - die Initiale W bewahrend - Ausdruck seines Nomadentums, aber auch seiner Vorliebe für die sichtbare Oberfläche der menschlichen Existenz sein sollte. Rossetti und Whistler teilten miteinander auch die Begeisterung für japanische Holzschnitte sowie für weißblaues chinesisches Porzellan.

Whistlers Haus in Chelsea war bald mit orientalischen Gemälden, Stichen, Möbeln, Fächern und Porzellan angefüllt. Seine Mutter, die der Bürgerkrieg aus den Vereinigten Staaten vertrieben hatte, nahm bei ihm dauernden Aufenthalt. Sein Haus wurde zum bevorzugten Treffpunkt von Künstlern, Literaten, Dichtern, Musikern, Sammlern und anderen Ästheten aus Paris und London. So begann die betrübliche Konfusion von Whistler als Künstler und Whistler als schillernder Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. […]

Als in der Jahresausstellung der Royal Academy von 1864 sein Landschaftsbild Wapping on Thames gezeigt wurde, schrieb der Kritiker der »Times«: »Wenn Velásquez unseren Fluß gemalt hätte, so hätte er es auf diese Art tun müssen.« Das war gewiß ein Kompliment, aber von der Intensität eines Keulenschlags, von dem man sich nicht leicht wieder erholt. Ein ähnlicher Triumph ereilte im Jahr danach Das kleine Weiße Mädchen, das auch Symphonie in Weiß Nr. 2 genannt werden sollte. Den Dichter Swinburne inspirierte es zu dem Gedicht »Vor dem Spiegel«, aus dem Whistler zwei Zeilen entnahm, um sie als Inschrift auf dem Rahmen anzubringen:

Entfallne Rose, liegt meine Hand
schneeweiß auf weißem Schnee und sorgt sich nicht.
[…]

James Abbott McNeill Whistler: Meer und Regen, 1865, Öl auf Leinwand,
 50,7 x 72,6 cm, University of Michigan Museum of Art,
 Legat Margaret Watson Parker
Warum habe ich nicht bei Ingres studiert?

Im Herbst 1865 sind Whistler und Jo in Trouville, dem fashionablen Seebad, wo Courbet, umgeben von einem Publikum titelbehängter Feriengäste und von diesen betörter schöner Frauen, »die Natur in ihrer Natürlichkeit« malt. Courbet ist für die fremdartigen Reize der schönen Irin nicht unempfänglich. Der Amerikaner und der Franzose aus der Franche-Comté malen gemeinsam Seestücke; dieser schreibt recht herablassend an seinen Vater: »Der Maler Whistler ist hier mit mir, er ist ein Engländer (sic!), der mein Schüler ist«, und malt zwei Porträts der schönen Jo.

Die Weite, der helle graue Himmel und das Wechselspiel von Licht und Schatten sind für Whistler eine Quelle neuer Anregungen. Seine mit breiten horizontalen Pinselstrichen auf die Leinwand gebrachten Seelandschaften unterscheiden sich von der späteren Sichtweise der Impressionisten sehr stark, aber andererseits nehmen sie durch die Breite der Perspektive und durch die Bedeutung, die sie fern aller Künstlichkeit und allen Schnörkeln dem Licht beimessen, den Impressionismus vorweg. Degas bewundert sie; sie sind, wie er sich über seine eigenen Landschaften ausdrückt, »Zustände des Auges«.

Whistler schafft eine Folge von vier außergewöhnlichen Seestücken, von denen das erste, Harmonie in Blau und Silber, Trouville, im Vordergrund eine kleine Figur zeigt, die ohne Zweifel Courbet darstellt. Der Maler steht am Ufer und blickt auf die See hinaus, so wie sich Courbet 1854 in seinem Gemälde Künstler, das Mittelmeer grüßend selbst abgebildet hat. Mit der Woge (Montclair Art Museum, New Jersey), mit Trouville (Art Institute, Chicago) und Meer und Regen zählt es zu den zartesten und stärksten Impressionen dieser fast winterlichen Begegnung Whistlers mit dem unermeßlichen Meer. Courbets Einfluß macht sich vor allem im rauschenden Rhythmus, in der Bewegung und in der synthetischen Auffassung des Raumes bemerkbar. Das war schon in den beiden schönen Landschaften zu erkennen, die er im Jahr zuvor gemalt hatte, in Chelsea im Winter (Privatbesitz, Großbritannien) und in Battersea, Ansicht von Lindsey House aus (Hunterian Museum, Glasgow). Man verspürt in ihnen den Hauch des Fernen Ostens, und zwar durch die Verkürzung der Tiefendimension und durch subtile Abstufungen in der Wirkung der Atmosphäre, die der Harmonie neutraler Farbtöne zu verdanken sind. Den Vordergrund des Battersea-Bildes nehmen drei Gestalten mit japanischen Zügen ein, die wie eine Leiter in diese Landschaft hineinführen, die in Nebel- und Wasserschleiern versinkt.

James Abbott McNeill Whistler: Wapping on Thames, 1861-1864,
 Öl auf Leinwand, 72,3 x 102,2 cm,
National Gallery of Art, Washington, Sammlung John Hay Whitney.
Diese Seestücke sind zweifellos die beredtesten und gelungensten Beispiele für den Einfluß Courbets, gesteigert durch jenen Sinn für Lichteffekte und für die Bewegtheit der Wellen und des Himmels, den Whistler in jener Zeit mit Pissarro, Renoir und insbesondere Monet gemeinsam hat. Sie alle haben von dem Meister des Realismus viel gelernt: die Präparierung des Bilduntergrundes mit brauner Farbe (nur Monet bevorzugte die weiße Leinwand), um die Farbmassen besser hervortreten zu lassen; den ausgewogenen Rhythmus im Sinne des »breiten Prinzips«, das erst neulich Boudin so beeindruckt hat, als er mit Courbet in Le Havre malte; den selbstbewußten und kraftvollen Pinselstrich; und schließlich die von Courbet zur Schau gestellte außergewöhnliche Sicherheit im richtigen Sehen und im mutigen Malen. Die meisten Seestücke Whistlers aus dieser Zeit haben nur einen dünnen Farbauftrag, und seine dünnen und durchscheinenden Schichten unterscheiden sich deutlich von der stark auftragenden Messertechnik Courbets. Auch organisierte er den Raum nach Proportionen, die er von japanischen Künstlern gelernt hatte.

Das Meer, die Flüsse, die Häfen, die Schiffe - die Symbole des Nomadenturns, die »andern Orte«, die Baudelaire feierte - haben Whistler zeitlebens inspiriert. Gleich nach seiner Ankunft in London hat er sich für einen Wohnsitz in Chelsea entschieden, weil ihn das Volksleben in den Docks und die kleinen Straßen, die zur Themse hinunterführen und die er in zahllosen Veduten verewigen sollte, unwiderstehlich anzogen. Er hielt aber mit seinem Mißtrauen gegenüber der Natur nicht hinterm Berg; wir erinnern uns jener Formulierung in dem Brief an Fantin-Latour, wonach man »die Plein-air-Malerei bei sich zu Hause praktizieren« solle. Für Whistler war eine Landschaft nur eine Sinneswahrnehmung, und anders als Courbet und die Impressionisten sollte er der von ihm abgebildeten Natur niemals eine überragende Bedeutung beimessen. […]

Die Natur, welche die Impressionisten mit solcher Hingabe an Ort und Stelle beobachteten und studierten, war das Licht selbst; Whistler hingegen interessierten bloß die Wirkungen, die dieses Licht hervorrief - der Nebel, der Regen, das verhangene Licht der Sonne, Arrangements, Symphonien, Harmonien und Variationen. […]

Trotz dieser Bewegung weg vom Realismus kehrte Whistler der Natur niemals den Rücken zu, und sein Verhalten und seine Wortmeldungen zur Plein-air-Malerei sollten im übrigen stets voller Widersprüche bleiben. Um es mit den Worten Katharine Lochnans zu sagen:

»Er wies den Realismus für eine Kunst, die zwar auf der Natur gründete, aber von Schönheit, Vorstellungskraft und künstlerischem Temperament bestimmt war, zurück. Er hatte begonnen, seine Kompositionen und Farbzusammenstellungen im Kopf auszuformulieren.«

Quelle: Pierre Cabanne: Whistler. [Übersetzt von Wolfgang Bahr] Gondrom, Bindlach 1993, ISBN 3-8112-1042-4. Auszüge aus den Seiten 5 bis 43

CD Info and Scans (Tracklist, Covers, Booklet, Music Samples, Pictures) 46 MB
embedupload ---- MEGA ---- Depositfile --- bigfile

 
Unpack x228.rar and read the file "Download Links.txt" for links to the Flac+Cue+Log Files [53:14] 3 parts 226 MB

Reposted on June 2nd, 2017

Top 20 blogs of Classical Music News

50 Other Classical Music News

Klassische Musik - Nachrichten

Noticias de música clásica

Musique classique nouvelles

Notizie di musica classica

Blog-Labels

13ettina (1) A New York City Freelance Orchestra (1) A New York City Freelance Quartet (1) Abbado Claudio (2) Abel Carl Friedrich (1) Academy of St Martin in the Fields (1) Academy of St Martin in the Fields' Chamber Ensemble (1) Achron Isidor (2) Adkins Darret (1) Admonter Riesenbibel (1) Adorno Theodor W (3) Afrikanische Kunst (1) Ägyptische Kunst (1) Akkordeon (1) Alberni Quartet (1) Albert Schweitzer Quintett (1) Albus Anita (2) Alessandrini Rinaldo (1) Alewyn Richard (1) Alma Mahler Sinfonietta (1) Alt Jakob (2) Alt Rudolf von (1) Altdorfer Albrecht (2) Alte Musik (77) Altenberg Trio Wien (1) Altmeyer Theo (1) Aly Götz (1) Amadeus Quartet (3) Amati String Trio (1) Ambrosian Chorus (1) Ameling Elly (2) Amps Kym (2) Anagrammatik (1) Anders Hendrik (1) Andersen Stig (1) Angeles Victoria de las (1) Ank Matthias (1) Anthem (1) Antiphon (1) Antoni Carmen-Maja (1) Antunes Jorge (1) Aperto Piano Quartet (1) Aradia Ensemble (1) ARC Ensemble (Artists of The Royal Conservatory) (1) Archäologie (2) Arditti String Quartet (6) Arenski Anton Stepanowitsch (1) Argerich Martha (1) Arie (1) Ariès Philippe (2) Ariosto Ludovico (1) Arnold Schoenberg Chor (1) Aron Raymond (1) Aronowitz Cecil (1) Arrau Claudio (2) Ars Antiqua Austria (2) Asch David van (2) Ashkenazy Vladimir (3) Ashkenazy Vovka (1) Assenbaum Aloysia (1) Ast Balthasar van der (1) Aubert François (1) Aubigné Agrippa d' (1) Auer Quartet (1) Auerbach Erich (3) Aurora String Quartet (1) Auryn Quartett (2) Austbø Håkon (1) Austen Jane (1) Avery James (1) Babbage Charles (1) Bach C.P.E. (2) Bach J.S. (25) Bachmann Ingeborg (1) Bagatelle (2) Bailly David (1) Baldassari Maria Luisa (1) Baldwin Dalton (1) Ball Andrew (1) Ballade (1) Ballet de cour (1) Balthus (1) Bamberger Streichquartett (1) Banchini Chiara (4) Barca Calderón de la (1) Barenboim Daniel (5) Barnes Julian (1) Barolsky Paul (1) Baroncini Simone (1) Bartholomée Pierre (1) Bartok Bela (3) Bartoli Pietro Sante (1) Batoni Pompeo (1) Batz Eugen (1) Baudelaire Charles (3) Baumann Eric (1) Bauni Axel (1) Bay Emanuel (1) Bayeux Teppich von (1) Beauséjour Luc (1) Beaux Arts Trio (3) Beda Venerabilis (1) Beer Johannes (1) Beethoven Academie (1) Beethoven Ludwig van (20) Beethoven Trio Ravensburg (2) Beglau Bibiana (1) Belli Massimo (1) Bellini Giovanni (2) Bellman Carl Michael (1) Bellotto Bernardo (2) Ben Omar Maurizio (1) Benda Franz (1) Benjamin Walter (2) Bennett Charles (1) Bennett William (1) Berberian Cathy (1) Berg Alban (3) Berganza Teresa (1) Berger John (1) Bergeron Sylvain (1) Berio Luciano (2) Berkeley Lennox (1) Berkeley Michael (1) Berkes Kálmán (1) Berliner Oktett (1) Berliner Philharmoniker (2) Berliner Philharmonisches Oktett (1) Berliner Symphoniker (1) Berner Streichquartett (2) Bernhardt Sarah (1) Bernstein Walter Heinz (1) Bertali Antonio (2) Berwald Franz (3) Best Martin (1) Besucherflagge (1) Bethge Hans (1) Bettelheim Dolf (1) Beyer Achim (1) Biber Heinrich Ignaz Franz (4) BibliOdyssey (5) Bibliophilie (5) Bierce Ambrose (1) Binkley Thomas (1) Biografie (1) Bioy-Casares Adolfo (1) Blacher Boris (3) Blacher Kolja (2) Blair String Quartet (1) Blake William (2) Bläser (3) Bläserquintett (7) Blasmusik (1) Blau Christopher (1) Bleckmann Theo (1) Bloch Ernst (1) Blochwitz Hans Peter (1) Blom Philipp (1) Blumenberg Hans (1) Blumenthal Daniel (1) Blutmond (1) Boccherini Luigi (4) Boccioni Umberto (1) Böcklin Arnold (3) Bode Wilhelm von (1) Boeckl Herbert (1) Boehlich Walter (1) Böhm Karl (1) Böll Heinrich (1) Bonifaz VIII (1) Bonnard Pierre (1) Bonnet Jacques (1) Bonucci Rodolfo (1) Borchert Wilhelm (1) Bordoni Paolo (1) Borg Kim (1) Borges Jorge Luis (1) Borodin Alexander (1) Borodin Quartet (2) Borst Arno (2) Bortolotti Werner Amadeus (1) Bosch Hieronymus (1) Boskovsky Willi (1) Boston Symphony Orchestra (1) Bottesini Giovanni (1) Botticelli Sandro (1) Bouguereau William (1) Boulanger Lili (1) Boulez Pierre (3) Bouscarrut Katia (1) Bouts Dieric the Elder (2) Bovary Emma (1) Brahms Johannes (15) Brain Dennis (1) Brandis-Quartett (1) Brant Sebastian (1) Brassai (1) Braunfels Walter (2) Brecht Bertolt (4) Breitwieser Wolfgang (1) Brendel Alfred (1) Breton André (1) Britten Benjamin (3) Brizzi Aldo (1) Brown Donna (1) Brown Ford Madox (1) Brown Stephanie (1) Bruch Max (2) Bruckner Anton (1) Bruckner Pascal (1) Bruegel Pieter (der Ältere) (3) Brunel Isambard Kingdom (1) Brunelleschi Filippo (1) Brunnert Christian (1) Bruno Giordano (1) Bruns Martin (1) Bruns Peter (2) Brusatin Manlio (2) Bücherwurm (1) Buchmalerei (3) Budapester Streichquartett (1) Bunia Remigius (1) Bunuel Luis (1) Burashko Andrew (1) Burger Rudolf (1) Burgos Rafael Frühbeck de (1) Burkhardt Jacob (1) Burne-Jones Edward (2) Burns Thomas (1) Burnside Iain (1) Busch Adolf (2) Busch Wilhelm (2) Busch-Quartett (2) Busoni Ferruccio (3) Bussotti Sylvano (1) Byrd William (1) Byron George Gordon (1) Caccini Francesca (1) Caccini Giulio (1) Cage John (4) Calame Alexandre (1) Campagnola Giulio (1) Campin Robert (3) Campra André (2) Camus Albert (1) Canzone (1) Canzonetta (1) Capa Robert (1) Capella Fidicinia (1) Capella Lipsiensis (3) Capella Sansevero (1) Capriccio (2) Cara Marchetto (1) Caravaggio (4) Carmina Burana (2) Caron Firminus (1) Carroll Thomas (1) Cartari Vincenzo (1) Carter Elliott (1) Cartier-Bresson Henri (1) Casals Pablo (2) Casarramona Michel (1) Castaldi Bellerofonte (1) Caussé Gérard (1) Cavalcanti Guido (2) Cavallini Pietro (1) Cavina Claudio (2) Celan Paul (2) Cellokonzert (2) Cellosonate (22) Cembalo (3) Cervantes Miguel de (1) Cézanne Paul (1) Chagall Marc (1) Chamber Orchestra of Europe (1) Chanson (7) Charpentier Marc-Antoine (2) Chausson Ernest (1) Chavannes Puvis de (1) Cherubini Luigi (2) Chilingirian Quartet (1) Chirico Giorgio de (1) Choi Jennifer (1) Choir of Winchester Cathedral (1) Chopin Frédéric (6) Chor St.Hedwigs-Kathedrale Berlin (1) Choralvorspiel (1) Chormusik (2) Christ Wolfram (1) Christie William (1) Christophers Harry (1) Ciconia Johannes (2) Cimabue (1) Cittadini Pierfrancesco (1) City of London Sinfonia (1) Clancy Robert (1) Claudius Matthias (3) Clemencic Consort (1) Clemencic René (1) Cluytens André (1) Coburg Hermann (1) Cölestin V (1) Collard Jean-Philippe (1) Collegium Aureum (1) Collegium Vocale Köln (1) Concentus musicus Wien (1) Concerto (2) Concerto grosso (2) Concerto Italiano (1) Concerto Vocale (1) Concilium musicum (1) Consortium Classicum (3) Constable John (2) Continuum (3) Cornelius Peter von (1) Corot Jean-Baptiste Camille (1) Correggio (1) Cortot Alfred (2) Courbet Gustave (2) Couture Thomas (1) Cowell Henry (1) Cozzolino Luigi (1) Crawford Seeger Ruth (1) Creed Marcus (1) Crees Eric (1) Cruz Juan de la (1) Curtius Ernst Robert (2) Cusack Cyril (1) Cusanus Nicolaus (1) Cziffra Georges (1) Cziffra György Jr (1) d'India Sigismondo (1) Dalberto Michel (1) Dalí Salvador (1) Damore Robin (1) Dante Alighieri (1) Danzi-Bläserquintett Berlin (1) Dart Thurston (1) Daumier Honoré (1) David Jacques-Louis (4) Debussy Claude (4) Degas Edgar (1) Dehmel Richard (2) Delacroix Eugène (1) Demus Jörg (3) Der Spiegel (1) Derrida Jacques (1) Desmarest Henry (1) Desprez Josquin (2) Detmolder Bläser (1) Diabolus in Musica (1) Diana und Aktäon (1) Dickinson Emily (1) Die 12 Cellisten (1) Die Kunst der Fuge (5) Diem Peter (2) Dietrich Albert (1) Dietrich Marlene (1) Diophant (1) Dixit Dominus (1) Dobrowen Issay (1) Dohnányi Christoph von (1) Domus (1) Donizetti Gaetano (1) Donne John (1) Doppelquartett (1) Doré Gustave (1) Dossi Dosso (1) Double Edge (1) Doufexis Stella (2) Dráfi Kálmán (1) Dramatik (3) Drobinsky Mark (1) Duchable François-René (1) Duchamp Marcel (1) Dufay Guillaume (1) Duis Thomas (1) Duo (19) Duparc Henri (1) Durand Auguste (1) Dürer Albrecht (8) Dussek Jan Ladislav (1) Dvorak Antonin (5) Dyck Anthony van (2) Eberl Anton (1) Eberle-Wesser Rita (1) Eco Umberto (3) Edouard Odile (1) Eichelberger Freddy (1) Eichendorff Joseph von (1) Eickhorst Konstanze (1) Eisenlohr Ulrich (2) Eisler Hanns (3) Elektronische Musik (2) Elias Norbert (1) Eliot T. S. (3) Elsner Christian (1) Elson Steve (1) Emerson String Quartett (2) Endymion (1) Enescu George (2) Engel Karl (1) English Chamber Orchestra (1) Ensemble 415 (4) Ensemble Aurora (1) Ensemble Claude Goudimel (1) Ensemble Clematis (1) Ensemble Clément Janequin (3) Ensemble Concercant Frankfurt (1) Ensemble Dulce Melos (2) Ensemble Hypothesis (1) ensemble KONTRASTE (1) Ensemble Les Eléments (1) Ensemble Les Nations (1) Ensemble Musique Oblique (1) Ensemble Organum (1) Ensemble Unicorn (1) Ensemble Villa Musica (1) Ensemble Wien-Berlin (1) Enso Quartet (1) Enzensberger Hans Magnus (2) Epoca Barocca (1) Erben Frank-Michael (1) Erben Friedrich-Carl (1) Erhardt Heinz (1) Erler David (1) Ernst Max (2) Eschenbach Christoph (2) Evangelisti Franco (2) Exaudi (1) Eyck Jacob van (1) Eyck Jan van (3) Fantasie (4) Fantin-Latour Henri (2) Farina Carlo (1) Fauré Gabriel (5) Faust (1) Febvre Lucien (2) Fedele David (1) Fedotov Maxim (1) Feldman Morton (2) Fermat Pierre de (1) Ferneley John E + John jun. + Claude Lorraine + Sarah (1) Ferrabosco Alfonso I (1) Ferrabosco Alfonso II (1) Fessard Jean-Marc (1) Février Jacques (1) Figueras Montserrat (2) Firkusny Rudolf (1) Firtl Mátyás (1) Fischer Edwin (1) Fischer-Dieskau Dietrich (15) Fischer-Dieskau Manuel (1) Flasch Kurt (1) Flaubert Gustave (2) Flémalle Meister von (1) Flohwalzer (1) Flora Paul (1) Florenzia Ghirardellus de (1) Flötensonate (4) Flötentrio (1) Flury Dieter (1) Foley Timothy W (1) Fontana Gabriele (1) Fontana Giovanni Battista (1) Fontane Theodor (2) Forqueray Jean-Baptiste-Antoine (1) Forster Karl (1) Fortner Wolfgang (1) Foster Jenkins Florence (1) Fouquet Jean (1) Fournier Carmen (1) Fournier Pierre (2) Fournier Suzanne (1) Fragonard Jean Honore (1) Françaix Jean (2) Francesco d'Assisi (1) Franck César (2) Frankfurter Schule (3) Frantz Justus (1) Französische Kantate (1) Frescobaldi Girolamo (2) Freud Sigmund (2) Friedrich Caspar David (4) Friedrich Hugo (1) Frisch Céline (1) Froissart Jean (1) Frottola (2) Fuchs Robert (2) Fuge (3) Fuhrmann Horst (2) Funck David (1) Fux Johann Joseph (3) Gabrieli Consort (1) Gabrieli Giovanni (1) Gaede Daniel (1) Gaede David (1) Gaertner Eduard (2) Gainsborough Thomas (2) Galgenberg (1) Gallo Domenico (1) Gambensonate (1) Gambensuite (3) Ganger Theodore (1) Garben Cord (1) Garbo Greta (1) García Lorca Federico (1) Gärten (1) Gatti Enrico (3) Gazzeloni Severino (1) Geistliches Konzert (1) Gendron Maurice (1) George Stefan (1) Gérard François (1) Gernhardt Robert (1) Gershwin George (1) Gerstl Richard (1) Geschichte (21) Gesualdo Don Carlo (1) Gewandhaus-Quartett (1) Ghiberti Lorenzo (1) Ghirlandaio Domenico (1) Giacometti Alberto (2) Gibbons Orlando (1) Gide André (1) Gigliotti Anthony (1) Ginastera Alberto (1) Ginzburg Carlo (1) Giorgione (2) Giottino (1) Giotto di Bondone (3) Gitarrenquintett (1) Glaetzner Burkhard (1) Glasharmonika (2) Glikman Gabriel (1) Glinka Michail (1) Göbel Horst (2) Goebel Reinhard (2) Goethe Johann Wolfgang (3) Goldammer Karl (1) Goldbergvariationen (3) Goloubitskaja Alexandra (1) Gombrich Sir Ernst H (1) Gondko Michal (1) Góngora Luis (1) Goodman Benny (1) Goodman Roy (1) Goosens Leon (1) Gordon Judith (1) Goritzki Ingo (1) Gotik (3) Goudimel Claude (1) Gould Glenn (5) Goya Francisco de (5) Gracián Baltasar (2) Graduale (1) Grainger Percy (1) Gramatica Antiveduto (1) Grand Motet (2) Grandville J. J. (1) Grebanier Michael (1) Greco El (3) Gregg Smith Singers (1) Griechische Kunst (4) Grieg Edvard (2) Grimm Jacob und Wilhelm (1) Grimmer Walter (1) Groethuysen Andreas (1) Grosz George (1) Groves Paul (1) Grumiaux Arthur (1) Grumiaux Trio (1) Grünbein Durs (1) Gründgens Gustaf (1) Grüß Hans (1) Gryphius Andreas (1) Guardi Francesco (1) Guarini Battista (4) Guerber Antoine (1) Guggenheim Janet (1) Guibert Maurice (1) Guinizelli Guido (1) Gulda Friedrich (1) Gumbrecht Hans Ulrich (1) Gurker Dom (1) Haarkötter Hektor (1) Haas Ernst (1) Haas Werner (1) Hadzigeorgieva Ljupka (1) Haebler Ingrid (1) Haeflinger Ernst (1) Haefs Gisbert (1) Hakhnazaryan Mikayel (1) Halvorsen Johan (1) Händel Georg Friedrich (2) Harfe (1) Harmonium (1) Harnett William Michael (1) Harnoncourt Alice (1) Harnoncourt Nikolaus (5) Harrell Lynn (3) Hartmann Karl Amadeus (2) Hašek Jaroslav (1) Haskil Clara (1) Hasse Johann Adolph (1) Haßler Hans Leo (1) Hausmusik London (1) Haydn Joseph (8) Haydn Philharmonia Soloists (1) Haydn Quartet Budapest (1) Hayman Richard (1) Heemskerk Marten van (1) Heide Daniel (1) Heidegger Martin (2) Heidenreich Gert (1) Heifetz Jascha (4) Heine Heinrich (2) Heinichen Johann David (2) Heinrich IV. (1) Helffer Claude (1) Hell Josef (1) Henkis Jonathan (1) Heraldik (1) Herreweghe Philippe (2) Herzmanovsky-Orlando Fritz von (1) Herzog Samuel (1) Hespèrion XX (1) Heym Georg (1) Hill David (1) Hill Martyn (1) Hillier Paul (1) Hilz Christian (1) Hindemith Paul (5) Hinterleithner Ferdinand Ignaz (1) Hirayama Michiko (2) Hiroshige Utagawa (1) Historische Aufnahme (62) Hoddis Jakob van (1) Hodler Ferdinand (2) Hoelscher Ludwig (1) Hoffmann Bruno (1) Hoffmann E T A (1) Hoffmann Hubert (1) Hoffnung Gerard (1) Hofmann Josef (2) Hofmann Werner (1) Hofmannsthal Hugo von (3) Hogarth William (2) Hokanson Leonard (1) Holbein Hans der Jüngere (3) Hölderlin Friedrich (2) Holliger Heinz (2) Holloway John (4) Holm Richard (1) Holman Peter (1) Holmes Sherlock (1) Hölzel Adolf (1) Honegger Arthur (1) Hood Robin (1) Hoogstraten Samuel van (1) Hörbuch (17) Hornkonzert (1) Hornsonate (1) Horsley Colin (1) Howlett Robert (1) Hubeau Jean (1) Hugo Victor (1) Huizinga Johan (1) Hummel Johann Nepomuk (1) Hummel Martin (2) Humor (1) Humphreys John (1) Hunstein Stefan (1) Hünten Franz (1) Huttenbacher Philippe (1) Huvé Cyril (1) Hyla Lee (1) Ibarra Susie (1) Iberer Gerhard (1) Icarus Ensemble (1) Ideengeschichte (1) Ikonografie (4) Il Furioso (1) Il Viaggio Musicale (1) Improvisation (2) In Nomine (3) Informel (1) Ingres Jean-Auguste-Dominique (1) Insterburg Ingo (1) Interpretatio Christiana (1) Inui Madoka (3) Isaac Heinrich (1) Israel Piano Trio (1) Ives Charles (6) Jaccottet Christiane (1) Jackson Christine (1) Jacobs René (1) Jacques Emmanuel (1) Jakulow Georges (1) Jandó Jenö (3) Janequin Clément (2) Jánoska Aládár (1) Janowitz Gundula (1) Javier López Armando (1) Jazz (2) Jess Trio Wien (1) Joachim Joseph (1) Jochum Eugen (1) Johnson Graham (1) Jolles André (1) Jones Mason (1) Jordan Armin (1) Juilliard Ensemble (1) Juilliard String Quartet (3) Jünger Ernst (1) Juon Paul (2) Kaddish (1) Kaléko Mascha (1) Kammerkonzert (1) Kammermusik (207) Kanka Michal (1) Kanon (1) Kantate (1) Kantorowicz Ernst H (1) Kanzone (1) Kapell William (1) Karajan Herbert von (1) Katchen Julius (1) Katzenmalerei (1) Kavina Lydia (1) Kayaleh Laurence (1) Keesmat Amanda (1) Kemp Wolfgang (1) Kempff Wilhelm (3) Kempis Nicolaus à (1) Kermani Navid (3) Kersting Georg Friedrich (3) Kertész György (1) Kessel Jan van (1) Keuschnig Rainer (1) Keynesianismus (1) Khnopff Fernand (1) Kiebler Sven Thomas (1) Kinski Klaus (1) Kirchschlager Angelika (1) Kiss András (1) Klarinettenkonzert (2) Klarinettenquartett (1) Klarinettenquintett (7) Klarinettentrio (6) Klassik (65) Klaußner Burghart (1) Klavier (53) Klavierduo (6) Klavierkonzert (10) Klavierlied (35) Klavierquartett (14) Klavierquintett (14) Klaviersextett (1) Klaviersonate (19) Klavierstück (24) Klaviersuite (3) Klaviertranskription (1) Klaviertrio (32) Klee Paul (2) Klein Yves (2) Klemperer Otto (1) Klemperer Victor (1) Klengel Julius (1) Klepac Jaromir (1) Kliegel Maria (2) Klimt Gustav (5) Klinger Max (1) Klöcker Dieter (2) Klodt Nikolaj (1) Kloeber August von (1) Klosterneuburger Altar (2) Klucevsek Guy (1) Klust Hertha (1) Kniep Johann (1) Knothe Dietrich (3) Koch Ulrich (1) Koch Wolfgang (1) Koch Wolfram (1) Kocian Quartet (2) Kodály Quartet (2) Kodály Zoltán (2) Koehlen Benedikt (1) Koenig Gottfried Michael (1) Köhler Markus (1) Köhler Matthias (1) Kohnen Robert (1) Kokoschka Oskar (2) Kolisch Rudolf (1) Koll Heinrich (1) Komarov Vladimir (1) Komputistik (2) Koninck Servaes de (1) Konsistorum Natascha (1) Kontarsky Alfons (1) Kontrabass (1) Kontrapunkt (6) Konzertstück (2) Kooning Willem de (1) Koriolov Evgeni (1) Korowin Konstantin Alexejewitsch (1) Köster Roman (1) Kovacic Tomaz (1) Kozeluch Leopold Anton (1) Kracke Helmut (1) Krajný Boris (1) Kraus Karl (1) Krauss Werner (1) Kreisler Fritz (1) Kreisler Fritz (K) (1) Kremer Gidon (1) Krenek Ernst (4) Kreutzer Conradin (1) Krosnick Joel (1) Kühmeier Genia (1) Kuijken Wieland (1) Kulturgeschichte (1) Kulturkritik (1) Kunstgewerbe (2) Kunstszene (2) Kupka Frantiček (1) Kvapil Radoslav (1) L'Aura Soave (1) L'Ecole d'Orphée (1) La Bruyère Jean de (1) La Capella Ducale (1) La Chapelle Royale (1) La Morra (1) La Rochefoucauld Antoine de (1) La Rue Pierre de (1) La Stagione (1) La Venexiana (4) Lachner Franz (1) Laci Albana (1) Lada Josef (1) Lai (1) Lakatos Alexander (1) Lallinger Dieter (1) Lalo Edouard (1) Lamartine Alphonse de (1) Lamentation (2) Lampedusa Giuseppe Tomasi di (1) Lancie John de (1) Landauer Bernhard (1) Landini Francesco (1) Landowska Wanda (1) Laokoon (2) Laredo Jaime (1) Larkin Philip (1) Lartigue Jacques-Henri (1) LaSalle Quartet (2) Laske Oskar (1) Lassus Orlandus (1) Laute (1) Lautner Karl Heinz (1) Le Concert Spirituel (1) Le Sidaner Henri (1) Leclair Jean-Marie (1) Ledoux Claude-Nicolas (1) Legrand Michel (1) Legrenzi Giovanni (1) Lehrer Tom (1) Leibl Wilhelm (1) Leibniz Gottfried Wilhelm (1) Lelkes Anna (1) Lem Stanisław (2) Lempicka Tamara (1) Leonardo (1) Leonhardt Gustav (1) Leopardi Giacomo (1) Les Amis de Philippe (1) Les Arts Florissants (1) Les Menestrels (1) Leslie George Dunlop (1) Lessing Gotthold Ephraim (1) Lethiec Michel (1) Letzbor Gunar (2) Levine James (1) Levitan Isaac (1) Lewon Marc (2) Leyden Aertgen Claesz. van (1) Lichtenberg Georg Christoph (3) Liebermann Max (3) Lied (8) Liederhandschrift (4) Ligeti György (1) Limburg Brüder von (1) Lincoln Christopher (1) Linden Jaap ter (1) Linos-Ensemble (2) Lipatti Dinu (1) Lippi Filippo (1) Lippold Richard (1) Liszt Franz (5) Literaturgeschichte (11) Literaturnobelpreis (2) Literaturwissenschaft (8) Litwin Stefan (1) Liu Xiao Ming (1) Lloyd Frank (1) Loewenguth Quartet (1) Logau Friedrich von (1) Loh Ferdinand (1) London Baroque (4) London Sinfonietta (1) London Symphony Orchestra Brass (1) Longhi Pietro (1) Loreggian Roberto (1) Lorenzetti Ambrogio (1) Loriod Yvonne (3) Lotto Lorenzo (1) Lucier Alvin (1) Lukas Ralf (1) Lukian (1) Lundin Bengt-Åke (1) Lutyens Elisabeth (1) Lutzenberger Sabine (1) Luzzaschi Luzzasco (1) Lydian String Quartet (1) Lyon Opera Orchestra (1) Lyrik (55) Maar Dora (1) Maar Michael (1) Mach Ernst (1) Machaut Guillaume de (2) MacLiammoir Micheál (1) Madrigal (11) Magnificat (3) Magritte Rene (1) Mahler Gustav (3) Mahler-Werfel Alma (1) Maillol Aristide (1) Malewitsch Kasimir (1) Mallarmé Stéphane (2) Mallon Kevin (1) Mamlok Ursula (1) Manet Edouard (4) Manfredini Francesco (1) Mannheimer Streichquartett (1) Mantovano Rossino (1) Marais Marin (2) Marc Aurel (1) Märchen (1) Marder Marc (1) Marenzio Luca (1) Margarete von Österreich (1) Marian Vasile (1) Marini Biagio (2) Marquard Odo (1) Marriner Neville (2) Marsden Stewart (1) Marti Corina (1) Martin Elias (1) Martin Peter (1) Martin Thomas (1) Martinon Jean (1) Martinu Bohuslav (2) Marx Joseph (2) Marx Wolfgang (1) Masaccio (2) Massys Quentin (1) Masters Robert (1) Mathematik (3) Matisse Henri (3) Mayer Steven (1) McCreesh Paul (1) McKenna Siobhan (1) McSweeney Mark (1) Medlam Charles (1) Mehta Zubin (1) Meister der Notnamen (1) Meister der weiblichen Halbfiguren (1) Mellon Agnès (1) Melos Quartett (3) Mendelssohn Bartholdy Felix (9) Mendelssohn Fanny (1) Menuhin Hephzibah (1) Menuhin Yehudi (4) Menzel Adolph (4) Mercer Shannon (1) Mermoud Philippe (1) Merula Tarquinio (1) Messe (16) Messerschmidt Franz Xaver (1) Messiaen Olivier (3) Metz Volker (1) Mey Guy de (1) Meyer Paul (1) Meyer Wolfgang (2) Meyrink Gustav (1) Michelangelo (3) Milhaud Darius (1) Millais John Everett (2) Minimax (1) Minnesang (1) Miró Joan (2) Modigliani Amedeo (1) Modrian Joszef (1) Moiseiwitsch Benno (1) Molenaer Jan Miense (1) Molique Bernhard (1) Monnier-Koenig Marianne (1) Monodie (1) Monroe Marilyn (1) Monteverdi Claudio (1) Moore Gerald (7) Moras Walter (1) Morel Christine (1) Morelli Giovanni (1) Mori Ikue (1) Mörike Eduard (1) Moroney Davitt (1) Morricone Ennio (1) Mortensen Lars Ulrik (2) Motette (6) Mozart W.A. (17) Mucha Stanislav (1) Muffat Georg (1) Mühe Ulrich (1) Müller Wilhelm (1) Musica Antiqua Köln (2) Musica Fiata (1) Musica Secreta (1) Muti Riccardo (1) Nadar (1) Nagano Kent (1) Nakamura Isao (1) Nancarrow Conlon (2) Napoleon (1) Nash Ensemble (1) Nattier Jean-Marc (1) Naturgeschichte (1) Nehring Karl-Heinz (1) Nerval Gerard de (1) Nestroy Johann (1) Neue Musik (106) New Haydn Quartet Budapest (2) New London Chamber Choir (1) New Philharmonia Orchestra (1) New York 1940s (1) Newman Barnett (1) Newman Marion (1) Nicolosi Francesco (1) Nielsen Quintet (1) Nikolaus von Verdun (2) Ninfa Fiorentina (1) Niquet Hervé (1) Nocturno (1) Noferini Andrea (1) Nofretete (1) Noras Arto (1) Norman Jessye (1) Nuova Consonanza (1) O'Connell Charles (1) O'Keeffe Georgia (1) Ochs Siegfried (1) Ockeghem Johannes (2) Ode (1) Odinius Lothar (1) Ohrenstein Dora (1) Oja Iris (1) Ökologie (1) Oktett (8) Olivier Johann Heinrich Ferdinand (1) Onczay Csaba (1) Onslow Georges (3) Oper (2) Oppenheimer Max (3) Oratorium (2) Orchesterlied (3) Orchestermusik (29) Orchesterstück (5) Orchestre de Paris (1) Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo (1) Orff Carl (1) Organosova Luba (1) Orgel (1) Orgelmesse (1) Ortega y Gasset José (1) Os Jan van (1) Osias Bert der Ältere (1) Ottensamer Ernst (1) Ouvertüre (1) Overbeck Friedrich (1) Ovid (1) Oxford Camerata (2) Pachelbel Johann (1) Pacher Michael (1) Pächt Otto (4) Pädagogik (1) Palmer Todd (1) Pank Siegfried (1) Pannonisches Blasorchester (1) Panofsky Erwin (1) Pape René (1) Parmigianino (1) Parnassi musici (2) Partita (4) Pasquier Bruno (1) Pasquier Régis (1) Patinir Joachim (2) Patzak Julius (1) Paul Jean (1) Paz Octavio (1) Pecha Peter (1) Pélassy Frédéric (1) Pellegrini-Quartett (1) Penderecki Krzysztof (1) Pennac Daniel (1) Pérès Marcel (1) Perlman Itzhak (3) Perugino Pietro (1) Peter Richard sen. (1) Petersen Quartett (1) Petrarca Francesco (4) Petronius Titus (1) Petrova Galina (1) Peyer Gervase de (1) Philharmonia Orchestra (3) Philharmonisches Oktett Berlin (1) Phillipps Thomas (1) Phillips Peter (1) Philosophie (21) Picasso Pablo (3) Pierce Joshua (1) Piero della Francesca (2) Pillney Karl Hermann (1) Pinterest (1) Piranesi (2) Pisano Andrea (1) Pitzinger Gertrude (1) Platen August von (1) Platschek Hans (1) Pleyel Ignaz (1) Pollack Jackson (1) Pollini Maurizio (1) Polyphonie (11) Pomian Krzysztof (1) Pöntinen Roland (1) Poppen Christoph (1) Posch Michael (1) Poulenc Francis (1) Pousseur Henri (1) Poussin Nicolas (1) Prague Piano Duo (1) Präludium (4) Prazak Quartet (1) Pré Jacqueline du (1) Prechtl Michael Mathias (1) Prendergast Maurice (1) Preucil William (1) Prey Hermann (1) Price Margaret (2) Pro Cantione Antiqua (1) Prokofjew Sergei (4) Prosa (30) Proust Marcel (1) Prunyi Ilona (1) Psalm (2) Psychologie (1) Purcell Henry (4) Quarrington Joel (1) Quartett (2) Quartetto Stauffer (1) Quator Calvet (2) Quator Pro Arte (3) Quevedo Francisco de (1) Quintana Juan Manuel (1) Quintett (1) Quintetto Arnold (1) Quintetto Fauré di Roma (1) Rachmaninow Sergei (2) Radio Baiern (1) Radio Beromünster (1) Raff Joachim (1) Raffael (1) Rameau Jean-Philippe (1) Ramm Andrea von (1) Rannou Blandine (1) Ravel Maurice (1) Ray Man (2) Recital (1) Reclams Universal-Bibliothek (1) Reger Max (5) Reicha Anton (1) Reichholf Josef Helmut (1) Reichow Jan Marc (1) Reimann Aribert (5) Reinecke Carl (2) Reiner Fritz (1) Reinhardt Ad (1) Reiser Hans (1) Reizenstein Franz (1) Reklame (2) Rembrandt (4) Remmert Birgit (2) Rémy Ludger (1) Renaissance (1) Repin Ilja Jefimowitsch (2) Requiem (5) Reyes Eliane (1) Rhodes Samuel (1) RIAS-Kammerchor (1) Ricardo David (1) Ricercar (1) Richter Karl (1) Richter Ludwig (1) Richter Swjatoslaw (2) Rider Rhonda (1) Rieger Christian (1) Riegl Alois (1) Riehn Rainer (1) Ries Ferdinand (2) Rihm Wolfgang (1) Rilke R M (2) Rimbaud Arthur (1) Ring Around Quartet & Consort (1) Rinuccini Ottavio (1) Rizzoli Achilles (1) Robert Hubert (1) Rodin Auguste (2) Rohbock Ludwig (1) Roloff Helmut (1) Romantik (148) Romanze (2) Romero Pepe (1) Rondeau (1) Rondo (2) Ronsard Pierre de (1) Rops Felicien (1) Rorty Richard (1) Rosbaud Hans (1) Rose Consort of Viols (1) Rösel Peter (1) Rossetti Dante Gabriel (1) Rossi Salomone (1) Rossini Gioachino (1) Rostropowitsch Mstislaw (3) Rothko Mark (2) Rousseau Henri (1) Rousseau Jean-Jacques (2) Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam (1) Rubens Peter Paul (1) Rubenstein Matthew (1) Rubinstein Anton (2) Rubinstein Artur (2) Rubio Quartet (1) Rudolf von Rheinfelden (1) Rundfunkchor Leipzig (1) Russ Leander (1) Russian Philharmonic Orchestra (1) Rychner Max (2) Rzewski Frederick (3) Sachs Joel (3) Saint-Exupéry Antoine de (1) Saint-Saëns Camille (1) Sainte-Beuve (1) Salve Regina (1) Sandburg Carl (1) Sander August (1) Sanderling Kurt (1) Santiago Enrique (1) Saraceni Carlo (2) Saranceva Ekaterina (1) Sarasate Pablo de (2) Sartre Jean-Paul (1) Satie Erik (1) Savall Jordi (2) Savery Roelant (1) Sawallisch Wolfgang (1) Scarlatti Domenico (2) Scelsi Giacinto (3) Sceve Maurice (1) Schadow Friedrich Wilhelm (1) Schadow Johann Gottfried (1) Schalansky Judith (1) Schall Johanna (1) Scharinger Anton (1) Schedel'sche Weltchronik (1) Scheidt Samuel (1) Scherbakow Konstantin (1) Scherchen Hermann (1) Schiff András (1) Schiller Alan (1) Schiller Friedrich (3) Schillinger Joseph (1) Schindler Xenia (1) Schlichtig Hariolf (2) Schlüter Wolfgang (3) Schmelzer Johann Heinrich (1) Schmidt Franz (3) Schmidt Heinrich (1) Schmitt-Leonardy Wolfram (1) Schmitz Rainer (1) Schnabel Artur (6) Schnabel Artur (K) (3) Schnädelbach Herbert (1) Schneider Alexander (1) Schneider Gottfried (1) Schneider Manfred (1) Schnurre Wolfdietrich (1) Schobert Johann (1) Schoenbach Sol (1) Schola Cantorum Stuttgart (1) Schola Hungarica (1) Schönberg Arnold (9) Schop Johann (1) Schopenhauer Arthur (2) Schostakowitsch Dmitri (4) Schreckenbach Gabriele (1) Schröder Felix (1) Schröder Wolfgang (1) Schubert Franz (22) Schubert Peter (1) Schulkowsky Robyn (1) Schulz Robert (1) Schumann Clara (3) Schumann Robert (15) Schütz Heinrich (2) Schwannberger Sven (1) Schwartz Felix (1) Schwarzkopf Elisabeth (4) Schweitzer Albert (1) Seefried Irmgard (1) Segantini Giovanni (2) Seltzer Cheryl (3) Semiotik (1) Semperconsort (1) Senallié le Fils Jean-Baptiste (1) Septett (7) Serkin Rudolf (2) Sermisy Claudin de (1) Serow Valentin Alexandrowitsch (1) Seurat Georges (1) Seuse Heinrich (1) Sextett (4) Sgrizzi Luciano (1) Shakespeare William (3) Shelton Lucy (1) Sherman Cindy (1) Shulman Nora (1) Sibelius Jean (1) Sicinski Adam (1) Silvestri Constantin (1) Simpson David (1) Simpson Derek (1) Sinopoli Giuseppe (1) Sitkovetsky Dmitri (1) Sitwell Dame Edith (1) Skordatur (1) Skrjabin Alexander (2) Skrowaczewski Stanislaw (1) Slávik Ján (1) Smith Fenwick (1) Smith Hopkinson (2) Smith Logan Pearsall (1) Smith Tim (1) Smullyan Raymond (1) Sobeck Johann (1) Soentgen Jens (1) Solo (4) Solomon (1) Sommer Andreas Urs (2) Sonar String Quartet (1) Sonare-Quartett (1) Sonate (9) Song (5) Sönstevold Knut (1) Souzay Gérard (1) Soziologie (2) Spengler Oswald (1) Spiri Anthony (1) Spitzer Leo (1) Spitzweg Carl (1) Spohr Louis (5) Staatskapelle Dresden (3) Stabat Mater (1) Stallmeister Britta (1) Stamitz Quartet (2) Stampa Gaspara (1) Stamper Richard (1) Starke Gerhard (1) Starker Janos (1) Stasny Leopold (1) Steck Anton (1) Stein Leonard (1) Stern Bert (1) Sternberg Josef von (1) Stewart Paul (1) Still Clyfford (1) Stöhr Adolf (1) Stosskopff Sébastien (1) Strauss Johann jr (1) Strauss Richard (2) Strawinsky Igor (1) Streichquartett (50) Streichquintett (11) Streichsextett (8) Streichtrio (12) Stuck Franz von (1) Studio der Frühen Musik (1) Suite (4) Suitner Otmar (1) Suk Josef (1) Sullivan Arthur (1) Summerly Jeremy (2) Sunkist (1) Suske Conrad (1) Sweelinck Jan Pieterszoon (1) SWF Symphony Orchestra (1) Swift Jonathan (1) Symphonie (2) Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (1) Szedlak Bela (1) Szell George (1) Szeryng Henryk (2) Szigeti Joseph (1) Szymanowski Karol (1) Taborn Craig (1) Tacchino Gabriel (1) Tachezi Herbert (1) Takahashi Yuji (1) Tal Yaara (1) Tallis Thomas (1) Tanguy Yves (1) Tanz (1) Tapisserie (1) Tarrete Virginie (1) Tasso Torquato (1) Taverner John (1) Te Deum (1) Technikgeschichte (3) Telemann G P (1) Teniers David d.J. (2) Terekiev Victoria (1) The Academy of St Martin-in-the-Fields Chamber Ensemble (1) The Ames Piano Quartet (2) The Danish Quartet (1) The Dartington Piano Trio (1) The Hilliard Ensemble (1) The Parley of Instruments (1) The President's Own United States Marine Band (1) The Scholars Baroque Ensemble (2) The Sixteen (1) The Solomon Trio (1) The Sound and the Fury (1) The Tallis Scholars (1) The William Byrd Choir (1) Theaterwissenschaft (1) Theodizee (1) Theologie (2) Theremin (1) Thibaud Jacques (1) Thoma Hans (1) Thomas Dylan (1) Thomas von Aquin (1) Thompson Curt (1) Tieck Ludwig (1) Tiedemann Rolf (1) Tietze Heinrich (1) Timm Jürnjakob (1) Tinguely Jean (1) Tintoretto (1) Tizian (3) Tobey Mark (1) Toccata (2) Tölzer Knabenchor (1) Tomböck Johannes (1) Tomböck Wolfgang (1) Torberg Friedrich (1) Toulouse-Lautrec Henri de (2) Tour George de la (3) Tragicomedia (1) Trakl Georg (1) Triendl Oliver (2) Trio (6) Trio 1790 (2) Trio Bell'Arte (1) Trio Cascades (1) Trio Opus 8 (1) Trio Recherche (1) Triosonate (14) Triple Helix (1) Tromboncino Bartolomeo (2) Tschaikowski Pjotr Iljitsch (6) Tudor David (1) Turina Joaquín (1) Turina-Trio (1) Turing Alan (1) Turner Bruno (1) Turner Gavin (1) Turner William (3) Uccello Paolo (1) Uemura Kaori (1) Uhde Fritz von (1) Uhland Ludwig (1) Ullmann Viktor (1) Umweltpolitik (1) Uppsala Chamber Soloists (1) Ut Musica Poesis (1) Valadon Suzanne (1) Valéry Paul (2) Van Swieten Trio (1) Variation (11) Vasari Giorgio (1) Vega Lope de (1) Veit Philipp (1) Velázquez Diego (3) Verdi Giuseppe (2) Vergilius Vaticanus (1) Vermeer Jan (3) Vermillion Iris (1) Verse Anthem (1) Vico Giambattista (1) Victor Symphony Orchestra (1) Video (1) Vignoles Roger (2) Villancico (1) Violakonzert (1) Violasonate (2) Violenconsort (1) Violinkonzert (3) Violinsonate (32) Visse Dominique (3) Vitali Giovanni Battista (1) VivaVoce (1) Vokal (109) Volkmann Robert (1) Volkswirtschaft (2) Voltaire (1) Voorhees Donald (1) Vossler Karl (2) Vouet Simon (1) Vuataz Roger (1) Wabo Keisuke (1) Wächter Peter (1) Wagner Jan (1) Wagner Otto (1) Waldmüller Ferdinand Georg (1) Wallenstein Alfred (1) Wallfisch Ernst (1) Wallin Ulf (1) Wallisch Leonhard (1) Walter Bruno (Komponist) (1) Walzer (3) Warburg Aby (1) Waters Rodney (1) Weber Andreas Paul (1) Weber Carl Maria von (1) Webern Anton (9) Weeks James (1) Weibel Peter (1) Weigle Sebastian (1) Weill Kurt (3) Weissenberg Alexis (1) Weißenborn Günther (1) Welser-Möst Franz (1) Wengoborski-Sohni Eva (1) Werner Oskar (1) Wert Giaches de (1) Westphal Gert (2) Westphal-Quartett (1) Weyden Goswin van der (1) Weyden Rogier van der (3) Whicher Monica (1) Whistler James McNeill (1) Whitman Quartet (1) Widmung: Anchusa (1) Widmung: Dmitry (1) Widmung: Edmond (1) Widmung: Horacio (1) Widmung: Mastranto (1) Widmung: Sankanab (1) Wieman Mathias (1) Wiener Horn (1) Wiener Oktett (1) Wiener Philharmoniker (1) Wiener Streichtrio (1) Wilckens Friedrich (1) Wilhelm Gerhard (1) Wilhelm von Ockham (1) Wille Friedrich (1) Wille Oliver (1) Williams Jenny (1) Williams Roderick (1) Wilson Edmund (1) Wilson Roland (1) Winckelmann Johann Joachim (1) Winter Susanne (1) Winterhalter Franz Xaver (1) Wittgenstein Ludwig (2) Witz Konrad (1) Wohltemperiertes Klavier (2) Wolf Hugo (3) Wölfel Martin (1) Wolff Christian (1) Wolkenstein Oswald von (1) Wood James (1) Wood Jasper (1) Wordsworth William (1) Worringer Wilhelm (1) Wrubel Michail (1) Wuorinen Charles (1) Xenakis Iannis (1) Yablonsky Dmitry (1) Yeats William Butler (2) Yim Jay Alan (1) Young La Monte (1) Zelenka Jan Dismas (1) Zemlinsky Alexander (1) Zemlinsky Quintett Wien (1) Zender Hans (1) Ziesak Ruth (2) Zilcher Hermann (1) Zimansky Robert (1) Zimmermann Tabea (1) Zischler Hanns (2) Zlotnikov Kyril (1) Znaider Nikolaj (1) Zoologie (1) Zukerman Pinchas (1) Zukofsky Paul (2) Zutphen Wim van (1)