Blog Widget by LinkWithin

Thursday, February 25, 2010

Alle Klaviertrios von Louis Spohr

Louis Spohr, Geiger von Weltrang und hochgeschätzter Komponist von Opern, Oratorien, Symphonien, Konzerten, Liedern und Kammermusik in fast allen Besetzungen, berühmter Dirigent und Lehrer von mehr als 200 Musikern, schrieb fünf Trios für Klavier, Violine und Violoncello. Diese Werke entstanden aber verhältnismäßig spät. Spohr war zwar durch das Musizieren der Mutter seit frühesten Kindertagen mit dem Klavier vertraut, der Fünfjährige hatte aber eine Geige als das ihm gemäße Instrument verlangt. Hinzu kamen eigene Erfahrungen mit der Harfe während der Braunschweiger Schulzeit und danach vor allem in der Ehe mit der bedeutenden Harfenistin und befähigten Pianistin Dorette Scheidler (1787-1834). Geige und Harfe blieben für den Frühromantiker reizvoller. Das belegen die wertvollen Sonaten für Harfe und Violine ebenso wie andere Solo- und Kammermusik für Harfe. Erst nachdem Dorette 1820 das Harfenspiel aus gesundheitlichen Gründen aufgeben mußte und in der Folge nur noch als Klavierspielerin auftrat, entstanden Werke für dieses Instrument. Nach 1836, während der zweiten Ehe mit Marianne Pfeiffer (1807-1892), die »sehr fertig« Klavier spielte, fühlte sich Spohr zu weiteren Werken angeregt, so auch zu den fünf Trios.

Die Gattung Klaviertrio - in der »klassischen« Besetzung für Klavier, Violine und Violoncello - war eigentlich erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden: Trios von Haydn und Mozart, und eine Generation später von Beethoven und Schubert, gelten als erste Höhepunkte. Louis Spohrs Trios entsprechen in der Besetzung und formal dem klassischen Muster: einem Sonatenhauptsatz als Kopfsatz folgen ein langsamer und schneller Binnensatz - letzterer als Scherzo oder Menuetto mit Trio ausgeführt - und ein schnellerer Schlußsatz, meist auch in Sonatenhauptsatzform. Durchbrochene Arbeit und obligates Accompagnement, wie sie seit der Wiener Klassik für seriöses Komponieren als Standard gelten, sind ebenso souverän wie erfindungsreich angewendet und die Sätze durch raffinierte Verknüpfung des thematischen Materials zur geschlossenen Großform verschmolzen. Spohr sei zu beneiden um »die Fähigkeit, das Ganze immer wie aus einem Gusse geformt erscheinen zu lassen. Die Disposition, die harmonischen Grundpfeiler jedes Musikstücks von ihm sind mit jener mathematischen Sicherheit besorgt, welche das ganze Stück immer leicht übersichtlich machen, und erhalten trotz der fortwährenden wechselnden Schatten, die um seine Melodien fliegen, jene Durchsichtigkeit und Klarheit, woran der letzte consequente Nachfolger von Mozart stets erkennbar sein wird«, lesen wir in einer Rezension der Allgemeinen musikalischen Zeitung.

Louis Spohr, Daguerreotypie um 1840

Diese »wechselnden Schatten«, die immer neue Beleuchtung der Themen, erreicht Spohr, der nach H. J. Moser »größte niederdeutsche Melodiker zwischen Fürst Wizlav von Rügen und Johannes Brahms«, durch fließende Harmonik und eine Vorliebe für Synkopen und hemiolenartige Bildungen, durch konsequentes Verschleiern der metrischen und harmonischen Schwerpunkte. Auch das sich ständig unauffällig ändernde Bewegungsmuster und die stets nur minimal veränderten oder diminuierten Varianten tragen, wenn die vom Komponisten in Briefen - jedenfalls für seine Ecksätze und Scherzi - immer wieder geforderten »zügigen« Tempi gewählt werden, zu diesem Effekt bei. In den Durchführungen arbeitet Spohr vor allem mit dem Material des ersten Themas. Es sind überaus feine Nuancen, mit denen er den Verlauf der Sätze steuert - indem er den Puls einer Bewegung antreibt oder zurücknimmt, etwa Achtel- in eine Triolenbegleitung verwandelt; ferner dadurch, daß er einer Synkope, also einem metrischen Akzent, auch einen harmonischen aufsetzt - und damit unbemerkt auch entfernteste Tonarten erreicht. Besonders reizvoll sind die Binnensätze: rhythmische Vielfalt und phantasievoller Einsatz der drei Instrumente lassen für jene Epoche ganz neuartige, »ungewöhnliche« Klänge entstehen.

Violine und Violoncello sind musikalisch und technisch gleich gefordert. Spohr war schließlich - neben Paganini der bedeutendste Geiger seiner Epoche und in Nikolaus Hasemann (1788-1842), seinem langiährigen Solocellisten und Quartettgenossen, stand ihm ein Künstler zur Verfügung, der Hervorragendes zu leisten vermochte. Spohrs eminentes geigerisches Können und sein Wissen um streicherische Belange erweist sich auch in den Klaviertrios. Er nutzt alle klanglichen Möglichkeiten und Kombinationen, den gesamten Tonumfang der Geige und des Violoncellos, die extrem tiefen und hohen Lagen, die Klangfarben von una-corda und pizzicato. Unisono, Oktav- und Terz-Parallelen, parallele Stakkato-Läufe und andere virtuose technische Schwierigkeiten sind dabei aber stets Ergebnis der thematischen Arbeit und nie Selbstzweck.

Spohr setzt mit seinen fünf Trios eine von Beethoven begonnene Entwicklung fort, die drei Instrumente und die vier Sätze durch thematische Arbeit und gegenseitige Durchdringung zu einer Einheit zu verschmelzen. Im Gegensatz dazu stehen die Klaviertrios der eine Generation Jüngeren: Chopin (1828), Felix Mendelssohn Bartholdy (1839 und 1845, das zweite Grand Trio op. 66 ist Spohr gewidmet), Robert Schumann (ab 1847) und Niels W. Gade (1853 und 1863). In ihren Trios dominiert das Klavier - schon die »klaviermäßige« Erfindung der Themen behindert eine Verschmelzung. Wesentlich näher liegen Spohr wohl die wenig später entstandenen Trios von Brahms.

Louis Spohr, vor 1840, vergoldet, nach einem Alabasterrelief von Gustav Kaupert

Trio Nr. 1 e-Moll op. 119

Als einziges trägt das Titelblatt des ersten Klaviertrios eine Widmung: Die »Beschenkte« ist Caroline von der Malsburg, geb. von Dubuys (1785-1863). Diese Freundin der Familie Spohr seit 1807, versierte Malerin und Pianistin, Mäzenin begabter mittelloser junger Menschen, gab um 1840 die Anregung zur Komposition des ersten Klaviertrios. Der Erstdruck erschien 1842 bei Julius Schuberth in Hamburg und wurde von Robert Schumann in der Neuen Zeitschrift für Musik überaus positiv besprochen. Auch Mendelssohn, Moscheles und Wagner schätzten es sehr.

Trio Nr. 2 F-Dur op. 123

Noch vor dem großen öffentlichen Erfolg des ersten Trios war das zweite im Frühjahr 1842 in Kassel vollendet; Schuberth in Hamburg verlegte es ein Jahr später ebenfalls. In der Besprechung der Erstausgabe der Allgemeinen musikalischen Zeitung lesen wir dazu: »An die Spitze ... stellen wir: L. Spohr's op. 123 ... Ist auch die Pianofortestimme nicht immer bequem, so überwindet man dies doch gern für eine so herrliche, reizende Musik, für so meisterhafte Arbeit. Da greift zu, ihr Freunde, und labt euch. Spohr ist Referenten seit langer Zeit nicht so innig und jung erschienen, als in diesem zweiten Trio.«

Trio Nr. 3 a-Moll op. 124

Spohrs drittes Klaviertrio entstand nur wenige Monate nach dem zweiten im Herbst 1842, 1843 brachte es Schuberth auf den Markt. Von allen fünf Trios stellt dieses die höchsten Anforderungen an die Lagentechnik des Violoncellisten - sogar Stimmkreuzungen mit der Violine kommen vor.

Louis Spohr, Porträtzeichnung, 1859

Trio Nr. 4 B-Dur op. 133

Sein viertes, in Kassel begonnenes Trio vollendete Spohr im Sommer 1846 in Karlsbad. Während der Rückreise konnte er es in einer schnell arrangierten, Musik-Partie seines Schülers Eduard Grund in Meiningen vorstellen. Ein Jahr später erschien es auch bei Schuberth in Hamburg. Trotz seiner dichten Faktur und des zum Ausdruck gebrachten Temperaments - der letzte Satz wurde als »Karlsbader Sprudelsatz« bezeichnet - hatte es wesentlich geringeren Erfolg als die früheren Werke der Gattung. Lediglich in England fand es viel Beifall. In diesem Trio weicht Spohr auch in Details von der gewohnten Form ab: der Kopfsatz hat keine wiederholte Exposition, die Binnensätze sind vertauscht - auf ein Menuetto mit ausgeschriebenem da capo folgt der langsame Satz - und der Schlußsatz ist eine Mischung aus Rondo und Sonatenform.

Trio Nr. 5 g-Moll op. 142

Auch das letzte, im Oktober 1849 entstandene Klaviertrio brachte Schuberth 1852 heraus. In diesem Werk sind die Sätze durch inhaltliche Verwandschaft am stärksten miteinander verklammert. Das erste Thema des Kopfsatzes, Allegro vivace, enthält bereits das zweite: nach B-Dur gewendet und mit einer ruhigen Achtel-Begleitung versehen, bekommt es einen ganz anderen Charakter und dient als Seitenthema; als nach b-Moll eingetrübte Variante stellt Spohr den eben gewonnenen Kontrast gleich wieder in Frage - die Durchführungsarbeit beginnt schon während der Exposition.

Das Spohr-Denkmal in Kassel

Alle Klaviertrios Louis Spohrs sind auf den Titelblättern der Erstdrucke zwar als »Trio Concertant« bezeichnet, das bedeutet in diesem Zusammenhang indes kein konzertierendes Klavier, sondern begründet, wie ein Mitarbeiter der Allgemeinen musikalischen Zeitung 1844 anmerkt, »besondere Ansprüche an die Techniker. … , welche Virtuosen sein müssen, wenn sie dem geforderten Effect genügen sollen.« In dieser kritischen Würdigung des dritten Trios lesen wir ferner: »Scherzo … zeigt im Trio … in den Clavierstimmen ganz violinmässige Passagen, die im raschen Tempo sich schwer reinlich ausführen lassen werden; für die linke Hand, die meist nur Verdoppelungen hat, ist Vereinfachung leicht möglich und rathsam … Das Trio ist … schwer zu spielen, und zwar für alle Mitwirkende; der Geiger muß in Spohr's Spielart genau eingeweiht sein.« Der Rezensent hält den Klaviersatz für »schwerer als Thalberg oder Chopin zu spielen, denn bekanntlich rächt sich bei Spohr jede kleine Unreinheit am Ganzen nur allzuhart. « Oktav-verdoppelte Terzengänge im Klavier, Oktav-, Terz- und Sextenparallelen, nicht nur des Klaviers, sondern auch mit einem oder beiden Streichern, Sechzehntel- und Triolenfiguren in hoher Lage, Vollgriffigkeit und ständiger Wechsel des Bewegungsmusters machen den Klavierpart der Trios manchmal etwas mühsam. Zeitgenossen beklagten den »widerhaarigen Klaviersatz« zwar immer wieder - Hans von Bülow tadelte sogar, manches sei »a vista nicht herauszubringen« -, betonen aber stets, daß jeder Interpret und Hörer, der sich ernsthaft auf diese - keineswegs leicht zugänglichen - Kompositionen einstimmt, vollauf entschädigt wird. Denn zweifelsfrei gehören sie zu den wertvollsten Werken dieser Gattung aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts.

Quelle: Franziska Rinckens, im Booklet (gekürzt)



TRACKLIST

Louis Spohr (1784-1859)
Complete Piano Trios



CD 1

Piano Trio No. 1 in E minor op. 119 36'06
[1] Moderato 11'39
[2] Larghetto 7'17
[3] Scherzo 7'06
[4] Finale. Vivace 10'03

Piano Trio No. 2 in F major op. 123 36'40
[5] Allegro 13'32
[6] Larghetto 7'26
[7] Scherzo 5'05
[8] Finale. Vivace 10'36

T. T.: 73'15


CD 2

Piano Trio No. 3 in A minor op. 124 35'08
[1] Allegro moderato 10'22
[2] Andante con variazioni 10'08
[3] Scherzo 6'55
[4] Finale. Presto 7'43

Piano Trio No. 4 in B major op. 133 27'30
[5] Allegro 8'42
[6] Menuetto 5'55
[7] Poco Adagio 7'11
[8] Finale. Presto 5'41

T. T.: 63'07


CD 3

Piano Trio No. 5 in G minor op. 142 31'09
[1] Allegro vivace 10'15
[2] Adagio 6'21
[3] Scherzo 6'33
[4] Finale. Allegro molto 8'01

T. T.: 31'09


Beethoven Trio Ravensburg
Inge-Susann Römhild, Piano
Ulrich Gröner, Violin
Susanne Eychmüller, Violoncello

Under the auspices of the International Louis Spohr Society Kassel
Recording: 8-12 November 1993, 8-11 February 1994; Sendesaal Radio Bremen
Recording Supervisor: Andreas Heintzeler
Recording Engineer: Frauke Schulz
(P) 1995 DDD

Johannes Vermeer van Delft: Die Malkunst, um 1665/1666, Kunsthistorisches Museum Wien, Gemäldegalerie, Inv.-Nr. GG_9128

Jan Vermeers «Malkunst» im Kunsthistorischen Museum in Wien

Was macht ein Kunstwerk zum Klassiker? Welche magischen Zutaten sind es, die etwa aus der «Mona Lisa» einen Publikumsmagneten machen, vor dem immer noch Menschen Schlange stehen, bis auch sie durch das kugelsichere Glas blicken dürfen? Nun, «Die Malkunst» von Jan Vermeer wird nicht hinter Panzerglas gezeigt, und normalerweise bilden sich vor ihm auch keine Menschenschlangen, zumindest nicht im Kunsthistorischen Museum Wien. Trotzdem ist es ein zu Recht berühmtes Werk, dessen Anziehungskraft ungebrochen ist. Was also hat es damit auf sich? Im Gegensatz zur «Mona Lisa» des Leonardo da Vinci scheint das Rätsel der Identitäten der Dargestellten in der Allegorie der «Malkunst» von relativ peripherer Bedeutung zu sein: Nicht, dass man im Lauf der letzten 150 Jahre nicht – naheliegenderweise – vermutet hätte, es könnte sich bei dem dargestellten Maler und seinem Modell um ein Selbstbildnis Jan Vermeers («Zweispiegeltheorie») und ein Porträt seiner Frau oder seiner Tochter handeln. Das hat man. Aber was ändert es gross, wenn der Maler selbst zu seiner Allegorie des Malens Modell gestanden hat? Im Unterschied zur «Mona Lisa» fehlt der «Malkunst» aber auch eine legendenartige Rezeptionsgeschichte, in deren Verlauf etwa der jungen Frau auf dem Porträt Laster angedichtet wurden. Auch der Diebstahl der «Mona Lisa» 1911 und zwei Attentate sorgten für Publicity.

Nichts davon musste die keusche «Malkunst» erdulden. Das etwa 1666/68 entstandene Bild befand sich bis zum Tod seines Schöpfers in dessen Atelier und diente dort wohl als Schaustück für Bravour. Nach dem Notverkauf durch die Künstlerwitwe verlor sich seine Spur – bis es Ende des 18. Jahrhunderts in Wien wieder auftauchte, allerdings mit einer Zuschreibung an Pieter de Hooch. 1804 wurde die «Malkunst» mit dem Nachlass von Gottfried van Swieten, dem Sohn des Leibarztes von «Kaiserin» Maria Theresia, zusammen versteigert. Johann Rudolf Graf Czernin erwarb das Gemälde 1813 um den läppischen Preis von 50 Gulden – und hat nie erfahren, was für ein Schnäppchen er da gemacht hatte. Er starb 1845, gut 15 Jahre bevor gleich zwei Spezialisten das Gemälde als ein Werk des Jan Vermeer identifizierten: Der französische Kunstkritiker und Sammler Théophile Thoré, auch unter dem Pseudonym Willem Bürger bekannt, und der Deutsche Gustav Friedrich Waagen, Direktor der Berliner Gemäldegalerie und Begründer der Kunstgeschichte als Disziplin, haben um 1860 die wahre Identität des Malers erkannt.

Danach ging das Rätselraten los, nicht zuletzt um die prinzipielle Frage: Worum geht es hier eigentlich? Aber auch: Ist's Klio, die Muse der Geschichtsschreibung, oder Fama, die Verkünderin des Ruhms? Und warum zeigt die Wandkarte die Niederlande vor ihrer Teilung 1648? Nur Jacob Burckhardt traute dem Zauber des Bildes nicht. Er liess kein gutes Haar an Vermeer und beschimpfte die junge Frau im blauen Gewand als «seine bekannte, seelenlose Gans».

Im Kunsthistorischen Museum präsentiert man nun dieses Bild nach umfangreichen technologischen Untersuchungen zusammen mit Objekten, Archivalien und Dokumentationen. Dazu haben die Kuratorinnen Sabine Pénot und Elke Oberthaler einen ganzen Saal gefüllt: Hier ist eine Trompete aus dem 17. Jahrhundert zu sehen, da ein Messingkronleuchter aus Mecheln. Besonderes Augenmerk liegt auf der Rekonstruktion der zwar eindeutig identifizierbaren, aber in keinem Exemplar mehr vollständig erhaltenen Landkarte an der Rückwand von Vermeers dargestelltem Atelier – ein Bacchanal für Kartografiehistoriker. Malmaterialien des 17. Jahrhunderts stehen neben Mikroskopaufnahmen der Malschicht. Ein Gipsabguss des «Apolls vom Belvedere» legt nahe, dass die liegende «Maske» im Bild ein Stück eines solchen Abgusses sein könnte – und unterstützt somit auch die Deutung der Frau als die Muse Klio, die wie alle Musen dem Gott Apollon zugeordnet war.

Mit Hilfe einer optischen Vorrichtung wird der Frage nachgegangen, ob sich Vermeer solcher Hilfsmittel wie der Camera obscura bedient hat. Die Unschärfen im Bildvordergrund sind bekannte Effekte dieser Vorläuferin der Fotokamera, doch bewiesen ist damit noch nichts. Die abschliessende Abteilung mit Reflexen des Bildes in der Kunst seit der Moderne, mit immerhin so glamourösen Beitragenden wie Salvador Dalí und Peter Greenaway, ist leider eher ein Appendix denn ein Epilog.

Zu den grossen Stärken von Ausstellung und Katalog gehören die Zusammenfassungen bisheriger Diskussionen zu Fragen der Forschung über die «Malkunst» und das Update durch neueste Ergebnisse. Auch auf den 2009 (erneut) eingebrachten Restitutionsantrag der Familie Czernin wird eingegangen. Das Begehren der Erben von Jaromir Czernin, von dem Adolf Hitler das Bild 1940 für sein geplantes «Führermuseum» in Linz erworben hat (erst nach Kriegsende kam das Bild, zunächst zur Aufbewahrung, ins Kunsthistorische Museum), erscheint nach jetzigem Erkenntnisstand allerdings nur bedingt aussichtsreich: Die «Malkunst» wurde ja nicht enteignet, sondern um 1,65 Millionen Reichsmark plus Steuerbonus gekauft, was nach Ansicht der Erben jedoch unter Zwang geschehen sei. Der Antrag wird derzeit von der Kommission für Provenienzforschung geprüft.

Doch während mit einer Entscheidung über eine Restitution noch dieses Jahr gerechnet werden kann, werden sich andere Fragen wohl nie klären lassen: Was fasziniert so sehr an diesem Bild? Ist es die Rückenfigur des Malers, der uns – wenn es ein Selbstporträt sein sollte – einen Blick auf sein Gesicht verwehrt? Sind es die rätselhaft gesenkten Lider des als Klio verkleideten Modells? Oder die vielen, unendlich kunstfertig wiedergegebenen, illusionistischen Details? Ist es das Spiel des Lichts? Die perfekt ausgewogene Komposition? Oder alles zusammen? Jedenfalls ist Sabine Pénot und Elke Oberthaler eine Ausstellung gelungen, in der sich Information und Aura perfekt die Waage halten. Das quasi vom Bild in den Raum gestülpte Inventar reflektiert und verstärkt Vermeers Bemühen um Illusionismus und Haptik, ohne das Rätsel der «Malkunst», ihr undurchdringliches Geheimnis auch nur anzutasten. Es ist, als könnte man irgendwie doch noch die angebotene Sitzgelegenheit im Bild einnehmen. Und zum lauschenden Dritten im verschwiegenen Bunde werden.

Quelle: Andrea Winklbauer: «Seine bekannte, seelenlose Gans», in: Neue Zürcher Zeitung vom 19. Februar 2010

Kunsthistorisches Museum | Maria Theresien-Platz | 1010 Wien
Vermeer. Die Malkunst. Spurensicherung an einem Meisterwerk. Kunsthistorisches Museum, Wien. Kuratiert von Sabine Pénot und Elke Oberthaler. Bis 25. April 2010. Katalog € 29.90.



Weblinks zu Louis Spohr

(wie die liebevolle Huldigung durch seinen Nachfahren Steffen) habe ich bereits in meinem Post seiner Doppelquartette veröffentlicht. Es gibt aber noch einen Nachtrag, nämlich die (noch im Aufbau befindliche) Seite der "Internationalen Louis Spohr Gesellschaft e.V." (Louis Spohr Akademie - Archiv / Forschungsstätte / Museum der Geschichte des Violinspiel).


CD Info & Scans (Tracklist, Covers, Booklet, Bonus Pictures), 42 MB
Spohr - Klaviertrios INFO.rar
Read the file "Download Links.txt" for links to the Ape+Cue+Log Files

No comments:

Top 25 blogs of Classical Music News

what is this?

The Top 25 blog ranking is from http://www.invesp.com/blog-rank/Classical_Music

Ranking dates from August 8th, 2012 (the top 10 and the newcomers are special marked)

Thanks to Scott Spiegelberg and his blog "Musical Perceptions" - who made me aware of invesp's ranking.

Other Classical Music News

Klassische Musik - Nachrichten

Noticias de música clásica

Musique classique nouvelles

Notizie di musica classica

Blog-Labels

13ettina A New York City Freelance Orchestra A New York City Freelance Quartet Abbado Claudio Academy of St Martin in the Fields' Chamber Ensemble Achron Isidor Adorno Theodor W Alma Mahler Sinfonietta Alt Jakob Alt Rudolf von Alte Musik Amadeus Quartet Amati String Trio Amps Kym Antiphon Antunes Jorge ARC Ensemble (Artists of The Royal Conservatory) Arditti String Quartet Arenski Anton Stepanowitsch Aronowitz Cecil Arrau Claudio Ars Antiqua Austria Asch David van Ashkenazy Vladimir Ashkenazy Vovka Ast Balthasar van der Auer Quartet Auerbach Erich Aurora String Quartet Auryn Quartett Bach J.S. Bachmann Ingeborg Bagatelle Bailly David Ballade Bamberger Streichquartett Banchini Chiara Barenboim Daniel Baroncini Simone Bartok Bela Bartoli Pietro Sante Batoni Pompeo Batz Eugen Beaux Arts Trio Beethoven Ludwig van Beethoven Trio Ravensburg Belli Massimo Bellini Giovanni Bellotto Bernardo Ben Omar Maurizio Berberian Cathy Berg Alban Berio Luciano Berkes Kálmán Berliner Oktett Berliner Philharmoniker Berliner Philharmonisches Oktett Berliner Symphoniker Berner Streichquartett Bernstein Walter Heinz Berwald Franz Besucherflagge Bethge Hans Bettelheim Dolf Beyer Achim Biber Heinrich Ignaz Franz BibliOdyssey Binkley Thomas Bioy-Casares Adolfo Blacher Boris Blacher Kolja Blair String Quartet Blake William Blasmusik Blochwitz Hans Peter Blumenthal Daniel Bläser Bläserquintett Boccherini Luigi Boccioni Umberto Boehlich Walter Bonnet Jacques Bonucci Rodolfo Borges Jorge Luis Borodin Alexander Borodin Quartet Bortolotti Werner Amadeus Boskovsky Willi Boston Symphony Orchestra Bouts Dieric the Elder Brahms Johannes Brandis-Quartett Brassai Braunfels Walter Brecht Bertolt Breitwieser Wolfgang Brendel Alfred Breton André Britten Benjamin Brizzi Aldo Brown Stephanie Bruckner Anton Brunelleschi Filippo Bruns Peter Bunuel Luis Busch Adolf Busch Wilhelm Busch-Quartett Busoni Ferruccio Bussotti Sylvano Byrd William Byron George Gordon Böcklin Arnold Böll Heinrich Cage John Calame Alexandre Campin Robert Capella Lipsiensis Caravaggio Carmina Burana Cartari Vincenzo Carter Elliott Casals Pablo Casarramona Michel Cavina Claudio Celan Paul Cellokonzert Cellosonate Cembalo Chanson Cherubini Luigi Chopin Frédéric Chor St.Hedwigs-Kathedrale Berlin Chormusik Christ Wolfram Ciconia Johannes Claudius Matthias Coburg Hermann Collegium Vocale Köln Concentus musicus Wien Concerto Consortium Classicum Constable John Corot Jean-Baptiste Camille Correggio Cortot Alfred Courbet Gustave Couture Thomas Creed Marcus Crees Eric Curtius Ernst Robert Cézanne Paul Dalí Salvador Damore Robin David Jacques-Louis Debussy Claude Dehmel Richard Demus Jörg Der Spiegel Desprez Josquin Detmolder Bläser Die 12 Cellisten Die Kunst der Fuge Dietrich Albert Domus Donizetti Gaetano Donne John Doppelquartett Dramatik Drobinsky Mark Dufay Guillaume Duo Dvorak Antonin Dürer Albrecht Eberl Anton Eisenlohr Ulrich Elsner Christian Emerson String Quartett Ensemble 415 Ensemble Aurora Ensemble Clément Janequin Ensemble Dulce Melos ensemble KONTRASTE Ensemble Les Eléments Ensemble Musique Oblique Ensemble Organum Ensemble Unicorn Ensemble Wien-Berlin Epoca Barocca Ernst Max Eschenbach Christoph Eyck Jan van Fantasie Fantin-Latour Henri Fauré Gabriel Faust Fedotov Maxim Feldman Morton Ferneley John E + John jun. + Claude Lorraine + Sarah Fessard Jean-Marc Firkusny Rudolf Firtl Mátyás Fischer-Dieskau Dietrich Fischer-Dieskau Manuel Florenzia Ghirardellus de Flötensonate Foley Timothy W Forster Karl Fouquet Jean Fournier Pierre Fragonard Jean Honore Franck César Frankfurter Schule Françaix Jean Friedrich Caspar David Frisch Céline Fuchs Robert Funck David Fux Johann Joseph Gabrieli Consort Gabrieli Giovanni Gaede Daniel Gaede David Gambensonate Gambensuite Garben Cord Gatti Enrico Gendron Maurice Gernhardt Robert Gerstl Richard Geschichte Gesualdo Don Carlo Ghiberti Lorenzo Giacometti Alberto Gigliotti Anthony Giorgione Giotto di Bondone Gitarrenquintett Glaetzner Burkhard Glasharmonika Glikman Gabriel Goebel Reinhard Goethe Johann Wolfgang Goldammer Karl Goldbergvariationen Goloubitskaja Alexandra Gombrich Sir Ernst H Goritzki Ingo Gotik Gould Glenn Goya Francisco de Grainger Percy Grandville J. J. Grebanier Michael Gregg Smith Singers Grumiaux Trio Gründgens Gustaf Guggenheim Janet Gérard François Haas Werner Haefs Gisbert Halvorsen Johan Harmonium Harnoncourt Alice Harnoncourt Nikolaus Harrell Lynn Haskil Clara Hausmusik London Haydn Joseph Haydn Philharmonia Soloists Haydn Quartet Budapest Hayman Richard Heifetz Jascha Heinichen Johann David Heinrich IV. Hell Josef Henkis Jonathan Herreweghe Philippe Hindemith Paul Hinterleithner Ferdinand Ignaz Hirayama Michiko Historische Aufnahme Hodler Ferdinand Hoffmann Bruno Hoffmann Hubert Hoffnung Gerard Hofmann Josef Hofmannsthal Hugo von Hogarth William Holbein Hans der Jüngere Honegger Arthur Hornsonate Hubeau Jean Hummel Martin Humphreys John Hölzel Adolf Hörbuch Iberer Gerhard Il Viaggio Musicale Ingres Jean-Auguste-Dominique Insterburg Ingo Inui Madoka Ives Charles Jackson Christine Jakulow Georges Jandó Jenö Janequin Clément Jess Trio Wien Joachim Joseph Jones Mason Juilliard Ensemble Juilliard String Quartet Juon Paul Jánoska Aládár Kammerkonzert Kammermusik Kanon Kanzone Kapell William Katchen Julius Kavina Lydia Kayaleh Laurence Kempff Wilhelm Kersting Georg Friedrich Kessel Jan van Keuschnig Rainer Kinski Klaus Klarinettenkonzert Klarinettenquintett Klarinettentrio Klassik Klavier Klavierduo Klavierkonzert Klavierlied Klavierquartett Klavierquintett Klaviersonate Klavierstück Klaviertrio Klee Paul Klein Yves Klengel Julius Kliegel Maria Klimt Gustav Klodt Nikolaj Kloeber August von Klosterneuburger Altar Klust Hertha Klöcker Dieter Kniep Johann Knothe Dietrich Koch Ulrich Kocian Quartet Kodály Quartet Kodály Zoltán Kolisch Rudolf Koll Heinrich Komarov Vladimir Konsistorum Natascha Kontrapunkt Korowin Konstantin Alexejewitsch Kovacic Tomaz Krajný Boris Krenek Ernst Kreutzer Conradin Krosnick Joel Kupka Frantiček Kvapil Radoslav Kühmeier Genia La Rue Pierre de La Venexiana Laci Albana Lai Lakatos Alexander Lancie John de Landauer Bernhard Landini Francesco Landowska Wanda Laokoon Laredo Jaime LaSalle Quartet Laute Le Sidaner Henri Ledoux Claude-Nicolas Lehrer Tom Lem Stanisław Leonhardt Gustav Les Menestrels Letzbor Gunar Levine James Levitan Isaac Lewon Marc Liebermann Max Liederhandschrift Ligeti György Limburg Brüder von Linos-Ensemble Lipatti Dinu Lippi Filippo Liszt Franz Literaturwissenschaft Litwin Stefan Lloyd Frank Loewenguth Quartet London Baroque London Sinfonietta London Symphony Orchestra Brass Longhi Pietro Loriod Yvonne Lucier Alvin Lutzenberger Sabine Lyrik Maar Dora Mach Ernst Machaut Guillaume de Madrigal Magnificat Mahler Gustav Mahler-Werfel Alma Malewitsch Kasimir Marais Marin Marder Marc Margarete von Österreich Marini Biagio Martin Peter Martin Thomas Martinu Bohuslav Marx Joseph Masaccio Massys Quentin Masters Robert Matisse Henri Mayer Steven McCreesh Paul Medlam Charles Mehta Zubin Melos Quartett Mendelssohn Bartholdy Felix Menuhin Yehudi Menzel Adolph Messe Messiaen Olivier Meyer Wolfgang Michelangelo Milhaud Darius Minnesang Moiseiwitsch Benno Molenaer Jan Miense Monnier-Koenig Marianne Monteverdi Claudio Moore Gerald Motette Mozart W.A. Mucha Stanislav Muffat Georg Musica Antiqua Köln Nancarrow Conlon Napoleon Nattier Jean-Marc Neue Musik New Haydn Quartet Budapest Nicolosi Francesco Nielsen Quintet Nocturno Noferini Andrea Ochs Siegfried Ockeghem Johannes Ode Odinius Lothar Oja Iris Oktett Olivier Johann Heinrich Ferdinand Onslow Georges Oper Oppenheimer Max Oratorium Orchesterlied Orchestermusik Orchesterstück Os Jan van Osias Bert der Ältere Ottensamer Ernst Oxford Camerata Pachelbel Johann Pank Siegfried Partita Patinir Joachim Pecha Peter Perlman Itzhak Petrarca Francesco Petrova Galina Peyer Gervase de Philharmonisches Oktett Berlin Phillips Peter Philosophie Picasso Pablo Pierce Joshua Pillney Karl Hermann Pisano Andrea Platen August von Pleyel Ignaz Polyphonie Pomian Krzysztof Poppen Christoph Posch Michael Poussin Nicolas Prague Piano Duo Prazak Quartet Prechtl Michael Mathias Prendergast Maurice Preucil William Prokofjew Sergei Prosa Pré Jacqueline du Purcell Henry Pélassy Frédéric Pérès Marcel Quartett Quartetto Stauffer Quator Calvet Quator Pro Arte Quintana Juan Manuel Quintett Quintetto Arnold Quintetto Fauré di Roma Rachmaninow Sergei Radio Baiern Radio Beromünster Raff Joachim Ramm Andrea von Ravel Maurice Ray Man Recital Reger Max Reicha Anton Reimann Aribert Reinecke Carl Reizenstein Franz Remmert Birgit Repin Ilja Jefimowitsch Requiem Reyes Eliane Rhodes Samuel RIAS-Kammerchor Riehn Rainer Ries Ferdinand Rizzoli Achilles Robert Hubert Rodin Auguste Rohbock Ludwig Roloff Helmut Romantik Romero Pepe Rondeau Rondo Rossini Gioachino Rostropowitsch Mstislaw Rubinstein Anton Rubinstein Artur Rubio Quartet Rudolf von Rheinfelden Russ Leander Russian Philharmonic Orchestra Salve Regina Sander August Santiago Enrique Saraceni Carlo Saranceva Ekaterina Savery Roelant Scarlatti Domenico Scelsi Giacinto Schalansky Judith Scherchen Hermann Schiller Alan Schillinger Joseph Schlichtig Hariolf Schlüter Wolfgang Schmidt Franz Schmitt-Leonardy Wolfram Schnabel Artur Schnädelbach Herbert Schobert Johann Schoenbach Sol Schostakowitsch Dmitri Schröder Felix Schröder Wolfgang Schubert Franz Schubert Peter Schumann Clara Schumann Robert Schwarzkopf Elisabeth Schönberg Arnold Schütz Heinrich Segantini Giovanni Septett Serkin Rudolf Sermisy Claudin de Serow Valentin Alexandrowitsch Seurat Georges Sextett Sgrizzi Luciano Sibelius Jean Simpson Derek Sinopoli Giuseppe Sitkovetsky Dmitri Skordatur Skrjabin Alexander Slávik Ján Smith Fenwick Smith Tim Sonare-Quartett Sonate Song Spengler Oswald Spitzweg Carl Spohr Louis Staatskapelle Dresden Stamitz Quartet Stamper Richard Starke Gerhard Starker Janos Stasny Leopold Stein Leonard Stewart Paul Stosskopff Sébastien Strauss Richard Streichquartett Streichquintett Streichsextett Streichtrio Stuck Franz von Studio der Frühen Musik Stöhr Adolf Suite Suitner Otmar Suk Josef Sullivan Arthur Summerly Jeremy Szedlak Bela Szell George Szymanowski Karol Sönstevold Knut Tachezi Herbert Tallis Thomas Tanguy Yves Terekiev Victoria The Academy of St Martin-in-the-Fields Chamber Ensemble The Ames Piano Quartet The Danish Quartet The President's Own United States Marine Band The Scholars Baroque Ensemble The Tallis Scholars The William Byrd Choir Theremin Thibaud Jacques Thoma Hans Thompson Curt Tiedemann Rolf Tizian Tomböck Johannes Tomböck Wolfgang Tour George de la Triendl Oliver Trio Trio Bell'Arte Trio Opus 8 Triosonate Tschaikowski Pjotr Iljitsch Tudor David Turner Gavin Turner William Ullmann Viktor Variation Velázquez Diego Verdi Giuseppe Vergilius Vaticanus Vermeer Jan Vermillion Iris Vico Giambattista Vignoles Roger Violakonzert Violasonate Violinsonate Visse Dominique VivaVoce Vokal Volkmann Robert Vouet Simon Vuataz Roger Wabo Keisuke Wagner Otto Waldmüller Ferdinand Georg Wallfisch Ernst Wallisch Leonhard Walzer Waters Rodney Weber Carl Maria von Webern Anton Weibel Peter Weill Kurt Weißenborn Günther Westphal-Quartett Weyden Rogier van der Whitman Quartet Widmung: Anchusa Widmung: Dmitry Widmung: Edmond Widmung: Horacio Widmung: Mastranto Widmung: Sankanab Wiener Horn Wiener Oktett Wiener Streichtrio Wilckens Friedrich Wolf Hugo Wolff Christian Wolkenstein Oswald von Wordsworth William Wrubel Michail Wächter Peter Yablonsky Dmitry Yim Jay Alan Young La Monte Zelenka Jan Dismas Zemlinsky Alexander Zemlinsky Quintett Wien Ziesak Ruth Zimmermann Tabea Zlotnikov Kyril Znaider Nikolaj Zukerman Pinchas Zukofsky Paul

you don't have to visit this blog